Martinszug in Remagen
Kinderaugen leuchteten mit Laternen um die Wette
Sankt Martin hoch zu Ross begleitete die Kinder – riesiges Martinsfeuer begeistert hunderte Kinder nach dem Martinszug
Remagen. Ein wunderschönes Erlebnis war am Dienstag für die Remagener Kinder der Martinszug. Hunderte Kinder, Kleinkinder und Kindergartenkinder mit Eltern und Großeltern oder Grundschulkinder mit ihren Lehrerinnen zogen vom Marktplatz nach einem Spaziergang durch das Historische Dreieck in Richtung Süden bis zum Vereinsheim des Roten Kreuzes auf der Ecke Goethestraße/Alte Straße und hatten jede Menge Freude an dem riesigen Martinsfeuer, das die Feuerwehr dort abbrannte. Wochenlang hatten die Kinder mit Eltern, Erzieherinnen im Kindergarten und dem Lehrerteam in der Grundschule ausgeschnitten, geklebt, Transparentpapier eingesetzt und vieles mehr, um eine tolle Martinslaterne zu basteln. Am Dienstag war es dann für hunderte Kinder aus Remagen soweit: Voller Stolz zogen sie mit ihren hell erleuchteten Laternen durch die Straßen und Gassen von Remagen. Allen voran hatten die Feuerwehr und die Polizei den Zugweg abgesichert. Zahlreiche ehrenamtliche Vereinsvertreter sorgten für die Zugbegleitung und Sankt Martin alias Edgar Langen mit breitem rotem Mantel und Helm hoch zu Ross führte den Martinsumzug an. Mit Ehrfurcht wurde er von den Kindern bestaunt. Schier unglaublich breit war die Palette der Farben und Formen der leuchtenden Fackeln.
Ob kleine Enten, Häuschen, Kirchen, Bienen – alle hatten sich gemeinsam mit den Kindern die schönsten Motive für eine Martinslaterne einfallen lassen. Die Kinderaugen leuchteten mit den Martinslaternen regelrecht um die Wette. Schön geschmückt hatten die Anwohner mit brennenden Kerzen und Fackeln ihre Häuser, so dass die Martinsumzüge für die Kinder zu einem wahren Erlebnis wurden. Und damit die Martinslieder kräftig gesungen werden konnten, wurden die Kinder von dem Remagener Panikorchester, dem Bläserkorps der Remagener Stadtsoldaten und dem Spielmannszug Rheinklänge musikalisch begleitet. Mit dabei beim Martinszug waren neben den Kindergarten- und Schulkindern auch zahlreiche Eltern und Großeltern mit Kleinkindern, die ihren Lieben dieses Ereignis nicht entgehen lassen wollten. Und natürlich war das riesige Martinsfeuer der Renner, das die Kinder auf dem Henry Dumont-Platz bewundern konnten. Das riesige Feuer leuchtete weithin sichtbar. Die Kinder und Eltern bestaunten das Feuer rundum den Platz stehend. Im Anschluss verteilte der Verschönerungsverein Remagen in den Räumlichkeiten des DRK-Ortsvereins Remagen die Wecken und der Förderverein der Grundschule Remagen bot ebenfalls in den DRK-Räumen kalte und heiße Getränke zum Aufwärmen an. Und wer dann noch wollte, der konnte im Rheinklängeheim den traditionellen Döppekoche genießen, wozu der Martinsausschuss eingeladen hatte. Ein herzlicher Dank galt letztlich auch dem DRK-Ortsverein und der Autoaufbereitungsfirma von Christian Bey, die den großen Platz auf der Ecke zwischen Goethestraße und Alte Straße eigens für das Martinsfeuer geräumt hatten und die Räumlichkeiten zur Verfügung stellten.
