Allgemeine Berichte | 01.09.2014

Grünen-Landesarbeitsgemeinschaft „Kultur“ tagte in Remagen

Künstler werden landesweit gefördert

Die Delegierten der Landesarbeitsgemeinschaft Kultur bei ihrer Tagung im „Kwartiör Lateng“. privat

Remagen. Kunst und Kultur werden bekanntlich in der Römerstadt groß geschrieben. So war es nur eine Frage der Zeit, dass die Landesarbeitsgemeinschaft „Kultur“ der Grünen ihre Mitgliederversammlung in Remagen abhielt. Im „Kwartiör Lateng“ trafen sich die Delegierten aus ganz Rheinland-Pfalz um ihren Sprecher Roland Malter. Als Referentinnen zum Thema „aktuelle Kulturpolitik in Rheinland-Pfalz und in Deutschland“ nahmen auch die kulturpolitische Sprecherin der Landstagsgrünen, Ruth Ratter, sowie die Bundestagsabgeordnete und kultur- und frauenpolitische Sprecherin der Grünen im Deutschen Bundestag, Ulle Schauws, an der Tagung teil. Für die Remagen Grünen konnte Fraktionssprecher Frank Bliss die Gäste begrüßen, seitens der Kreistagsfraktion war deren Sprecher Wolfgang Schlagwein anwesend.

Wichtiges Thema der Tagung war neben anderen die Künstlerförderung in Rheinland-Pfalz. So konnte die Landtagsabgeordnete Ruth Ratter von inzwischen über 250 Projekten berichten, bei denen Künstlerinnen und Künstler mit finanzieller Unterstützung durch das Land vor allem mit Jugendlichen und Kindern Aktionen durchgeführt haben. Ein weiteres Stichwort betraf das Landesbibliotheksgesetz, das in Rheinland-Pfalz zukünftig die Versorgung mit lokalen Büchereien zur Pflichtaufgabe machen soll. Bisher war die Förderung von kleinen öffentlichen Büchereien eine freiwillige Aufgabe und entsprechend häufig deutlich unterfinanziert bzw. eine Förderung dem Ermessen der Gemeinden überlassen. Die Bundestagsabgeordnete Ulle Schauws berichtete im Anschluss über eine Initiative des Bundestages zur Stabilisierung der Künstlersozialkasse. Mit dieser Einrichtung unterstützt der Bund Künstler, indem er den „Arbeitgeberanteil“ an der Renten- und ggf. Krankenversicherung übernimmt und so den häufig vom Existenzminimum lebenden Kunstschaffenden in Deutschland eine soziale Sicherung ermöglicht. Hier sollen die Auftraggeber der Künstler zukünftig nicht stärker, aber gerechter zur Kasse gebeten werden. Mit der Frage „Wird Kunst zukünftig zu einer normale Handelsware?“, leitete die Referentin anschließend zum derzeit von der Europäischen Union mit den USA verhandelten Freihandesabkommen über. Nach US-amerikanischer Vorstellung ist Kunst und die Kunstförderung eine reine Privatsache und wird seitens des Staates allenfalls nur am Rande unterstützt. Würde sich diese Vorstellung auch in Europa durchsetzen, dann müsste vermutlich die Mehrzahl aller deutschen Museen schließen, die staatliche Filmförderung würde wegfallen und Kunst und damit Kultur würde unter dem Strich wieder zur Sache der Reichen und Superreichen.

Zum Abschluss der Veranstaltung stellte Grünen-Stadtratsmitglied Volker Thehos die Remagener Künstlergruppe „RheinART“ als gelungenes Beispiel für eine kontinuierlich in der Römerstadt präsente lokale Kunstinitiative vor.

Pressemitteilung

des Bündnis 90/Die Grünen

im Rat der Stadt Remagen

Die Delegierten der Landesarbeitsgemeinschaft Kultur bei ihrer Tagung im „Kwartiör Lateng“. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Rund ums Haus
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Osterangebot
Container Anzeige
First Friday Anzeige März
Rund ums Haus
Angebotsanzeige (April)
Stellenanzeige Kita
Empfohlene Artikel
EIKE
11

Remagen. Eike kommt leider aus einem Sterbefall. Im Tierheim hat sich die coole Socke sehr schnell zurechtgefunden und solange man ihm hier und da noch zeigt, wo es lang geht, ist er absolut unkompliziert.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2256

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Essen auf Rädern
Dauerauftrag 2025
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Ostergruß
Tag der offenen Tür
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Kreishandwerkerschaft
Stellenanzeige
PR-Anzeige
Titelanzeige
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige Personalreferent/in
Stellenanzeige