Herbstfest mit Männerchor
Männerchor Remagen begeistert beim Seniorenkreis mit herbstlichen Liedern
aus Remagen
Remagen. Einen musikalisch beschwingten Herbstnachmittag erlebten die Besucherinnen und Besucher des Seniorenkreises der Katholischen Pfarrei St. Franziskus im Pfarrheim. Zum Herbstfest waren die neun aktiven Sänger des Männerchores Remagen zu Gast – und sie hatten nicht nur ihre Stimmen, sondern auch jede Menge gute Laune mitgebracht.
Otto Lembke begrüßte als Sprecher der neun Sänger die Anwesenden und stellte zunächst den „Männerchor Remagen 2.0“ vor. Was es damit auf sich hat, erklärte er mit einem Augenzwinkern: Die Zeiten, in denen ein Männerchor unbedingt vierstimmig singen müsse, seien vorbei. Aufgrund des inzwischen doch „etwas fortgeschrittenen Alters“ der Sänger – der älteste Sänger, Karlheinz Dinkelbach, kann immerhin auf stolze 95 Lebensjahre zurückblicken – hat man sich für eine etwas altersgerechtere Variante entschieden: Der Männerchor singt inzwischen einstimmig.
Ganz nach dem Motto: Warum vier Stimmen bemühen, wenn neun Männer auch gemeinsam eine Stimme haben können?
Für die musikalische Begleitung sorgte erstmals der neue musikalische Leiter des Chores, Hermann-Josef Schäfer, der gleichzeitig selbst aktiver Sänger des Männerchores ist und die Sänger am Klavier begleitete. Damit war die musikalische Grundversorgung bestens gesichert – und die Sänger konnten sich ganz auf das konzentrieren, was sie am liebsten tun: singen.
Das Programm passte hervorragend zum Herbstfest. Mit bekannten Volksliedern ging es durch die Themen Wandern, Wald und Heide, Jägerei und gute Stimmung. Den Auftakt machte der Kanon „Hejo, spann den Wagen an“, gefolgt von „Ein Heller und ein Batzen“, „Keinen Tropfen im Becher mehr“, und weiteren beliebten Melodien.
Spätestens beim anschließenden jagdlichen Teil wurde deutlich: Die Sänger hatten offenbar noch genügend Kondition. Mit „Auf, auf zum fröhlichen Jagen“, „Ein Jäger längs des Weihers ging“, „Ein Jäger aus Kurpfalz“ und „Auf der Lüneburger Heide“ ging es musikalisch durch Wald und Flur. Und natürlich durfte eine Zugabe nicht fehlen. Mit „Bajazzo“ , das noch einmal vierstimmig vorgetragen wurde, verabschiedete sich der Männerchor von seinem Publikum, nicht ohne zu versprechen, bei der Adventsfeier im Dezember wieder musikalisch mitzuwirken.
Doch damit war der Nachmittag noch lange nicht vorbei. Nach dem Auftritt des Männerchores wurde aus dem Konzert kurzerhand ein großer gemeinsamer Gesang. Sänger und Gäste stimmten gemeinsam bekannte Lieder an. Schließlich ist ein Seniorenkreis ja kein Ort, an dem man nur zuhört – hier darf und soll kräftig mitgesungen werden.
Dann kam Günter!
Den musikalischen Höhepunkt bildete schließlich der Soloauftritt von Günter Mommertz, ebenfalls aktiver Sänger des Männerchores. Schon im eigens für das Herbstfest zusammengestellten Liedgut war sein Auftritt angekündigt worden – und die Erwartungen wurden nicht enttäuscht.
Günter bewies eindrucksvoll, dass ein Männerchor durchaus auch über musikalische Einzelkämpfer verfügt. Während die neun Sänger gemeinsam als „Männerchor 2.0“ auftreten, zeigte er als Solist, dass die Version 2.0 durchaus auch eine Ein-Mann-Erweiterung verträgt. Mit den von ihm vorgetragenen Liedern (unter anderem Tampico, Der Junge von Sankt Pauli und Heimatlos) begeisterte er das Publikum
Am Ende waren sich alle Beteiligten einig: Es war ein rundum gelungener Nachmittag bei Kaffee, Kuchen, Bier und Wein und vor allen Dingen mit Musik, Geselligkeit und viel guter Stimmung.
So bewies der Männerchor Remagen einmal mehr: Für guten Chorgesang braucht es vielleicht nicht immer viele Stimmen – aber auf jeden Fall Sänger, die mit Freude bei der Sache sind. Und davon gibt es beim Männerchor Remagen zum Glück noch neun.
Männerchor Remagen 2.0 – vielleicht einstimmig, aber keineswegs einfallslos!
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Auftritt des Männerchor Remagen beim Seniorennachmittag Foto: Otto Lembke