Erweiterung des Rheinhotel ARTE Remagen-Kripp in der „Alten Dampfwäscherei“
Neue „Treidelstation“ für Biker, Wanderer und Touristen
Remagen-Kripp. Seit Jahren wünscht sich Remagen in Rheinnähe ein Hotel, um auswärtigen Touristen in größerer Anzahl eine Übernachtungsmöglichkeit zu geben. Seit Jahren gibt es Planungen um eine solche Herberge an den Türmen der Brücke von Remagen. Eine Realisierung ist zurzeit in der Kernstadt nicht in Sicht. In Kripp könnte jetzt der Traum der Remagener zur Wirklichkeit werden. Uwe Schindler, Mitinhaber des Rheinhotel ARTE in unmittelbarer Nähe der Linz-Kripper-Fähre, teilte mit, dass die „Alte Dampfwäscherei“ gegenüber des neuen Gebäudekomplexes auf dem Lenig-Gelände, in absehbarer Zeit einer Hotel-Erweiterung weichen soll. Die Bagger sind schon aufgefahren, erste Räumungsarbeiten zeugen vom Ernst der Umsetzungspläne der neuen Besitzer.
Ältestes Gebäude in Kripp wird abgerissen
„Um die 50 Zimmer wollen wir in naher Zukunft Wanderern, Radlern, Motorbikern und Touristen in unmittelbarer Nähe des Rheines und des Naturschutzgebietes zur Verfügung stellen können“, sagte Uwe Schindler. Auf dem etwa 3.000 Quadratmeter großen Gelände soll nun ein Erweiterungsbau zum ARTE entstehen.
Gemeinsam mit der Firma Peter Wahl aus Kripp soll noch in diesem Monat das vielleicht älteste Gebäude der Neuzeit des ehemaligen Badeortes, das sich nur noch als Ruine darstellt, abgerissen werden. Im Untergeschoss der ehemaligen „Treidelstation“ sind heute noch die alten „Güllerinnen“ zu erkennen, die Zeugnis davon ablegen, dass einst Pferde dort ihre Übernachtung gefunden haben. Im Obergeschoss sind durch Eiche getäfelte Wände, Fischgräten-Parkett als Fußboden und Kamine das Hochherrschaftliche alter Zeiten zu entdecken. Im Jahre 1993, während des Hochwassers, hatte ein Brand im Dachstuhl gewütet, weite Teile des Obergeschosses sind eingestürzt. „Die Gebäudesubstanz ist so verfallen, dass eine Sanierung und Renovierung unmöglich ist“, betonte auch Florian Wahl. Uwe Schindler bedauert das. „Wir haben das ernsthaft erwogen, doch der Zustand des Gebäudes gibt das leider nicht mehr her“, erläuterte er mit leichtem Vorwurf an die Vorbesitzer.
Jahrzehntelang war das Gebäude ein Spielball der Finanzwelt, den Kripper Vereinen, die gerne dort Hand angelegt hätten, in den riesigen Hallen Karnevalswagen instand setzen wollten, war der Eintritt verwehrt.
Spielball der Finanzwelt
Nun sei der Vorbesitzer aus Hamburg in die Insolvenz gegangen, weiß Schindler. Das gebe ihnen die Möglichkeit, aus dem Kripper Schandfleck ein Schmuckstück zu machen. Allerdings heißt das erst einmal, die rund 9.000 Kubikmeter umbauten Raumes auf Lkw zu bringen. Eine Aufgabe, die auch für Florian Wahl, direkt an der Bundesstraße, zur kleinen Herausforderung werden wird. Der „Schlussstein“ im Eingangsbereich, der die Zahl 1701 trägt, wird natürlich im neuen Trakt eingearbeitet werden. Das ARTE wird also einen "Bruder" erhalten. Küchenchef Martin Neumann wartet schon auf die neuen Aufgaben. Allerdings wird sich Kripp nach Abriss der alten Bausubstanz erst einmal an einer neuen Grünfläche am Rhein erfreuen können, bis die umfangreichen Planungen und Genehmigungen den Bau des neuen „ARTE“ zulassen. Weitere Infos über das „RheinHotel ARTE“ unter info@rheinhotel-arte.de.
