Sechste Milljöhsitzung der KG Narrenzunft begeisterte die Jecken im alten Jugendheim
Publikum tobte vor Vergnügen
Remagen. Einen herrlichen Abend erlebten die vielfach bunt kostümierten Gäste der sechsten Auflage der Milljöhsitzung der KG Narrenzunft um den Vorsitzenden Martin Dinkelbach im Saal des alten Jugendheims, in dem bis Ende der siebziger Jahre traditionell Karneval gefeiert wurde. So richtig urig ging es da zu, und vor allem war jede Menge Spaß mit heimischen Kräften angesagt. Da ging auch so mancher auf die Bühne, der sonst nicht so auf selbiger gesehen wird.
Als glänzender Sitzungspräsident fungierte Guido Selbach, der auch aus alten Zeiten so manches zu erzählen hatte. Den Auftakt zur Sitzung machte Willi Hoffzimmer, der die Narren mit der Drehorgel musikalisch einstimmte. Den Sitzungsbeginn markierte der Einzug des Spielmannszugs Rheinklänge, der Magic Dancers der KG Narrenzunft, der Gardepflänzje der Prinzengarde, des Kinder- und Jugendkarnevals mit der Remagener Kinderprinzessin Cheyenne I. Oliveira, des Elferrats und der Prinzengarde. Mit dabei beim närrischen Einzug war auch die Oedinger Prinzessin Angelika Schmidt, der einzigen großen Prinzessin in der Gesamtstadt Remagen, mit ihrem charmanten Damenhofstaat.
Nachdem beide Prinzessinnen ihr Publikum begrüßt hatten, ließen es sich die Gardepflänzje nicht nehmen, die Narren mit ihrem Tanz zu erfreuen. Musikalisch ging es weiter mit dem Spielmannszug Rheinklänge. Die Musiker hatten sich wieder einmal etwas Besonderes einfallen lassen, kamen in orangen Warnwesten und schwangen den Kehrbesen als Straßenfeger zu stampfenden Rhythmen. Das Publikum tobte vor Vergnügen und ließ anschließend nur zu gern die Hände zum Himmel fliegen.
Elke Köbbing und Roswitha Schubert nahmen sich in der Bütt die Gepflogenheiten von Halloween vor und gaben auf die Frage „Süßes oder Saures?“ die Antwort „Dackel oder Dobermann“. Der Nachwuchsbüttenredner und Sitzungspräsident des Kinderkarnevals, Roman Kötter, begeisterte erneut in der Bütt und gab so manch traurige Erfahrung mit der Spraydose weiter, denn wo 24 Stunden draufsteht, sind ja gar nicht 24 Stunden drin.
Einen Supertanz legte das Tanzduo der Rot-Weißen Funken Unkelbach, Nina Wiest und Patricia Bock, auf die Bretter, die die Welt bedeuten. Nicht ganz so akrobatisch, aber mit viel Charme tanzten sich Uschi Schunk und Guido Selbach mit ihrem Mariechentanz in die Herzen der Jecken. Super an kam die Büttenrede von Elke Schnitzler.
Many Lohmer begeisterte mit Liedern, in die das närrische Publikum mit einstimmen konnte. Einen tollen Gardetanz präsentierte die Prinzengarde unter dem Kommando von Dr. Paul Alfter, bevor das Stadtsoldatenkorps Remagen mit Kommandant Marcel Möcking mit schmissigen Klängen und gekonnten Tänzen den stimmungsvollen Schlusspunkt unter das Programm setzte.
Der Nachwuchs der Prinzengarde.
