Allgemeine Berichte | 24.02.2014

Die rechtzeitige Therapie kann ernsthafte Erkrankungen verhindern

Schlaflabor Maria Stern feiert sein zehnjähriges bestehen

V.l.n.r.: Praktikantin Marie Geiger, die Gesundheits- und Krankenpflegerinnen Cindy Ogrodnik, Ulrike Bäumler (sitzend, pflegerische Leiterin) und Nadine Büsch, Dr. med. Bernd Otto Göbel (ärztl. Leiter des Schlaflabors) und Brigitte Geiger (Stationsärztin des Schlaflabors). Privat

Remagen. Als im Jahre 2003 im Krankenhaus Remagen das Schlaflabor unter der Leitung von Dr. med. Bernd Otto Göbel eröffnet wurde, war die Schlafmedizin in Deutschland zwar nicht mehr in den Kinderschuhen, jedoch weitgehend unbekannt. Damals bestand das Schlaflabor aus zwei Messplätzen (in zwei Einzelzimmern) mit einer überschaubaren technischen und personellen Ausstattung.

Aufgrund des großen Bedarfs und der Zunahme des Bekanntheitsgrades wurde das Schlaflabor bereits nach einigen Jahren auf vier Messplätze erweitert. Auch hierbei stellte sich nach relativ kurzer Zeit heraus, dass der Bedarf weiterhin deutlich anstieg und die Wartezeiten auf einen Untersuchungstermin im Schlaflabor teilweise über vier Monate dauerten und für die Patienten viel zu lang waren. Im Jahr 2013 wurde daraufhin erneut um- und ausgebaut und so besteht das Schlaflabor nun aus sechs Messplätzen und auch die technische und personelle Ausstattung wurde auf den neusten Stand gebracht. Unter der Leitung von Dr. med. Bernd Otto Göbel betreuen acht qualifizierte Mitarbeiter die Schlafpatienten. Zusammen mit seiner Praxis für Pneumologie in der Remagener Klinik können die Patienten mit Schlafstörung umfassend medizinisch behandelt werden. Bis zu vier Prozent der Bevölkerung sind mehr oder weniger von einer Schlafapnoe, Schnarchen oder anderen schlafmedizinischen Erkrankungen (z.B. Restless Leg Syndrom, Ein- und Durchschlafstörungen, Schlafattacken am helllichten Tag) betroffen. Auch bei Lungenerkrankungen, Herzinsuffizienz und ausgeprägtem Übergewicht kann durch eine nächtliche Heimbeatmungstherapie eine Verbesserung der Lebensqualität und Leistungsfähigkeit erzielt werden. Das hierbei immens gesteigerte Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall kann mit einer effektiven Therapie meist verhindert werden.

Die sogenannte Screening-Untersuchung auf Schlafapnoe ist völlig schmerzfrei und sollte im Rahmen eines Gesundheitschecks zur Früherkennung und Vermeidung von Spätfolgen durchgeführt werden. Bei Verdacht auf Schlafstörungen erhält der Patient ein kleines tragbares Screeninggerät zur Diagnoseklärung für eine Nacht mit nach Hause. In Abhängigkeit vom Ergebnis wird im Remagener Schlaflabor eine ausführliche stationäre Schlafuntersuchung durchgeführt, bei der Atmung (Sauerstoffsättigung, CO2, Atemfluss- und Atembewegungen), EEG, EKG und Körperbewegungen der Patienten registriert werden. Das Team des Schlaflabors ermittelt aus den Daten die Schlafstruktur und Schlafqualität des Patienten und kann bei Bedarf geeignete Maßnahmen einleiten. Telefonisch ist das Schlaflabor für weitere Informationen vormittags von 10 bis 12 Uhr unter der Nummer (0 26 42) 28 366 zu erreichen.

V.l.n.r.: Praktikantin Marie Geiger, die Gesundheits- und Krankenpflegerinnen Cindy Ogrodnik, Ulrike Bäumler (sitzend, pflegerische Leiterin) und Nadine Büsch, Dr. med. Bernd Otto Göbel (ärztl. Leiter des Schlaflabors) und Brigitte Geiger (Stationsärztin des Schlaflabors). Foto: Privat

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