Senioren feierten in der Rheinhalle Remagen ihren „Goldenen Nachmittag“
Schmissige Blasmusik und sportliche Darbietungen
Weit über 600 Senioren aus allen Stadtteilen nahmen an dieser unterhaltsamen und geselligen Veranstaltung teil
Remagen. Traditionell waren die Senioren der Stadt Remagen, alle Senioren ab 75 Jahren sowie diejenigen, die in diesem Jahr noch 75 Jahre werden, zum „Goldenen Nachmittag“ eingeladen. Nicht nur für die Senioren der Kernstadt, sondern für die Senioren aus allen Stadtteilen wird dieser „Goldene Nachmittag“ einmal im Jahr in der Rheinhalle veranstaltet. Damit möglichst viele Senioren auch aus den Stadtteilen an dieser unterhaltsamen und geselligen Veranstaltung teilnehmen können, wurde – wie gewohnt – wieder ein Bustransfer von und in alle Stadtteile organisiert. Mit weit über 600 Senioren waren deutlich mehr als im vergangenen Jahr der Einladung gefolgt. Mit 1948 Einladungen wurden 114 Einladungen mehr als im vergangenen Jahr verschickt.
So freute sich auch Bürgermeister Herbert Georgi, dass erneut wieder mehr Senioren gekommen waren. Sein besonderer Gruß galt den evangelischen Geistlichen Pfarrer Michael Schankweiler und Pfarrerin Lisa Reuter sowie der katholischen Gemeindereferentin Anita Schneider, den Ortsvorstehern Michael Berndt aus Rolandswerth, Norbert Matthias aus Oberwinter und Heinz-Peter Hammer aus Kripp. Sein besonderer Dank galt der Hallengemeinschaft Unkelbach, die schon seit Jahrzehnten die Bewirtung der Senioren übernimmt.
In einer kurzen Ansprache betonte der Bürgermeister, dass es der Stadt recht ordentlich gehe. Es sei ein gutes Jahr gewesen, aber nicht ganz so wie immer, denn viele Menschen seien auf der Flucht nach Deutschland. Viele würden sich fragen, warum Deutschland. Das sei nicht schwer zu beantworten, „denn uns geht es gut. Wir haben alles, Wasser, Nahrung, Arbeit, Grundrechte und vieles mehr“. Die konkrete Situation für Remagen sehe so aus, dass über 100 Flüchtlinge aufgenommen werden konnten, bei einer Gesamtbewohnerzahl von rund 17.000 Bürgern. Bis Ende des Jahres würden weitere 100 Flüchtlinge erwartet. Großen Mut habe eine Informationsveranstaltung zur Flüchtlingsproblematik im Foyer der Rheinhalle gemacht.
Spontan hätten sich 70 Remagener Mitbürger gemeldet, die ehrenamtlich mithelfen würden. Der Stadt Remagen gehe es soweit ganz gut, die Gewerbesteuer würde sprudeln und die Integrierte Gesamtschule erfreue sich großer Beliebtheit. Auch der Touristenszuspruch in Remagen sei groß. Die Rheinpromenade in Remagen und auch in Kripp werde in Teilen saniert.
Den Gruß der Kirchen überbrachte die evangelische Pfarrerin Lisa Reuer, die sich freute zum zweiten Mal die Ehre zu haben, das Grußwort zu sprechen. Sie freute sich über das neue Gemeindehaus, in dem viele Gruppen eine neue Bleibe gefunden hätten. Sie freute sich aber auch über die vielen ehrenamtlichen Helfer in der Kirchengemeinde. Der Kontakt zur katholischen Kirchengemeinde sei sehr gut und auch der Kontakt zur Credogemeinde in Kripp. Schön sei auch, dass die Senioren im Caritas-Projekt „Leben und Älter werden in Remagen aktiv mitgestalten“ aktiv seien. Am Freitag sei der zweite gemeinsame Mittagstisch, zu dem sich beim ersten Mal bereits 30 Senioren eingefunden hatten. Als äußerst positiv bewertete sie auch den Spendenlauf des Bündnisses für Frieden und Demokratie Remagen zum Tag der Demokratie. Für jeden Nazi, der bei der rechten Demonstration mitlaufe, würden zehn Euro gegeben. Dieses Geld komme einer Organisation zugute, die Menschen den Ausstieg aus der rechten Szene ermöglicht. „In jedem Menschen begegnen wir keinem anderen Menschen als Christus selbst“, schloss Pfarrerin Reuter ihr Grußwort.
Durch das anschließende Programm des 45. Goldenen Seniorennachmittags führte Verkehrsamtsleiter Martin Tillmann, der dies nach der Übernahme von Hermann Comes zum 28. Mal tat. Zur reich gedeckten Kaffeetafel unterhielten die Rheintaler mit schmissiger Blasmusik, bevor der Showkader der Sportakademie RheinAhr um Verena Trau unter dem Titel „Ordnung muss sein“ eine Schaudarbietung mit turnerischen Elementen zum Thema „Kinderzimmer aufräumen“ bot. Die Showgruppe Salatrix präsentierte im weiteren Verlauf des Nachmittags „Waterworld““, eine choreografische Darstellung von Wasserbewegungen wie Sprudel, Brandung, Springbrunnen und vieles mehr. Die Gruppe Salatrix der Sportakademie RheinAhr ist amtierender Landesmeister und Deutscher Meister in der Kategorie „Showtanz mit akrobatischen Elementen“ der Senioren.
Der MGV Liederkranz Oberwinter um Vorsitzenden Hans Kessel und Chordirektor Bardo Becker erfreute die Senioren mit einem bunten Melodienstrauß bekannter Volkslieder. Entertainer Many Lohmer, „de Jung usem Vürjebirch“, unterhielt im weiteren Programm mit Wortwitz und stimmungs- und gefühlvollen Titeln, die zum Mitsingen oder Nachdenken anregten. Ein herzlicher Dank galt zudem den Sponsoren, besonders der Curanum Seniorenresidenz, sowie den ehrenamtlichen Helfern vom Roten Kreuz. Dank galt aber auch Mitorganisator Kurt Kleemann, dem Bauhof Remagen, den Hausmeistern Rainer Andres und Mayk Patella und Michael Tilllmann für die Ton- und Lichttechnik.
Nach rund drei Stunden Unterhaltung und geselligem Beisammensein bei Kaffee, Kuchen und einem Gläschen Wein wurden die Senioren in bequemen Bussen wieder in ihre Ortsteile gefahren.
