MINT trifft Gesundheit
Tec4Health-Camp am Campus Remagen: Technik trifft Gesundheit
aus Koblenz
Koblenz/Remagen. Vom 22. bis 24. September 2026 fand am Campus Remagen der Hochschule Koblenz das dreitägige Camp „Tec4Health: Technik trifft Gesundheit“ statt. 21 MINT-interessierte Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe aus acht Gymnasien der Region beschäftigten sich dabei mit technischen Anwendungen im Gesundheitsbereich. Die Anmeldung erfolgte über das regionale MINT-EC-Netzwerk Bonn-Rhein-Sieg. In diesem Netzwerk arbeiten Schulen zusammen, die einen besonderen Schwerpunkt auf Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik legen. Die Teilnehmenden kamen aus der Region zwischen Bonn, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Ahrtal.
Ziel des Camps war es, jungen Menschen praxisnahe Einblicke in die Verbindung von Technik und Gesundheit zu ermöglichen und ihr Interesse an entsprechenden Studien- und Berufsfeldern zu fördern. In verschiedenen Workshops konnten die Schülerinnen und Schüler technische Fragestellungen kennenlernen und ihre Kenntnisse praktisch anwenden.
Ermöglicht wurde das Camp auch durch die finanzielle Unterstützung der beiden Fördervereine „Zukunftsregion Ahr“ und „Förderverein der Fachhochschule im Kreis Ahrweiler“. Sie übernahmen die Kosten für die Verpflegung während der dreitägigen Veranstaltung.
Praxisnahes Lernen in drei Workshops
An drei Tagen arbeiteten die Jugendlichen in Workshops mit Professoren des Fachbereichs Mathematik, Informatik und Technik. Dabei erhielten sie Einblicke in aktuelle Fragestellungen an der Schnittstelle von Technik und Gesundheit.
Prof. Dr. Jens Bongartz widmete sich dem Elektrokardiogramm, kurz EKG. Die Teilnehmenden lernten die Funktionsweise kennen, bauten eigene Messgeräte und führten Messungen durch. So konnten sie nachvollziehen, wie technische Systeme medizinische Daten erfassen.
Im Workshop von Prof. Dr. André Steimers ging es um das sogenannte Imaging. Die Jugendlichen beschäftigten sich damit, wie aus Objekten oder Personen digitale Bilder entstehen. Dafür nutzten sie eine Hochgeschwindigkeitskamera und lernten anschließend Grundlagen der Bildverarbeitung kennen.
Prof. Dr. Lukas Scheef zeigte, wie sich Sprunghöhen biomechanisch messen und auswerten lassen. Die Schülerinnen und Schüler führten eigene Messungen durch und analysierten die erhobenen Daten.
Die Workshops verbanden fachliche Grundlagen mit praktischen Aufgaben. Sie förderten technisches Verständnis, Teamarbeit und Kreativität. Zugleich erhielten die Jugendlichen die Möglichkeit, selbstständig zu experimentieren und eigene Lösungswege zu entwickeln. Dadurch wurde deutlich, wie eng Technik, Informatik und mathematische Auswertung mit Anwendungen im Gesundheitsbereich verbunden sind.
Unterstützt wurden die Teilnehmenden außerdem von Studierenden und Mentorinnen des Ada-Lovelace-Projekts, die am Campus Remagen MINT-Fächer studieren und bei Rundgängen, Laborführungen sowie gemeinsamen Spielen als Ansprechpersonen zur Verfügung standen.
Auf die Frage, was ihnen besonders gut gefallen habe am Camp, hoben die Schülerinnen und Schüler den Austausch mit Gleichgesinnten und das Kennenlernen der Hochschule hervor und freuten sich, dass sie über den eigenen Tellerrand hinausschauen konnten.
„Unser Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für die Anwendung von Medizintechnik zu begeistern und ihnen Perspektiven für ein Studium und eine berufliche Zukunft in diesem Bereich zu eröffnen“, erklärte Prof. Dr. Jens Bongartz, Studiengangsleiter des Studiengangs „Medizintechnik“ am Campus Remagen.
Einblicke in Studium und Forschung
Das Camp knüpfte aufgrund der positiven Resonanz an das KI-Camp an, das der Fachbereich Mathematik, Informatik und Technik im September 2025 veranstaltet hatte. Im Februar 2027 ist ein weiteres KI-Camp in Kooperation mit dem Deutschen Museum geplant.
Ziel der Veranstaltungen ist es, junge Menschen durch praktische Erfahrungen für ein MINT-Studium zu interessieren. Die Jugendlichen konnten ihre Interessen erproben, Fragen zu Studienmöglichkeiten stellen und erste Erfahrungen in hochschulischen Labor- und Arbeitsumgebungen sammeln. Damit erhielten sie eine Orientierung für mögliche Bildungs- und Berufswege im technischen Bereich.
„Das KI-Camp hat gezeigt, wie wertvoll die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Hochschulen ist, um Mädchen für ein technisches Studium in der Region zu begeistern“, betonte Andrea Karlein, MINT-Koordinatorin für die Region Bonn-Rhein-Sieg-Ahr.
Studienperspektiven am Campus Remagen
Am Campus Remagen der Hochschule Koblenz können Studieninteressierte Studiengänge in den Bereichen Mathematik, Informatik und Technik aufnehmen. Die Studienangebote verbinden technische Inhalte mit Anwendungen an der Schnittstelle zu Gesundheit.
Der Campus bietet damit Studienperspektiven für junge Menschen, die sich für technische Entwicklungen, digitale Systeme und gesundheitsbezogene Anwendungen interessieren. Das Tec4Health-Camp machte diese Verbindung praktisch erfahrbar und zeigte, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten von MINT-Fächern sind.
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Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Tec4Health-Camp Foto: Hochschule Koblenz