Allgemeine Berichte | 31.01.2015

Beim Bandelovend der Bandorfer Vereine flogen die Herzen den Bandorfern zu

Urige Sitzung mit familiärem Flair begeisterte die Knatschjecken und ihre Gäste

Vom 14-jährigen Tobias Amendt bis zur 80-jährigen Christa Reddin in der Bütt - das gibt es nur in Bandorf

Die Lannesdorfer Rheinfunken erorberten gleich am Beginn der Sitzung die Bühne und die Herzen der durchweg kostümierten Narren. -AB-

Bandorf. Urig, familiär, ausgesprochen herzlich und ein knubbelig voller Dorfgemeinschaftshaussaal, das ist es, was den Bandelovend, die Sitzung der Bandorfer Vereine auszeichnet. Und so war es auch wieder am Freitagabend. Unter dem Motto „In Bandorf verliebt“ präsentierte der bestens aufgelegte Moderator Jürgen Heno fast durchweg heimische Kräfte. Da braucht es keine „großen“ Auftritte, da braucht es ein paar Leute, die sich mit Witz und Tanz, mit Musik, Gesang und Pantomime vors heimische Publikum trauen. Und die Auftretenden können gewiss sein, das Publikum freut sich über alle, die zum guten Gelingen des närrischen Abends beitragen. Zum „herzlichen“ Motto passt denn auch der Orden, der neben einer Ansicht von Bandorf einen von Amors Pfeil getroffenen Engel zeigt. Ein herzliches Wiedersehen gab es zu Beginn der Sitzung mit den Lannesdorfer Rheinfunken mit ihrer neuen Präsidentin Denise Schmitz. Gleich mit zwei tollen Tänzen erorberten die Mädchen die Bühne und die Herzen der durchweg kostümierten Narren. Das Eis in der Bütt brach der erst 14-jährige Tobias Amendt, der Kinderprinz von vor zwei Jahren, der sich schmunzelnd wortgewandt zwischen Fußball, Freundinnen und McDonalds bewegte, das Publikum zum Lachen brachte und ahnen ließ, das von ihm in der Bütt in den nächsten Jahren noch mehr zu erwarten ist. Einen tollen Vortrag lieferte Pastor Michael Schankweiler, der mit Baskenmütze und Baguette und köstlichem französischem Akzent von Adam und Eva erzählte und erklärte, wie das Böse in die Welt gekommen ist. Das ging dann bis zum Rausschmiss von Adam und Eva aus dem Paradies durch „Monsieur Gabriel von de gendarmerie du paradis“. Als Clown mit der Quetsch kam der erste Beigeordnete der Stadt Remagen, Rolf Plewa, lobte Bandorfs schöne Männer und sang, warum er „so viel Angst vor seiner Frau“ hat. Einen tollen Tanz lieferten Pia und Lea Pöpping als Tanzpaar der Wölle Möhne in niedlichen Dirndln und auch das Kindertanzpaar der Hafengarde, Luca Bögeholz und Emma Lopez, tanzten sich gekonnt in die Herzen der Narren. Nach so viel närrischer Jugend zeigte auch das Alter sein jeckes Talent. Die 80-jährige Christa Reddin eroberte mit ihrem 79-jährigen Lebensgefährten Georg Pohlmann die Bütt als „Tünnes und Schääl“. Sie wurde von ihrem Schwiegersohn Jürgen Heno für ihr langjähriges Wirken beim Bandelovend geehrt. Nach der Pause ging es mit Susi Göckeritz, Dirk Göckeritz, Ronny Lapo, Ines Lapo und Janina Spiker ins Altersheim. Pantomimisch und überspitzt wurde die Versorgung der Senioren durch den Kakao gezogen. Ein ganz herzliches Applaus gab es für Nina Wiest. Sie musste ihren Tanz-Duo-Tanz, den sie normalerweise mit ihrer Tanzpartnerin Patricia Bock tanzt, alleine tanzen, weil Patricia sich verletzt hatte. Natürlich war Patricia mit dabei, um ihre Nina zu unterstützen. Die Gruppe A-Capella OW mit Frank Gilles, Jürgen Heno, Axel Schmitz, Albert Kessel, Moritz Heno und Thilo Schreiber begeisterte erneut mit ihrem A-Capella-Gesang. Auf bekannte Hits sangen die Jungs Texte mit Lokalcolorit, eine wunderschöne Nummer, die man sich immer wieder ansehen und -hören kann. Als Luftpumpenorchester hatten sich die Kakofoniker einmal mehr etwas ganz besonderes einfallen lassen. Sie vertonten per Fahrradluftpumpe und mit jeder Menge Puste bekannte Melodien wie beispielsweise die Petersburger Schlittenfahrt. Der Saal tobte vor Vergnügen ob der fantastischen Nummer. Einen super Tanz präsentierte zum Schluss des Programms die Showtanzgruppe der Rot-Weißen Funken Unkelbach um Manuela Böhm. Unter dem Motto Bayern trifft auf Karneval präsentierten sie auf der Mini-Bühne zum 40-jährigen Jubiläum einen Spitzentanz mit Hebefiguren. Zum Schluss gab es noch einmal einen kräftigen Applaus für alle Akteure auf der Bühne. Wieviele heimische Kräfte als Akteure die Sitzung bereichern, zeigten dann die vielen leeren Plätze im Publikum. Ein ganz dickes Lob zollte Moderator Heno allen Akteuren, der perfekten Küche von Jana und Marc Strehlow und vor allem seiner Frau Meike, die ihm bei der Organisation der Sitzung unermüdlich zur Seite stehe. Nach der rundum gelungenen Sitzung wurde noch ausgiebig mit DJ Peter Schmitz bis in die Morgenstunden gefeiert.

AB

Das kostümierte Publikum spendete viel Applaus für die hervorragend gebrachten Darbietungen.

Das kostümierte Publikum spendete viel Applaus für die hervorragend gebrachten Darbietungen.

Die Lannesdorfer Rheinfunken erorberten gleich am Beginn der Sitzung die Bühne und die Herzen der durchweg kostümierten Narren. Fotos: -AB-

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