Allgemeine Berichte | 15.09.2014

Dechant Dr. Johannes Georg Meyer wurde von den Pfarrgemeinden Remagen und Kripp in den Ruhestand verabschiedet

Viele gute Wünsche als Geleit

Gefeiert wurde die Festmesse in Konzelebration von zahlreichen Geistlichen. In ihrer Mitte stand Dechant Dr. Johannes Georg Meyer. AB

Remagen. Herzlicher hätte er wohl kaum ausfallen können, der Abschied des langjährigen Remagener Pfarrers Dechant Dr. Johannes Georg Meyer. Mit vielen guten Wünschen für die Zukunft und Dankesworten für seinen engagierten und stets liebevollen Einsatz in der Gemeinde wurde der Remagener Pfarrer am Sonntag in einer Festmesse verabschiedet. Bereits fünf Tage vorher war er als Dechant des Dekanates Remagen-Brohltal in einer Festmesse von Weihbischof Jörg Michael Peters verabschiedet worden.

Die Festmesse

Voll besetzt war bei der Festmesse das Gotteshaus. Etliche Stühle mussten in der Pfarrkirche Sankt Peter und Paul noch hinzu gestellt werden, um den vielen Gläubigen Sitzplätze zu bieten. Gefeiert wurde die Festmesse in Konzelebration von zahlreichen Geistlichen. Mit dabei waren unter anderem der Nachfolger im Amte des Pfarrers, Frank Klupsch, der Nachfolger im Amte des Dechanten, der Sinziger Pfarrer Achim Thieser, Pfarrer im Ruhestand Alfred Becker, Pfarrer im Ruhestand Gerhard Hensel, Professor Dr. Gottfried Bitter und Pater Bartholomé von der Glaubensgemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe, Kloster Apollinariskirche. Mit dabei waren aber auch Abordnungen aller 18 Schützengesellschaften und -bruderschaften aus dem Bezirk Rhein-Ahr, dessen Bezirkspräses Dr. Meyer war. Feierlich begleitet wurde die Festmesse durch die Pfarrkirchenchöre Sankt Peter und Paul Remagen, Sankt Johannes Nepomuk Kripp, den Projektchor Con Spirito Remagen und die Sinziger Turmbläser unter der Leitung von Stephan Pauly. Die Orgel spielte Dr. Michael Schmitz. Aufgeführt wurde die Missa Antiqua für Chor und Bläser von Wolfram Menschick. Die Gesamtleitung oblag Jutta Wendel. Vor seiner Predigt betonte Pfarrer Dr. Meyer, dass es ihm nicht einfach gefallen sei, für den heutigen Tag die richtigen Worte zu finden. Schon in jungen Jahren sei ihm das Wort Gottes wichtig geworden. Als Primaner habe er sich für das Theologiestudium und die Priesterweihe entschieden. In den 20 Jahren bis zur Weihe sei er vielen Menschen im Dienste Gottes begegnet. Er habe zahlreiche Priester kennengelernt mit unterschiedlichen Lebensstilen. In den 15 Jahren in Remagen und den 30 Jahren als Priester sei er vielen Herausforderungen begegnet. Er habe sicher nicht immer alles richtig gemacht. Wo er unrecht getan habe, bitte er zu vergeben. Wo ihm unrecht getan worden sei, vergebe er. „Mit euch bin ich Christ, für euch war ich Pfarrer“, betonte Dr. Meyer. Die Zukunft der Gemeinde sei möglich, wenn sich die Menschen mit ihren Fähigkeiten und Neigungen in die Pfarrgemeinde einbringen würden. „Für alle Zusammenarbeit und alles Wohlwollen danke ich. Das Leben ist wie ein bunter Herbststrauß, jeder Einzelne eine bunte Blüte“, so Dr. Meyer abschließend. Die Gläubigen dankten dem scheidenden Remagener Pfarrer mit minutenlangem Applaus. Auch die Fürbitten waren auf Pfarrer Dr. Meyer abgestimmt. Es wurde darum gebeten, dass ihm alle Mühen gelohnt werden und Gott ihn mit seinen Gnaden begleite, ihm Gesundheit, frischen Mut und heitere Gelassenheit schenke.

Reigen der Grußworte

Nach der Gabenzubereitung, der Heiligen Kommunion und dem Kommuniondank eröffnet der Pfarrgemeindevorsitzende von Remagen, Rudolf Langer, den Reigen der Grußworte und sprach dazwischen die verbindenden Worte. Dechant Achim Thieser, Pfarrer von Sinzig, sagte Pfarrer Dr. Meyer ein herzliches Dankeschön. „Du hast für uns Seelsorger immer ein offenes Ohr gehabt. Du solltest im Ruhestand nicht immer 'hier' rufen, wenn du jetzt auch 'Pastor auf Reichweite' bist“, so Dechant Thieser. Für die beiden Pfarrgemeinderäte Remagen und Kripp sprach der Vorsitzende von Kripp, Dr. Peter Ockenfels. Er begrüßte neben den zahlreichen Gläubigen und Geistlichen Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Staatssekretärin Beate Reich, Bürgermeister Herbert Georgi und die Evangelische Pfarrerin Lisa Reuter. „Traurig, aber voller Dankbarkeit vor Gott, nehmen wir heute Abschied von unserem Pfarrer Dr. Meyer. Vor 15 Jahren bei der Einführung von Pfarrer Dr. Johannes Georg Meyer habe er davon gesprochen wie gegensätzlich die Remagener als Rheinländer und der neue Pfarrer als Sauerländer seien. Doch der Riesenknall wie bei Materie und Antimaterie sei völlig ausgeblieben. Pfarrer Dr. Meyer habe seinen Primizspruch aus dem zweiten Brief an die Korinther „Wir sind nicht Herren eures Glaubens, sondern Mitarbeiter an eurer Freude“ gelebt. „Sie haben sich anrühren lassen. Sie haben immer mit den Gremien nach den besten Lösungen gesucht. Sie haben vielfältige Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen. Sie haben mit Respekt und Vertrauen die Zusammenarbeit gefördert“, sprach Dr. Ockenfels Lob- und Dankesworte und überreichte für die Gemeinderäte eine Glasmalerei, die ihn an Remagen erinnern soll. Für die Pfarrverwaltungsräte sprach Klaus Gansen. Dr. Meyer habe die Räte mit Souveränität geleitet. Es sei eine Freude gewesen, mit ihm zusammen zu arbeiten. „Besonders seine Aufrichtigkeit und Menschlichkeit habe ich am meisten an ihnen geschätzt“, betonte Gansen.

Kleine Gesten mit großem Herzen

Pfarrerin Lisa Reuter sprach von einem Jahr des Abschieds in den unterschiedlichen ökumenischen Veranstaltungen. Seit zehn Jahren gebe es die ökumenische Partnerschaftsvereinigung in Remagen. „Dr. Meyer war stets ein fleißiger Arbeiter im Weinberg Gottes. Wenn ich die viele Arbeit von ihm mitbekommen habe, habe ich oft gedacht, gut, dass du nicht Pfarrer in der katholischen Kirche bist“, schmunzelte die evangelische Pfarrerin. „Er ist ein Freund der Kinder und der Alten, ein Mensch der kleinen Gesten mit einem großen Herzen. Der Kapitän verlässt nun sein Schiff“, hob Lisa Reuter hervor. Neben einer Schiffsreise für ihn und seine Schwester, mit der er zukünftig in einer Senioren-WG lebe überreichte sie eine Schale voller Äpfel und riet ihm mit einem Gedicht über die Vorzüge des Apfels zum ständigen Verzehr dieser Köstlichkeit. Dies griff Bürgermeister Herbert Georgi in seinem Grußwort auf und meinte schmunzelnd: „Der Priester ist noch nicht ganz im Ruhestand und schon lockt Eva mit dem Apfel“. Herzhaftes Lachen war die Folge bei den Geistlichen, den Gläubigen und Dr. Meyer. Mit dem Abschied von Dr. Meyer gehe ein Teil der Identität von Remagen verloren. Für seinen Ruhestand wünschte der Bürgermeister im Namen der Remagener Bürger alles erdenklich Gute. Auch Landrat Dr. Jürgen Pföhler hob den unermüdlichen Einsatz des scheidenden Remagener Pfarrers hervor, besonders seinen Einsatz gegen „Rechts“ und für die Demokratie. „Sie haben ihr Soll mehr als erfüllt“, wünschte der Landrat einen erfüllten Ruhestand.

Persönlicher Abschied

Auch die Schützen des Bezirks Rhein-Ahr, vertreten durch Bundesmeister und Bezirkskönig Sigi Belz und den Präsident der Remagener Sankt Sebastianus Schützengesellschaft Wolfgang Strang, dankten ihrem scheidenden Bezirks-Präses Dr. Johannes Georg Meyer von Herzen. Er habe sich unermüdlich für die Schützen eingesetzt und stets ein offenes Ohr gehabt, wenn Probleme hätten bewältigt werden müssen. Nach dem Schlusslied hatten die Gemeindemitglieder im Pfarrgarten die Gelegenheit sich beim scheidenden Pfarrer Dr. Meyer persönlich zu verabschieden. In rund zwei Wochen wird Dr. Meyer Remagen verlassen und in Krefeld seinen Ruhestand am Niederrhein verbringen. Er wird dort die Gemeinde als Ruhestandspfarrer unterstützen.

Remagens Bürgermeister Herbert Georgi (li.) verabschiedete Dechant Dr. Johannes Georg Meyer aufs Herzlichste.

Remagens Bürgermeister Herbert Georgi (li.) verabschiedete Dechant Dr. Johannes Georg Meyer aufs Herzlichste.

Gefeiert wurde die Festmesse in Konzelebration von zahlreichen Geistlichen. In ihrer Mitte stand Dechant Dr. Johannes Georg Meyer. Fotos: AB

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