Allgemeine Berichte | 12.02.2015

Krankenhäuser in Remagen und Linz werden Verbundkrankenhaus

Zwei Häuser - ein Team

Remagen/Linz. Die Krankenhauslandschaft in Deutschland ist stark geprägt durch die unausgeglichene Entwicklung der Kosten und Erlöse. Um die regionale medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten, müssen sich Krankenhäuser auch den betriebswirtschaftlichen Herausforderungen stellen.

Ende Januar 2015 ging der Bewilligungsbescheid des zuständigen Ministeriums ein, der das Krankenhaus Maria Stern in Remagen und das Franziskus Krankenhaus in Linz als Verbundkrankenhaus mit zwei Standorten ausweist.

Trotz des gemeinsamen Trägers der Angela von Cordier-Stiftung mit Sitz auf der Insel Nonnenwerth trennte in der Vergangenheit die beiden Einrichtungen nicht nur der Rhein. „Historisch gesehen, haben wir uns immer wieder angenähert, zum Beispiel mit dem Bau einer gemeinsamen Zentralsterilisation, dem Labor, der Apothekenversorgung, der Leitung der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin sowie zeitweise der Pflegedirektion und des Qualitätsmanagements“, führt der kaufmännische Direktor des Krankenhauses Maria Stern, Dirk Rieck-Gangnus an. „Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit, dass wir die gemeinsamen Chancen noch umfassender nutzen.“

Nun wird aus den zwei medizinischen Einrichtungen eine Einheit mit 326 Planbetten. Davon entfallen 149 Betten auf die Innere Medizin mit den Schwerpunkten Pneumologie und Gastroenterologie, 64 Betten auf die Chirurgie, 70 Betten auf die Unfallchirurgie/ Orthopädie, fünf Betten auf die Gynäkologie sowie insgesamt 38 Betten auf die Bereiche Intensivmedizin, Weaning, Palliativmedizin und Schmerztherapie. Die medizinische Grundversorgung wird an beiden Standorten unverändert sichergestellt sein.

Das Jahr 2014 war für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beider Einrichtungen eine entbehrungsreiche Zeit, in der sie durch teilweisen Lohnverzicht die wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser wieder verbessert haben.

„Bei diesem Zusammenschluss setzen wir auf Personalumbau statt Personalabbau“, versichert Geschäftsführer André Tillmann. „Wir sprechen von einem Großprojekt, das viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einbinden wird. Dabei stützen wir uns auf unsere internen Kompetenzen.“

Zwei Häuser - ein Team: diese Worte fielen schon im Frühjahr 2014, als die Fusionsplanung bekannt wurde. „Uns ist bewusst, dass es die eine Sache ist, einen Vertrag zu unterzeichnen und sich dann als Verbundkrankenhaus mit zwei Standorten zu bezeichnen. Eine ganz Andere ist es, aus zwei Häusern ein Team zu bilden, so etwas passiert nicht von heute auf morgen. Hier werden wir mit der Zusammenführung von Bereichen beginnen, die von den Kernkompetenzen Medizin und Pflege weit entfernt liegen. So wird die Verwaltung zusammengeführt und einzelne Spezialisten aus den Bereichen Hygiene, Qualitätsmanagement und EDV werden zukünftig gemeinsam für das Verbundkrankenhaus tätig sein“, verdeutlicht der Verwaltungsleiter des Franziskus Krankenhaus Thomas Werner. „Wir haben schon im vergangenen Jahr 2014 auf die Zusammenarbeit unserer chirurgischen Abteilungen gesetzt. Die Chefärzte Prof. Jens Standop, Dr. Dieter Altmann und Dr. Rudi Auen betreuen ihre Patienten über den Rhein hinweg. Die umfassende Kompetenz und Qualität unserer medizinischen Leistungen können wir in beiden Standorten anbieten“, betont Prof. Standop.

„Gerne fahren wir zu unseren Patienten, wenn diese lieber in dem einen oder anderen Standort versorgt werden wollen.“

„Bisher haben wir die orthopädischen Eingriffe wie die Endoprothetik sowie die Bauchchirurgie einrichtungsübergreifend angeboten, weitere medizinische Kompetenzschwerpunkte werden dieses Jahr folgen“, ergänzt Dr. Altmann die Ausführungen seines Kollegen.

Für die meisten Mitarbeiter der beiden Einrichtungen werden kaum Änderungen in ihrer täglichen Arbeitspraxis zu spüren sein. Nachdem nun auch eine GmbH als Trägergesellschaft des Verbundkrankenhauses gegründet wird, werden in den nächsten Monaten die weiteren Schritte zur gemeinsamen Leitung der beiden Einrichtungen vorgenommen.

Pressemeldung

Krankenhaus Maria Stern und Franziskus Krankenhaus

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