SG Puderbach/Urbach-Dernbach/Daufenbach/Raubach, Fußball-Bezirksliga Ost
Derby endet mit unglücklicher Niederlage
Straßenhaus. „Das war eine bittere Niederlage, vor allem, wenn ich auf den Zeitpunkt des Siegtreffers blicke“, war Puderbachs Trainer Maik Rumpel nach den 95 Minuten Derbyfußball in Straßenhaus traurig. Aber er gestand am Ende auch ein, dass die Gastgeber ein deutliches Chancenplus vorweisen konnten und somit insgesamt verdient gewannen.
Allerdings mussten die Anhänger der SG Ellingen lange warten, bis sie zum ersten Mal jubeln konnten. Es dauerte eine Stunde, ehe Florian Raasch per Foulelfmeter der Anschlusstreffer in einem spannenden Derby gelang. Zuvor hatte Schiedsrichter Rainer Wulftange (Wölferdingen) einen Trikotzupfer von Puderbachs Torhüter Philipp Krokowski als elfmeterwürdig geahndet. Raasch verwandelte sicher und machte das Spiel wieder offen.
Die SG Ellingen erhöhte ihren Druck noch mehr. Dabei hatten die Hausherren bis zum 1:2 bereits dominiert, aber das Tor der SGP schien wie vernagelt. Abgesehen von der ersten Viertelstunde, hier konnte Puderbach die Partie offen gestalten, stürmten die Gastgeber, aber die Gäste erzielten die Tore. Das erste Mal bereits nach fünf Minuten. Daniel Zeiser hatte sich über die rechte Seite nach vorn geschlichen und beförderte das Spielgerät zu Benny Walkenbach. Dessen Flanke nutzte Alexander Hartstang unbedrängt zum Führungstreffer.
Treffer Nummer zwei fiel zehn Minuten nach Wiederanpfiff. Andre Neitzert hatte einen Pass von Daniel Bayer über Ellingens Torhüter Tobias Oost gelupft und so für eine eigentlich klare Führung gesorgt. Zwischen den beiden Treffern lag aber über eine halbe Stunde lange Ellinger Dominanz. In dieser Phase hatten die Ellingen Fans gleich mehrfach den Torschrei auf den Lippen. Aber Raasch (25.) oder Christian Weißenfels (27., 29.) scheiterten gleich mehrfach an den eigenen Nerven oder aber an Krokowski.
Nicht so aber fünf Minuten nach dem Anschlusstreffer. Erneut war es Raasch, der das Derby nun auch in Zahlen wieder offen gestaltete. Einen Freistoß von Stefan Zent verwertete der SG-Torjäger per Kopf zum Ausgleichstreffer. Dieser lag schon zwei Minuten zuvor in der Luft. Hier hatte aber der Puderbacher Schlussmann bei einem Schuss von Zent noch die Fingerspitzen dazwischen und lenkte den Ball an die Latte. Als dann schon alle der knapp 300 Zuschauer mit einem Remis rechneten, legten beide Seiten nochmals richtig los. Zunächst hatte Ellingens Benjamin Schmidt Glück, dass der Schiedsrichter sein Handspiel (90.+1) übersah. Nur 60 Sekunden später hatte Fedh Mestiri den Puderbacher Siegtreffer auf dem Fuß, aber Oost reagierte glänzend und lenkte den Ball an den Pfosten. Eine weitere Minute später stand Mestiri erneut im Mittelpunkt, als sein Gegenspieler Schmidt nach einem Foulspiel an ihm die Ampelkarte bekam.
Und trotzdem konnte die SGE am Schluss doch noch feiern. Hierfür nahmen die Gastgeber aber die tatkräftige Mithilfe der Rumpel-Elf in Anspruch. Freistoßspezialist Zent nahm Maß und schlug den Ball vor den Kasten der Puderbacher. Daniel Seuser konnte nicht mehr ausweichen und lenkte den Ball zum Siegtreffer in die eigenen Maschen. Dementsprechend strahlte Thomas Kahler am Spielfeldrand. „Wir haben heute richtig guten Fußball gespielt. Der Sieg ist vom Zeitpunkt her mit Sicherheit glücklich, aber allein an den Torchancen gemessen verdient.“
SG Puderbach: Krokowski, Walkenbach, Grunewald, Pucha, C. Neitzert (60. Mestiri), Bayer, Schreiber, A. Hartstang, A. Neitzert (65. Kaul), Moosakhani, Seuser.
