Spannender Aktionstag am Klettersteig Hölderstein bei Döttesfeld
In der Felswand knapp 80 Höhenmeter überwunden
Feuerwehr Puderbach demonstrierte eindrucksvoll eine Rettungsaktion
Döttesfeld. Am Klettersteig Hölderstein bei Döttesfeld wurden für Aktive einen ganzen Tag lang verschiedene Aktionen angeboten. Die erste Aktion führte Verbandsbürgermeister Volker Mendel aus. Er weihte im Beisein des Ortsbürgermeisters Martin Fischbach die neue Schutzhütte am Fuße des Klettersteiges ein. Dort können Wanderer auf den Bänken in der Hütte rasten oder Schutz bei schlechtem Wetter suchen. Das Alphornecho Westerwald übernahm die musikalische Untermalung der Veranstaltung. Tische und Bänke waren aufgebaut und der Grill wurde angeworfen. Nachmittags gab es eine reichliche Kuchenauswahl. Die Kletterschule hatte außerdem einen mobilen Kletterpfad zwischen hohen Bäumen aufgebaut. Nicht nur die Kinder hatten ihren Spaß. Auch Erwachsene trauten sich auf die schwankenden Gurte in luftiger Höhe. Wer wollte, konnte einmal das gesicherte Klettern auf und in den Bäumen ausprobieren. Die Hauptattraktion des Tages war natürlich der Klettersteig an sich. Über Krampen, Steigbügeln, Stiften, drei Leitern sowie eine Brücke musste ein Höhenunterschied von circa 80 Metern überwunden werden. Dies geht nur im gesicherten Modus mit passendem Klettergeschirr, das den Kletterern fachgerecht angelegt und kostenfrei zur Verfügung gestellt wurde. Wer wollte, konnte sich direkt neben dem Klettersteig wieder abseilen.
Mancher stellte sich die Frage, was passiert, wenn man sich im Klettersteig verletzt und nicht mehr alleine herauskommt? Die Feuerwehr Puderbach hilft in diesen Fällen. Wie das funktioniert, demonstrierte die Absturzgruppe der Feuerwehr nachmittags eindrucksvoll. Das Einsatzszenario lautete: „Mitten im Klettersteig hat sich eine Person den Fuß gebrochen und kann nicht mehr auftreten.“ - Die verletzte Person heraustragen ist am Klettersteig nicht möglich. Insofern muss eine Seilbahn aufgebaut werden, an der die verletzte Person, in einer Trage festgeschnallt, zu Tal gelassen wird. Die Sicherung der Einsatzkräfte und der verletzten Person hat dabei absolute Priorität. Die zahlreichen Zuschauer verfolgten gespannt die aufwändige Rettungsaktion. WT
