Allgemeine Berichte | 11.01.2013, 11:43 Uhr

Klärwerk Hölzchens Mühle wird umgebaut

Werkleiter Eckhardt Gönner (Mitte) erklärt Bürgermeister Volker Mendel (rechts) die Funktion der Pumpen im neuen Maschinenraum. WT

Puderbach. Das Puderbacher Klärwerk Hölzchens Mühle wird umgebaut und auf den neuesten Stand gebracht. Es ist keine leichte Aufgabe für die Werke der Verbandsgemeinde Puderbach ein solch großes Klärwerk bei laufendem Betrieb umzubauen. Startschuss war im Herbst 2010 und die endgültige Fertigstellung ist im Jahr 2017 geplant. Es ist eine gewaltige Baumaßnahme, deren Volumen bei 12 bis 14 Millionen Euro liegt. Davon sind derzeit im ersten Bauabschnitt rund 2,5 Millionen Euro verbaut. Der dickste Brocken wird im zweiten Bauabschnitt kommen. Dort werden die neue Schlammschiene und der Faulturm errichtet. Der Faulturm dient zur Nachbehandlung des anfallenden Klärschlammes.

Im Faulschlamm lösen sich unter anderem Faulgase wie Methan. Das aufgefangene Gas wird künftig energetisch verwertet. Es wird zur Erzeugung elektrischer Energie in einem Blockheizkraftwerk verwendet werden. Diese erzeugte Energie kann zu 80 Prozent selbst genutzt werden. Damit wird die neue Kläranlage energetisch unabhängig. Sie ist bislang der größte Stromverbraucher in der Verbandsgemeinde. „Im Bereich des Abwassers fallen jährlich 336.000 Euro an Stromkosten an“, ist aus dem Rathaus zu hören. Wie Werkleiter Eckardt Gönner erklärte, „sind die neuen Bauwerke des Klärwerks auf die nächsten 50 Jahre ausgelegt und damit auch eine Investition für die kommende Generation“.

Zurzeit werden die Pumpen im neuen Maschinenhaus installiert. Sie sind wesentlich leistungsfähiger und verbrauchen deutlich weniger Strom. Im Umbau befindet sich auch die Gebläsestation. Die Erneuerung war erst im dritten Bauabschnitt vorgesehen. Es zeigte sich jedoch, dass die bisherigen Gebläse nicht mehr die erforderlichen Leistungen erbringen. So war hier eine Planungsänderung erforderlich und der direkte Einbau von zwei neuen Gebläsen. Zwei weitere Gebläse kommen kurzfristig hinzu. Der Umbau im laufenden Betrieb erfordert viel Flexibilität von allen Beteiligten. „Es ist keine leichte Aufgabe“, meinte Verbandsbürgermeister Volker Mendel. Im laufenden Jahr wird der Abwasserpreis noch stabil bleiben. Für 2014 muss er neu kalkuliert werden. Die enormen Investitionen werden voraussichtlich eine Anpassung erforderlich machen. WT

Die ersten beiden neuen Gebläsestationen sind angeliefert.

Die ersten beiden neuen Gebläsestationen sind angeliefert.

Werkleiter Eckhardt Gönner (Mitte) erklärt Bürgermeister Volker Mendel (rechts) die Funktion der Pumpen im neuen Maschinenraum. Fotos: WT

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Wir helfen im Trauerfall
Shopping Genuss Abend Ahrweiler / o.B. Sponsoring
Titel 24H Notdienst
Ahrweiler Weinwochen
Stellenanzeige 087-2026
50 jähriges Jubiläum / Danksagung
Pellenzer Lehrstellenbörse
Sonderseite Flowcraft
Empfohlene Artikel
Symbolbild.
112

Die zweite Septemberwoche bringt Bewegung in festgefahrene Situationen und sorgt bei vielen Sternzeichen für Momente, in denen Entscheidungen nicht länger aufgeschoben werden können. Zwischen beruflichem Ehrgeiz, privaten Bedürfnissen und dem Wunsch nach mehr Ausgeglichenheit entsteht eine interessante Mischung: Manche Vorhaben nehmen endlich Fahrt auf, während andere zunächst einen Umweg verlangen.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Ein Neubau aus den 1970er Jahren neben einer historischen Villa im Stadtteil Bad Godesberg.
85

Unteres Mittelrheintal. Aktuell steht es um die Denkmäler und historischen Gebäude in der Region des Unteren Mittelrheintals nicht besonders gut. Zahlreiche Gebäude wurden oder werden derzeit zum Abriss freigegeben oder stehen für einen solchen zur Diskussion. In Rheinbreitbach die Burg Steineck, in Unkel das Mieshaus, in Andernach das Rheinhotel und in Rolandseck das ehemalige Hotel „Zum Anker“ – um nur einige Beispiele zu nennen.

Von Thomas Napp

Weiterlesen

Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor.Foto: St. Nikolaus-Stiftshospital/Holger Lindner
104

Rheinland-Pfalz bestätigt breites medizinisches Leistungsspektrum und stärkt das St. Nikolaus-Stiftshospital als wichtigen Standort

Krankenhaus Andernach geht gestärkt aus neuer Leistungsgruppenzuteilung hervor

Andernach. Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor. Durch die zugewiesenen Leistungsgruppen werden rund 99,5 Prozent des bisherigen Leistungsspektrums vollständig abgebildet. Das Krankenhaus sowie der Träger, die Stiftung St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach, sehen darin die hohe medizinische Qualität und breite Expertise des Hauses bestätigt.

Weiterlesen