Industriepark Daufenbach-Linkenbach
Ministerin brachte 1,1 Millionen Euro mit
Eveline Lemke übergab Förderbescheid für den Industriepark
Dürrholz/Linkenbach. „1,1 Millionen Euro habe ich mitgebracht“, sagte die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Grüne), als sie den Industriepark Daufenbach-Linkenbach in der Verbandsgemeinde Puderbach besuchte. Zuvor war die Ministerin von Landrat Rainer Kaul, VG-Bürgermeister Volker Mendel und seinem Vorgänger Wolfgang Kunz, Ortsbürgermeister Achim Hoffmann (Linkenbach) und seiner Kollegin Anette Wagner (Dürrholz) sowie Harald Schmillen (Mittelstandsförderung im Landkreis Neuwied GmbH) empfangen worden. „Diese Förderung ist sinnvoll angelegtes Geld für eine tolle Entwicklungsmaßnahme vor Ort, also eine Infrastruktur verbessernde Maßnahme“, lobte Eveline Lemke das 13 Hektar große Projekt, von dem bereits acht Hektar an fünf Unternehmen, die sich hier bereits angesiedelt haben, verkauft wurden. Die Landesförderung von 42,5 Prozent für das drei Millionen Euro teure Industriegebiet stammt laut Lemke aus dem Finanzausgleichsgesetz (FAG), da hier 50 Dauerarbeitsplätze entständen.
Da ist Verbandsbürgermeister Volker Mendel, der den Förderungsbescheid erhielt, sehr zuversichtlich: „Wir führen für die übrigen sieben Hektar derzeit Verhandlungen mit drei Unternehmen“, erläuterte er der Ministerin und weiter: „Wir glauben, dass wir in etwa drei Jahren Vollzug melden können.“ Harald Schmillen, der gemeinsam mit der VG Puderbach das Gebiet vermarktet, hob die Vorteile hervor: „Die Flächen können für die Unternehmen nach Wunsch zugeschnitten werden, wobei das größte Grundstück 35.000 Quadratmeter umfassen kann“, sagte der MFG-Geschäftsführer. Ex-Bürgermeister Wolfgang Kunz, der an der Entwicklung des Industrieparks maßgeblich beteiligt war, verwies auf die hervorragende Zusammenarbeit der Gemeinde Dürrholz mit der Gemeinde Linkenbach, die ebenfalls Flächen zur Verfügung stellte, da der Industriepark sonst viel zu klein geworden wäre. Das gilt auch für die Ausgleichsflächen in Form von Wald, Hecken und Wiesen, für die sich die benachbarten Gemeinden bereit erklärt hatten. So konnte als Ausgleich fast drei Mal so viel Naturfläche geschaffen werden als vom Industriepark benötigt werden.
Die 1,1 Millionen Euro werden verrechnet mit den drei Millionen, für die der Industriepark unter anderem mit Glasfaserkabel für superschnelles Internet erschlossen wurde.
So kommt auch der niedrige Verkaufspreis von nur 25 Euro pro Quadratmeter (voll erschlossen) zustande.
Landrat Rainer Kaul dankte der Ministerin für die Förderung, weil sie dem Kreis Neuwied sehr zugetan sei und die Ansiedlung von Unternehmen und die Förderung von Arbeitsplätzen unterstütze.
HEP
