Urbach beim Wettbewerb “Unser Dorf hat Zukunft”
Mit gutem Beispiel voran!
Urbach. Im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ spielt bürgerschaftliches Engagement eine wichtige Rolle. Die Bürgerschaft in Urbach hat in dieser Rolle schon lange Übung und in den letzten zwei Jahren manches auf die Beine gestellt.
Neben den durch Vereine organisierten Aktionen haben sich in den letzten Jahren auch einige Interessengruppen gefunden, die gezielt Projekte bearbeiten. Hierzu zählt die Gruppe von Frauen, die regelmäßig den Gemeindegarten in der Mittelstraße bewirtschaften. Eine Gruppe von über zehn Frauen bildet das Seniorenkaffee-Team, das in etwa sechswöchigem Abstand zu Kaffee und Kuchen ins Haus am Hochgericht einlädt. Hier werden regelmäßig selbst gebackene Kuchen serviert. Die Zahl der Helfer im Seniorenkaffee ist inzwischen mit den Kuchenbäckerinnen auf über 20 Personen angestiegen. Zusätzlich gibt es zwei Kümmererinnen in Urbach, die sich um die Belange der Senioren kümmern und Ansprechpartner sind. In den letzten beiden Jahren wurden viele Arbeiten in und um Urbach von freiwilligen Helfern durchgeführt. Die Aktionen wurden von der Gemeinde, vom Verschönerungsverein und teilweise auch in Eigeninitiative einzelner Bürger geplant und durchgeführt.
Es wurden acht neue Bänke aufgestellt. Die Aufarbeitung der Kriegerdenkmäler kostete viele Arbeitsstunden. Die Denkmäler wurden freigeschnitten und gereinigt. Am Denkmal am Harschbacher Kirchweg wurde eine neue Tafel angebracht. Das Kreuz wurde vom Urbacher Metallbauer Marc Fuchs gespendet, Lothar Hümmerich sponserte die Umpflanzung mit Eiben. Am Urbacher Denkmal wurde zusätzlich die Mauerabdeckung erneuert und die Pflanzung pflegeleichter gestaltet. Die Baumschule Funk spendierte den Rindenmulch, die dort aufgestellt Bank wurde von der Firma Speier Transporte finanziert. Handlungsbedarf gibt es in einer Gemeinde immer. Nachdem es im Frühjahr zu Beschwerden gekommen war, weil Pfützen den Rundweg am Weiher unpassierbar machten, waren Bürger an vier Samstagen im Einsatz. Zwei Nassstellen wurden erfolgreich drainiert. Abflussgräben wurden gereinigt und neue Rohre verlegt, der Wegbelag teilweise erneuert. Exemplarisch für die geleistete Arbeit ist zu benennen, dass an vier Samstagen von 15 Männern zwischen 15 und 75 Jahren 156 Arbeitsstunden unentgeltlich geleistet wurden.
Die „unruhigen Rentner“, wie sie sich selbst nennen, kümmerten sich um Ruheplätze im Urbachtal. Sie rissen die marode Hütte am Eingang des Tales ab und gestalteten mit finanzieller Unterstützung des Verschönerungsvereines einen neuen Unterstand. Weiter unten im Tal an der Furt wurde ein zweiter Sitzplatz angelegt. Die rustikalen Sitzmöbel aus schweren Stämmen wurden vom Baumdienst René Baumann zur Verfügung gestellt und auch passend geschnitten.
„Urbach hat seit Jahrzehnten vom starken Engagement der Bürgerinnen und Bürger profitiert. Zum Anschluss der Wettbewerbsteilnahme ist ein Treffen im Dorfgemeinschaftshaus geplant. Dort soll die Gelegenheit sein, sich bei Helferinnen und Helfern zu bedanken. Dieses Treffen bringt aber auch die ganz unterschiedlichen Menschen ins Gespräch. So entstehen neue Ideen, wie wir die Zukunft gemeinsam gestalten“, teilt Ortsbürgermeisterin Brigitte Hasenbring mit.
Für Verschönerung und Instandhaltung Urbachs setzen sich verschiedene Bürgerinitiativen ein.
