Fußball in der Bezirksliga Ost in der Saison 2015/16
SG Puderbach rutsch weiter ab
Bezirksligist verschläft erneut die erste Hälfte und unterliegt mit 0:3
Wirges. Eigentlich hätte Oliver Haag nur in der Vorwoche nachblättern müssen, um ein Grundfazit nach der 0:3-Niederlage bei der SpVgg Wirges zu finden und vortragen zu können. Denn wie vor acht Tagen in Wissen war die Partie auch in Wirges bereits nach 45 Minuten entschieden. Beim Seitenwechsel führten die Gastgeber deutlich mit 3:0 und hatten die Punkte fast schon eingetütet. „Bis zur Pause hat bei allen Spielern die Einstellung gefehlt“, ärgerte sich der Puderbacher Coach maßlos über die Vorstellung seiner Mannschaft. Dies änderte sich zumindest nach dem Wechsel wie auch der Wirgeser Trainer Gabriele Carrozzo eingestand. „Wir haben dann wohl dann einen Gang zurückgeschaltet und so den Faden verloren“. Allerdings reichte es bei den Gästen dann nicht, um genau diesen Faden aufnehmen zu können. Zwar gab es nun auch ein paar gelungene Offensivaktionen, aber Zählbares sprang unter dem Strich nicht heraus. Und hier offenbarte sich wohl auch das größte Dilemma der SG Puderbacch. Mit gerade einmal sechs Treffern verfügen die Rot-Schwarzen über die schwächste Angriffsabteilung der Bezirksliga.
So blieb es am Ende beim deutlichen Erfolg, den die Oberligareserve aber auch nur einem Akteur zu verdanken hatte. Daniel Bode war es, der an diesem Abend im Alleingang für den weiteren Verlauf des Wirgeser Höhenfluges, zehn Punkte aus den letzten vier Spielen, verantwortlich wurde. Mit seinen drei Treffern sorgte er somit auch den ersten Heimsieg der Gastgeber in dieser Saison. Der Startschuss der Bode Gala fiel bereits in Spielminute acht. Eine tolle Vorarbeit von Jannik Sturm verwertete er in feiner Abstauber-Manier zum Führungstreffer. Nach einer guten halben Stunde eine ähnliche Situation. Jetzt war Justin Keller mit einem Freistoß Vorbereiter und Bode brauchte erneut nur den Fuß hinzuhalten, um zu vollenden. Für den endgültigen Puderbacher KO sorgte Bode dann kurz vor dem Pausenpfiff als er, einen schulmäßigen Konter, locker zum Treffer Nummer drei abschloss. Damit war die Partie gelaufen. Daran änderte auch die wesentlich offenere zweite Hälfte nichts mehr. Somit bleibt dann nur noch die Rote Karte von Henrik Sawadsky als einzig erwähnenswerte Aktion nach der Pause. Die hatte er wegen Nachtretens von Schiedsrichter Lukas Kemper (Alpenrod), zwei Minuten vor Spielende, erhalten.
SG Puderbach: Krokowski, Chebah, Pucha, Grunewald, Arndt (71.Weber), Greif (71.Stefanovic), Aller, Bayer (46.Nunheiser), Hartstang, Seuser, Sawadsky.
