SPD Ortsverein Verbandsgemeinde Puderbach
SPD hält an dezentraler Unterbringung von Flüchtlingen fest
Puderbach. Neben den Themen „Kindergarten Dernbach“ und „Entwicklung Hedwigstal“ stand das Thema „Flüchtlinge und ihre Unterbringung in der Verbandsgemeinde“ im Mittelpunkt. Die SPD sah die Notwendigkeit einer Verbesserung der personellen Betreuungsinfrastruktur und hielt an einer dezentralen Unterbringung in kleinen Gruppen fest. Während die Themen „Kindergarten Dernbach“ und „Entwicklung Hedwigsthal“ nach Ansicht der Puderbacher SPD auf einem guten Weg sind, bereitet das Thema „Flüchtlinge“ auch auf Ebene der Verbandsgemeinde einiges Kopfzerbrechen. Der Bürgermeister der VG Volker Mendel berichtete über die bisher vorliegenden Erfahrungen. Der Kreis Neuwied wird in diesem Jahr circa 1700 Bürgerkriegsflüchtlinge und Asylbewerber aufnehmen müssen, der Anteil davon für die Verbandsgemeinde Puderbach liegt bei circa 140 Menschen. Zurzeit sind circa 90 Flüchtlinge im Bereich der VG Puderbach untergebracht, deren Asylerfahren noch nicht abgeschlossen ist oder schon negativ beschieden ist. Die Unterschiedlichkeit stellt die Verbandsgemeinde vor größere Probleme, da nicht klar ist, ob die Menschen hier bleiben, oder ob sie nur für eine kurze Übergangszeit hier sind. Mendel bedauerte, dass – im Gegensatz zu den 90er Jahren – keine personelle Infrastruktur bereitsteht, um die Flüchtlinge zu betreuen. Das ehrenamtliche Engagement der Bürger und Bürgerinnen ist hoch, kann aber natürlich keine professionelle Betreuung ersetzen. Große Unterstützung im SPD-Vorstand fand Mendel, als er sich für die dezentrale Unterbringung der Flüchtlinge aussprach. Nach Ansicht des SPD-Vorstandes ist eine Unterbringung in kleinen Gruppen mit weniger Konflikten und einer besseren Betreuung verbunden, als die Unterbringung in großen Gruppen in einem Ort. Auch für die Kinder bemüht sich die Verbandsgemeinde, Sorge zu tragen. Allerdings ist die Zahl der schulpflichtigen Kinder, um die sich die Grundschulen und die Realschule plus kümmern, noch gering. Insgesamt fordert die SPD, dass nicht jede Verbandsgemeinde in Projektform vor sich „hinbasteln“ muss, sondern dass bald Gesamtkonzepte vorhanden sein müssen. Das Thema eines „Einwanderungsgesetzes“ wurde ebenfalls diskutiert. Allerdings waren sich die Vorstandsmitglieder im Klaren, dass die Flüchtlingsproblematik aus dem Westbalkan nur gestoppt werden kann, wenn es gelingt, dort akzeptable Lebensbedingungen und Entwicklungschancen zu bieten. Pressemitteilung SPD OrtsvereinVerbandsgemeinde Puderbach
