Museumsscheune Woldert abgebrannt
Unersetzliche Werke wurden Opfer der Flammen
Woldert. Am Mittwoch, 3. Dezember ging gegen 17.20 Uhr bei der Puderbacher Feuerwehr der Alarm ein, dass in Woldert die Museumsscheune in Brand steht. Beim Eintreffen der Feuerwehren stand die Scheune bereits in Vollbrand. Es gelang den Wehren, durch einen Rundumangriff die angrenzenden Nachbargebäude zu retten und ein Übergreifen der Flammen zu verhindern. Die Scheune selbst war nicht mehr zu retten. Im Einsatz waren die Feuerwehren Puderbach, Raubach, Oberdreis und Dierdorf und das Deutsche Rote Kreuz mit mehreren Fahrzeugen. Nachdem der Brand unter Kontrolle war, wurden mit der Dierdorfer Drehleiter die Glutnester und einzelne Brandherde von oben bekämpft. Das Dach war großteils eingestürzt und das ganze Gebäude augenscheinlich einsturzgefährdet, sodass die Feuerwehrleute das Gebäude nicht betreten konnten.
Zum Glück kamen keine Personen zu Schaden. Die Brandursache ist noch ungeklärt. Es gibt derzeit keine Hinweise auf Brandstiftung. Die Ermittlungen der Polizei dauern noch an. Der Schaden dürfte im sechsstelligen Bereich liegen.
Dem liebenswerten Museumsbesitzer, der 30 Jahre lang mit viel Engagement Altertümchen gesammelt hatte, ging bei dem Brand das Lebenswerk verloren. Historische landwirtschaftliche Geräte und Haushaltsausstattung aus Großmutters und Urgroßmutters Zeit konnten bestaunt und benutzt werden. Die Scheune war ein gemütlicher Platz, der gern auch für Feierlichkeiten genutzt wurde. Der Hausherr spielte sogar hin und wieder mit Akkordeon und Geige zu Tanz und Gesang auf. Bei Festen gab es Kaffee, Kuchen und Eierkäse. Fröhlicher Gesang erfüllte oft das Museumsgebäude.
Dem Ort Woldert ging eine besondere Attraktion verloren. Die Schadenshöhe kann noch nicht abgeschätzt werden, aber der ideelle Schaden ist immens, weil zum großen Teil unersetzlich Werte vernichtet wurden. Nur kleiner Teil der Ausstellungsstücke im Nebengebäude konnten vor den Flammen geschützt werden.
Nach dem großen Brand mussten noch einzelne Glutnester und Brandherde bekämpft werden.Fotos: WT
