Grundschule Raubach verabschiedete ihre Rektorin Gudrun Spaniol-Nell
„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“
Raubach. Zum Ende des ersten Schulhalbjahres wurde Gudrun Spaniol-Nell, Leiterin der Grundschule in der Au in Raubach, in den Ruhestand verabschiedet. Es war eine lange, schöne und bewegende Abschiedsfeier, die die Schüler, Kollegen und Weggefährten ihr bereiteten. Das Verabschiedungsprogramm stand unter dem Motto „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“. Reisen gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen der scheidenden Schulleiterin, die nun die passive Phase der Altersteilzeit antritt.
Bevor Gudrun Spaniol-Nell die Leitung der Grundschule in Raubach übernahm, war sie an verschiedenen Schulen tätig. Sie unterrichtete an der Dualen Oberschule in Hachenburg, an der integrierten Gesamtschule in Horhausen und als Konrektorin an der Grundschule in Flammersfeld. „Die Erfahrungen, die Sie mitgebracht haben, und natürlich als Raubacher Bürgerin auch die Verbundenheit zur Region, waren für die Grundschule und den Schulträger nur von Vorteil“, sagte Verbandsbürgermeister Volker Mendel. Er hob die Fachkompetenz und das erfolgreiche Wirken der scheidenden Rektorin heraus. Die Grundschule Raubach genieße einen guten Ruf, attestierte Mendel. Im Rückblick erinnerte sich der Bürgermeister an den großen persönlichen Einsatz von Gudrun Spaniol-Nell bei der Planung und der Errichtung des Neubaus des Grundschulgebäudes. „Immer war zu spüren, dass das Wohl der Grundschule Raubach für Sie obenan steht. Diese engagierte Haltung hat wesentlich dazu beigetragen, dass Sie bei Schülern, Eltern und im Kollegium gleichermaßen beliebt sind“, hob Volker Mendel bei seiner Rede hervor. Als äußeres Zeichen des Dankes überreichte er der scheidenden Rektorin den Zinn-Wappenteller der Verbandsgemeinde Puderbach.
Für die Moderation der Verabschiedung zeichneten sich die Schüler Janine und Max aus der Klasse 4b verantwortlich. Die einzelnen Klassen hatten eine Reihe von Beiträgen vorbereitet und brachten sie auf die Bühne; es waren Lied-, Tanz- und Redebeiträge. Schulleiterkollege Wolfgang Runkel aus Puderbach plauderte ein wenig aus dem Nähkästchen, was zur Belustigung der Veranstaltung beitrug. Viele hatten sich zum Abschied von Gudrun Spaniol-Nell zu Wort gemeldet. Es sprach die Regierungsschuldirektorin Hess, Superintendent Pfarrer Wolfgang Eickhoff, die Personalrätin Born, der Schulelternbeirat und die Schulleiterkollegin Andrea Theisen-Welsch aus Dierdorf. Das Kollegium trug das Spaniol-Nell-ABC vor. Dabei gab es einen Einblick in das gute freundschaftliche Miteinander. So stand das „G“ und „H“ für „großes Herz“. Bei dem „I“ spielte das Wort „irgendwie“ eine große Rolle. Gudrun Spaniol-Nell fand für alle Probleme „irgendwie“ immer eine Lösung. Das „R“ stand für Reisepläne, davon gibt es, so war zu hören, eine ganze Menge, die nun nach und nach in die Tat umgesetzt werden. Mit „Z“apperlott – jetzt ist Schluss, ein beliebter Ausspruch der Schulleiterin, beendete auch das Kollegium seinen Vortrag.
Als Abschiedsgeschenk gab es einen Koffer mit einem Foto der Kinder in Herzform. Ihr Ehemann meint: „Den finden wir auf Anhieb auf jedem Gepäckband“. Die scheidende Rektorin Spaniol-Nell dankte allen für die gute Zusammenarbeit und den schönen Abschied. In Richtung ADD, der Schulaufsicht, meinte sie: „Mit der ADD haben wir viele Kämpfe ausgetragen. Wir haben sie alle gewonnen“. Am Ende der Veranstaltung umarmten ganz viele Kinder Gudrun Spaniol-Nell und wollten sie überhaupt nicht mehr loslassen.
WT
