Fördermittel für den Frauennotruf Koblenz e.V.
Antrag der GRÜNEN Fraktion angenommen
Haupt- und Finanzausschuss beriet sich
VG Rhein-Mosel. Im öffentlichen Teil des Haupt- und Finanzausschusses wurde über einen Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN beraten. Hierbei ging es um Fördermittel für den Frauennotruf Koblenz e.V. im Haushaltsjahr 2015. „Es liegt in der Natur der Sache, dass der Frauennotruf e.V. kein Verein ist, der sich durch Mitgliederbeiträge finanziert. Auch erhält er nicht so viele Spenden wie die großen gemeinnützigen Vereine, die zudem bundesweit aus Fördermitteln schöpfen können. Dabei sprechen wir hier von über der Hälfte der Bevölkerung, für die der Frauennotruf Hilfe in Notlagen leistet. Allerdings handelt es sich bei häuslicher und sexualisierter Gewalt immer noch um ein Tabuthema. Nur so kann man sich erklären, dass Förderanträge von einem solch wichtigen Verein in den meisten Verbandsgemeinden bisher unbeachtet bleiben. Daher war es uns ein Anliegen, den Förderantrag des Frauennotrufs mit einem eigenen Antrag zu unterstützen.“ sagt Jutta Wein, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im VG Rat Rhein-Mosel. Wie sich am Informationsabend zum Thema „Gewalt an Frauen“ des Ortsverbandes der GRÜNEN herausstellte, kommen 25 % der eingehenden Notrufe und Fälle aus dem Kreis MYK. Der Anteil an direkt oder indirekt betroffenen Kindern und Jugendlichen betrug 2013 74,8 % aller Fälle. Obwohl der Frauennotruf vieles auf ehrenamtlicher Basis leistet, werden qualifizierte Fachkräfte unterschiedlicher Bereiche benötigt, um den Opfern adäquat helfen zu können. Darüber hinaus arbeitet der Verein präventiv und bietet zum Beispiel Selbstverteidigungskurse für Mädchen und Frauen an. Das alles kostet Geld, wofür auch die Kommunen aufkommen müssen. „Wir freuen uns, dass der Antrag trotz kontroverser Diskussion mit überwiegender Mehrheit angenommen wurde. Dieser Entscheidung sollten nun weitere Verbandsgemeinden folgen, damit Opfern auch zukünftig Hilfe zuteil wird“, so Judith Haag, Fraktionsmitglied BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Pressemitteilung
BÜNDNIS 90/DIEGRÜNEN
Fraktion VG Rat Rhein-Mosel
