Theater AG der Realschule plus Untermosel spielte Szenen von Loriot
Attacke auf die Lachmuskeln
Erlös von insgesamt 1300 Euro wurde an das Ambulante Kinderhospiz Koblenz übergeben
Kobern-Gondorf. „Ja, wo laufen sie denn!“ Es wird kaum jemanden geben, der diese köstliche Szene aus dem Repertoire Loriots nicht kennt. An diesem Abend liefen die Mitglieder der Theater AG aufgeregt hin und her, das Lampenfieber hatte sie gepackt. Wochenlang hatten sie unter der Leitung der Theaterpädagogin Angelika Dormeyer und mit Unterstützung von Wolfgang Wilke Szenen von Loriot einstudiert, um sie jetzt dem Publikum unter dem Titel „Achtung! Eltern allein zu Haus!“ zu präsentieren. Elf Schüler der Klassen 6 bis 9 schlüpften in die Rolle von Erwachsenen und spielten die bestens bekannten, absurden Alltagsszenen, die Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, kreiert hatte.
Paula Kaufmann, Hanna Oberle, Sarah Lee Rommelfanger, Claudia Debrich, Jilyara Funk, Julia Schunk, Kim Eisenbach, Eric Bederke, Alan Mamin, Sascha Feld und Alexandro Breitbach attackierten mit ihrem Spiel die Lachmuskeln und sorgten für einen sehr unterhaltsamen Abend.
Zuvor begrüßten Wolfgang Wilke und Angelika Dormeyer die Anwesenden. In ihren einführenden Worten erläuterte Dormeyer den Zweck der Aufführung, die nicht nur dem Amüsement diente. Einnahmen der jährlichen Theaterstücke werden immer einem guten Zweck zur Verfügung gestellt. In diesem Jahr wurden sie dem Kinderhospiz in Koblenz gespendet. Das Kinderhospiz unterstützt mit seiner Arbeit lebensbegrenzt erkrankte Kinder und deren Familie. Die Spendenübergabe erfolgte symbolisch gleich zu Beginn, obwohl die Einnahmen dieses Abends noch nicht feststanden, um das Stimmungshoch am Theaterende nicht zu trüben. Katja Masendorf vom Kinderhospiz Koblenz bedankte sich herzlich für die Spende und sagte an die anwesenden Eltern gerichtet, mit Blick auf die Mitglieder der Theater AG: „Sie alle haben gesunde Kinder, sie werden heute Abend besonders stolz auf sie sein.“ Die Kinder und Jugendlichen begannen mit Erläuterungen zu Loriots Leben und Wirken: „Der Ernst des Lebens ist so heiter wie Loriot.“ Es folgten dreizehn Szenen, so bravourös und pointenreich dargestellt, dass Loriot mit Sicherheit sehr stolz gewesen wäre, zum Beispiel: ein Fernsehabend, auf der Rennbahn, ein Lottogewinn oder die Herren im Bad. Insgesamt erzielte die Theater AG der Realschule plus Untermosel bei den Aufführungen des vergangenen und dieses Jahres einen Betrag von 1.300 Euro. Damit unterstützen die Schüler die schwierige Arbeit des Kinderhospizes Koblenz, das mit diesem Geld den Kindern und ihren Familien ein wenig Freude bringen kann.
