Allgemeine Berichte | 12.05.2015

Schülergruppe der Realschule plus Untermosel besuchte Partnerstadt in Frankreich

Au revoir, Kobern-Gondorf - Bonjour Corbigny!

Eine Schülergruppe der der Realschule plus Untermosel besuchte die französiche Partnerstadt Corbigny. privat

Kobern-Gondorf. Au revoir, Kobern- Gondorf - Bonjour Corbigny! So hieß es auch in diesem Jahr wieder für Schülerinnen und Schüler der Realschule plus und FOS Untermosel. Nach den Französischstunden auf der Schulbank stand für 18 Jugendliche der Klassen 6 bis 9 im Rahmen eines Schüleraustausches der Praxistest in Kobern-Gondorfs Partnerstadt an. Und zwar als Jubiläumstour: Mit der Schule „Collège Noel Berrier“ pflegt man nun seit mittlerweile 25 Jahren eine Partnerschaft.

Nachdem die Franzosen aus dem Burgund im letzten Jahr die Realschule plus und FOS Untermosel besucht hatten, reiste nun Französischlehrin Sandra Keller mit Unterstützung ihres Kollegen Gordon von Glasow nach Frankreich. Et voilà: Nach 575 km und zehn Stunden Busfahrt trafen die Moselaner im Herzen Frankreichs ein - für sechs Tage voller Sonne und Erlebnisse. Madame Giraud, die dortige Deutschlehrerin, hatte gemeinsam mit Sandra Keller die Unterbringung der Schüler bei Gasteltern organisiert, die ihnen nun gemeinsam mit dem Rektor in der Schule einen herzlichen Empfang bereiteten. Nach freundlichen Worten des „principal“ begrüßten die jungen Franzosen jeweils „ihren“ deutschen Gastschüler und boten eine kleine Stärkung an - quasi eine erste Lektion zur feinen französischen Küche. Das Gepäck wurde nun in die Familienautos umgepackt und die Kinder fuhren ins französische Wochenende. Beim gemeinsamen Samstagsbrunch in der Schule tauschten sich die Schüler über ihr neues Leben als „Gastfranzosen“ aus, um dann bis Montag in der Familie zu bleiben.

Ihre Erlebnisse dort waren vielfältig. Bei herrlichem Sonnenschein führten die Gasteltern mit ihren deutschen Gästen verschiedene Aktivitäten durch: Eine Radtour zum „Canal du Nivernais“, einen Spaziergang an einem der großen Seen, angeln oder Tretboot fahren. Andere fuhren zum Hochseilgarten oder zeigten „ihren Deutschen“ Vézélay: Ein Bergdorf mit einer prächtigen Wallfahrtskirche, geadelt von der UNESCO als Weltkulturerbe.

Am Montag tauchten die jungen Deutschen nun in das französische Schulleben ein. Gewöhnungsbedürftig: Eine Schulstunde dauert 55 Minuten und der reguläre Schultag bis 16.40 Uhr. Doch so ganz alltäglich war der Schultag dann doch nicht: Mittags unternahmen die Moselaner eine Stadtrallye durch die verträumten Gassen des 1700-Seelen-Ortes Corbigny. Anschließend stand ein gemeinsamer Sportnachmittag mit den Franzosen an. Zur Wahl standen Tischtennis, Baseball und Fußball. Klarer Fall, wofür sich die Jugend der Weltmeisternation größtenteils entschied ...

Am Dienstag unternahmen die jungen Europäer eine Bustour durch die Berglandschaft des Morvan. Ziel war mit einer Höhe von 820m der burgundische „Erbeskopf“, der Mont Beuvray. Dort oben hatten Archäologen im Waldboden eine große keltische Ruinenstadt aufgespürt: Bibracte. Eine deutsche Führung im Museum am Fuße des Berges klärte die Moselaner über das wahre Leben von Asterix‘ Zeitgenossen auf. Anschließend picknickte die Reisegruppe gemeinsam auf einem Waldrastplatz. Per Bus fuhr man danach zu einem prächtigen Aussichtspunkt. Gemeinsam wanderten die jungen Europäer durch den Wald zu Lichtungen, wo sie Wissenswertes über die keltischen Häuser und Keller erfuhren, die Archäologen dort freigelegt hatten.

Der Bus brachte die Reisegruppe nun für einen letzten Abend in der Gastfamilie zurück nach Corbigny. Am nächsten Morgen trat man, begleitet vom Winken der Franzosen, die Rückreise an - mit Marschproviant, Geschenken der Gasteltern und vielen neuen Eindrücken.

Eine Schülergruppe der der Realschule plus Untermosel besuchte die französiche Partnerstadt Corbigny. Foto: privat

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