Katholische Frauengemeinschaft „St. Luzia“ Löf
Ausflug zur historischen Quadrate- und Universitätsstadt
Die katholischen Frauen aus Löf erkundeten die drittgrößte Stadt des Landes Baden-Württemberg, Mannheim
Mannheim. Die katholische Frauengemeinschaft „St. Luzia“ Löf besuchte die Quadrate- und Universitätsstadt Mannheim:
Nach einer ausgiebigen Frühstückspause in Dirmstein in der Pfalz wurde die Gruppe in Mannheim von einer netten Reiseführerin erwartet. Während der Fahrt im Bus und bei mehreren Ausstiegen präsentierte sie Mannheim von seiner besten Seite. Seit 1896 Großstadt ist Mannheim heute bedeutende Industrie- und Handelsstadt, Universitätsstadt und wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen Frankfurt am Main und Stuttgart, mit einem ICE-Knotenpunkt, dem zweitgrößten Rangierbahnhof Deutschlands und einer der bedeutendsten Binnenhäfen Europas. Viele wichtige Erfindungen stammen aus Mannheim. Hier baute Karl Drais 1817 das erste Zweirad. 1880 wurde von Werner Siemens der erste elektrische Aufzug vorgestellt. 1886 rollte das erste Automobil von Carl Benz über die Straßen. 1921 folgte der Lanz Bulldog und Vieles mehr.
Mannheim erhielt 1607 die Stadtprivilegien, nachdem Kurfürst Friedrich IV. von der Pfalz den Grundstein zum Bau der Festung Friedrichsburg gelegt hatte. Die damalige Planung eines gitterförmigen Straßennetzes für die mit der Festung verbundene Bürgerstadt Mannheim ist bis heute erhalten geblieben. Auf sie ist die Bezeichnung Quadratestadt zurückzuführen.
Als Sehenswürdigkeiten der Stadt konnte der Wasserturm mit Brunnenanlage und Park als Wahrzeichen der Stadt bewundert werden. Das Schloss Mannheim ist mit 450 Metern langer Stadtfront, sechs Hektar Fläche sind dort umbaut, die größte geschlossene Barockanlage Deutschlands.
Beeindruckend war der Besuch der Jesuitenkirche, bei deren Gestaltung sich der Architekt am Vorbild der Mutterkirche der Jesuiten in Rom orientiert hat. Ein Sakralbau, der heute als die bedeutendste Barockkirche in Südwestdeutschland gilt.
Im Anschluss an die Stadtführung war als Kontrastprogramm ein Besuch des Luisengartens vorgesehen. In dieser wunderschönen, gepflegten Parkanlage gab es viele Möglichkeiten, den weiteren Nachmittag zu verbringen, zum Beispiel eine kleine Bootsfahrt auf einem Gewässer, das Pflanzenschauhaus zu besuchen, Störche zu beobachten, in der Klangoase zu verweilen oder auch nur im Garten zu wandeln.
Die Möglichkeiten konnten nicht alle ausgeschöpft werden, da ganz schnell schon wieder die Heimreise angetreten werden musste. Nach einem gemütlichen Abschluss beim „Singenden Wirt“ in Perscheid, war „frau“ sich einig: „Mannheim war eine Reise wert“.
