Politik | 12.05.2015

FWG Kobern-Gondorf-Dreckenach e.V. informiert

„Bahnlärm“ ist ein ernst zu nehmendes Thema

Rhein-Mosel. Ausgehend von einer Informationsveranstaltung in Winningen beschäftigt sich die FWG Kobern-Gondorf-Dreckenach e.V. seit Dezember 2014 intensiv mit dem zunehmenden Problem des Bahnlärms. Da diese Herausforderung nur gemeinsam gelöst werden kann, engagieren sich einige FWG-Mitglieder auch in der „Bürgerinitiative gegen Bahnlärm im Moseltal e. V.“.

An der Gründungsversammlung der „Bürgerinitiative gegen Bahnlärm im Moseltal“ nahmen zahlreiche Anwohner der Untermosel und der Mittelmosel teil. Was anfangs als lokale Interessenvertretung der Gemeinden der bisherigen Verbandsgemeinde gedacht war, entwickelte sich in der Gründungsversammlung zu einem regionsübergreifenden Verein. Hermann-Josef Baecker sowie Thomas Naunheim, beide Vorstandsmitglieder der FWG Kobern-Gondorf-Dreckenach, sind Gründungsmitglieder dieses Vereins. Thomas Naunheim wurde zudem zum 2. Vorsitzenden der „Bürgerinitiative gegen Bahnlärm im Moseltal e.V.“ gewählt.

Im April 2014 informierte Thomas Naunheim auch den Gemeinderat Kobern-Gondorf ausführlich über das Thema Bahnlärm. Zusammengetragene Fakten, Eckdaten, und Informationen wurden sehr verständlich präsentiert und Fragen hierzu beantwortet. Ziel dieser Präsentation war es, der Lethargie entgegen zu wirken, nämlich der Einstellung „die Bahn ist doch schon immer da - da kann man eh nichts machen“.

Die sehr komplexe Thematik lässt sich grob in folgenden Aussagen zusammenfassen:

Die Bürgerinitiative ist nicht gegen die Bahn, diese ist für die Region sehr wichtig im Rahmen der Aufgaben im Personennahverkehr. Letzterer ist seit Einführung der neuen Zugmodelle auch kein „Bahnlärmthema“ mehr. Es sind vielmehr die Güterzüge, die eine Verdopplung der Zugzahlen in der Nacht erfahren haben, die dann noch länger geworden sind und auch schneller als früher unterwegs sind. Und bei längeren und schnelleren Zügen produziert dieses rollende „50-60 Jahre alte Alteisen“ erheblich angestiegene Lärmimmissionen, die mit einer Verdreifachung nicht mehr hinnehmbar sind. 1970 noch, waren Güterzüge max. 250 m lang und fuhren 70 km/h, heute hingegen werden sie bis zu 700 m langen Einheiten zusammengehängt und fahren bis 120 km/h - nur ist das Material von damals noch das Gleiche.

Die Bahn hat Sonderrechte bei der Lärmproduktion. Für alle Gewerbe- und Industriebetriebe gelten gesetzliche Grenzwerte für die Lärmerzeugung. Nicht so bei der DB. Hier muss das klare Ziel sein, dass die gesetzlichen Regelungen für alle gelten und der Bestandsschutz der Bahn aufgehoben wird. Die Technik zur Lärmreduzierung (am Ort der Entstehung) ist längst vorhanden. Es werden Züge deutscher Produktion nach Japan verkauft, die bis zu 20 dB leiser sind. Auch Gleisbaumaschinen werden erheblich „leiser“ in die Welt vermarktet als dies in Deutschland üblich, da hier der Markt diese nicht benötigt.

Durch das enge Moseltal rasen hochgefährliche Chemie- und Urantransporte mit Tempo 120 km/h und das ungeachtet, der uns aus dem Straßenverkehr bekannten Regelung in geschlossenen Ortschaften Tempo 50. Wer kann sich noch erinnern, als vor Jahren in Hatzenport ein Autotransportzug entgleiste und einige Wagen von einer Brücke stürzten. Was wäre, wenn dies ein „Uranhexafluorid“-Waggon gewesen wäre.

Unser Heimatort Kobern-Gondorf sowie das ganze Moseltal hat vieles für Einwohner und Gäste zu bieten. Nur leider was nützt es, wenn wir in der Nacht um den Schlaf gebracht werden und die Lebensqualität vor Ort sinkt.

Pressemitteilung des

FWG Kobern-Gondorf-

Dreckenach e.V.

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