Weihbischof Peters firmt 37 Jugendliche in Rhens
„Begeben wir uns auf Schatzsuche“
Rhens. „Heute wollen wir im Gottesdienst gemeinsam auf Schatzsuche gehen. Die Freundschaft, die Gott Euch anbietet, kann so ein Schatz sein“ - das hat Weihbischof Jörg Michael Peters den 37 Jugendlichen aus der Pfarreiengemeinschaft Rhens gesagt, die er am 12. Juli in der Pfarrkirche St. Theresia in Rhens gefirmt hat. Peters ist derzeit unterwegs auf Visitations- und Firmreise im Dekanat Koblenz. Insgesamt haben bereits rund 500 Jugendliche das Sakrament der Firmung erhalten.
Die jungen Firmbewerber aus den Pfarreien Waldesch, Rhens und Spay/Brey hatten sich seit November unter dem Motto „Wo mein Schatz ist, da ist auch mein Herz“ mit ihren zwölf Katechetinnen und Katecheten auf ihre Firmung vorbereitet. Dabei stand neben Jugendgottesdiensten und Treffen in der Fastenzeit und im Advent auch ein Firmwochenende in Vallendar auf dem Programm, wie Gemeindereferentin Birgit Rünz berichtete. In der Aula der Grundschule trafen sich die Jugendlichen vor der Messe mit Weihbischof Peters und berichteten unter anderem von Gruppenstunden, Firmwochenende und von ihrem sozialen Engagement. So hatten sie etwa bei der Bolivienkleidersammlung im Bistum Trier geholfen oder beim traditionellen Fastenessen in Waldesch. Dem Motto folgend stand die Frage im Mittelpunkt, welche „Schätze“ es im Leben der Jugendlichen gibt. Dafür seien sie mit Kameras losgezogen und hätten die Dinge fotografiert, die ihnen persönlich am Herzen liegen, erzählten die Firmbewerber und veranschaulichten das Ganze mit einer Foto-Show. Für die 15-jährige Stefanie Volk ist die Firmung vor allem eine „Auffrischung“ des Glaubens. „Besonders schön fand ich das Firmwochenende - dort konnten wir viele neue Freundschaften schließen.“ Peters dankte besonders den Katecheten und Birgit Rünz für ihren ehrenamtlichen Einsatz in den letzten Monaten. Gemeinsam mit Pfarrer Stephan Feldhausen zelebrierte Peters anschließend in St. Theresia den Gottesdienst, der musikalisch durch die Musikgruppe Rhens und den Singkreis Spay untermalt wurde. Nach der Begrüßung durch die Firmlinge Theo Dennert und Tom Grajewski sagte Peters, die Freundschaft Gottes sei wie ein Schatz, den es zu entdecken gelte. In seiner Predigt bezog er sich auf einen Satz aus der Lesung, in dem vom unschätzbaren Wert eines guten Freundes die Rede ist. Als junger Mann habe er den Glauben eher für etwas Theoretisches gehalten, bis ihn die Predigt eines Pfarrers berührte, der die Freundschaft Jesu hervorhob. „Und was macht einen Freund aus? Er ist immer da, auch in schlechten Zeiten, er ist wie ein Schatz. Gott hat in Jesus unser Menschenschicksal geteilt, ihm ist nichts fremd, was wir fühlen und erleben.“ Die Freundschaft zwischen Jesus und seinen Jüngern sei so gefestigt gewesen, dass er sich völlig darauf verlassen habe, dass sie seine Hoffnungsbotschaft weitertragen. Dabei habe er sie nur mit einem Wanderstab losgeschickt. „Auch wir brauchen nicht viel Ballast, wir brauchen ein freies Herz für die Botschaft Jesu. Christ ist man weniger, als dass man es ein Leben lang wird“, betonte Peters. In diesem Sinne wünsche er den Jugendlichen, dass der Heilige Geist sie für die Herausforderungen des Lebens stärke. Pfarreienrat-Vorsitzende Ina Peerenboom gratulierte den Firmlingen ebenfalls und lud gleichzeitig zu aktivem Engagement in der Pfarreiengemeinschaft ein. „Wenn Gemeindeleben lebendig bleiben soll, brauchen wir den Dialog mit Euch, Eure Ideen, Eure Kritik. Kirche sind wir alle - es liegt in unserer Verantwortung, sie zu gestalten.“
Weihbischof Jörg Michael Peters
