Kindergruppen der musikalischen Früherziehung begeisterten über 200 Zuschauer
„Die kleine neugierige Hexe“
Löf. Die kleine Hexe Lisbeth ist auf einem Dachboden gelandet. Beim Sturz durch das Dachfenster ist ihr Besen entzweigebrochen. Wie konnte das geschehen? So, wie ihre Neugierde sie zu diesem Dachfenster geführt hat, leitet diese sie auch im Verlauf des Singspiels durch die verschiedenen Stockwerke des Hauses. In jedem wohnt eine Hexe, die eine besondere Fähigkeit hat: Lisbeth macht Bekanntschaft mit der Kochhexe, der Schlafhexe und der Musikhexe. In jedem Stockwerk stellt sie die Frage, ob die jeweilige Hexe ihren Besen reparieren kann.
Die Kinder aus den Gruppen der musikalischen Früherziehung stellten die einzelnen Stationen szenisch, musikalisch und tänzerisch dar. Mit dabei waren Schülerinnen und Schüler aus Andernach, Bendorf, Vallendar, Kell, Mayen, Hatzenport, Mülheim-Kärlich, Waldesch, Oberfell und Mendig. Die Kinder waren zuvor intensiv auf ihren Auftritt vorbereitet worden von ihren Lehrerinnen Anneke Bouwman, Margarete Herrig, Kirsten Maxeiner, Christine Rahn, Tanja Schwarz, Marit Walther und Sybille Winkler.
In der Pause nach der Generalprobe sorgte der Förderverein der Kreismusikschule für das leibliche Wohl von Kindern, Gästen und Lehrkräften. 65 phantasievoll geschminkte und verkleidete kleine Hexen flitzten währenddessen aufgeregt durch die Halle. So verging die spannende Zeit bis zur Aufführung wie im Flug.
Schließlich war es soweit: Gerd Schmitt, zuständig für Licht und Ton, schaltete die Scheinwerfer der Halle ein. Lucia Stark, Leiterin der Kreismusikschule, begann, die Geschichte vorzutragen. Nacheinander traten die einzelnen Gruppen der musikalischen Früherziehung auf, angeleitet durch die jeweilige Lehrerin. Voller Begeisterung trugen die Kinder Lieder vor und klopften Rhythmen mit Kochlöffeln und Hexenbesen. Die Kinder der Kochhexe waren um einen riesigen Kochtopf herum gruppiert. Im Stockwerk der Musikhexe wurde ein quirliger Tanz mit den Hexenbesen aufgeführt. Die Kinder der Schlafhexe gähnten herzzerreißend und tanzten aufgekratzt mit ihren Kuscheltieren, um anschließend wieder in Schlaf zu verfallen.
Die Szene der Musikhexe wurde durch junge Instrumentalisten der Kreismusikschule dargestellt: Maria Paporisz trug zwei Stücke auf der Geige vor. Sophia Thilmann und Simone Drysch (Blockflöten) sowie Luise Haller (Klavier) präsentierten beschwingt das Stück „The Cirkus is back in Town“ von Bernd Laukamp. Das Lied der kleinen Hexe wurde engagiert begleitet vom eigens zusammengestellten 21-köpfigen Orchester „Kunterbunt“ mit Kindern aus Bendorf, Dreckenach, Dieblich und Hatzenport unter der Leitung von Tanja Schwarz. Text und Musik stammen aus der Feder von Marit Walther und Gerd Schmitt. Zwischen den Szenen wurde das Publikum von Tanja Schwarz animiert, den Zauberspruch „Schlubberdibubs, Schlubberdibex, was macht die kleine Hex?“ mitzusprechen. Derweilen fegte Ariane Gross als kleine Hexe Lisbeth immer wieder über die Bühne. Dies gelang ihr auch ohne Besen.
Doch die Geschichte nimmt ein gutes Ende. Als Lisbeth zuletzt auf die Bastelhexe trifft, hat sie Glück: Diese baut ihr einen phantastischen Raketenbesen. So kann Lisbeth neuen Abenteuern entgegenfliegen. Eine rundum gelungene Aufführung entließ die über 200 Zuschauer beschwingt in den Samstagabend.
Ariane alias Lisbeth auf dem Raketenbesen.
Die Kinder der Kochhexe waren um einen riesigen Kochtopf herum gruppiert. Fotos: privat
