72-Stunden-Aktion in der VG Untermosel
Drei Tage Einsatz für das Gute
Die katholische Jugend baute an Vogelhäusern, Insektenhotel und am Spielplatz
Untermosel. „Uns schickt der Himmel“ war das Motto der diesjährigen Sozialaktion junger Katholikinnen und Katholiken, die erstmalig in allen Bistümern und damit im gesamten Bundesgebiet stattfand. In 72 Stunden erfüllten sie die ihnen gesetzten Aufgaben, ob soziale, ökologische, interkulturelle oder politische. Die Jugendlichen wollten ein deutliches Zeichen für Solidarität setzen, in 72 Stunden dort anpacken, wo es sonst niemand tut, wo Geld oder Hilfsbereitschaft fehlt. Die Ziele der 72-Stunden-Aktion sind: Handeln aus dem christlichen Glauben heraus, Spaß und Sinn verbinden, lernen außerhalb der Schule und die Gesellschaft mitgestalten. Die teilnehmenden Gruppierungen konnten zwischen zwei Aktionsformen wählen: Die Aktion selbst planen und durchführen oder eine Aufgabe gestellt bekommen, die sie vorher nicht kannten. In Kattenes entschieden sich die Akteure für die Überraschung und die lautete: Wer piept denn da? Was flattert denn dort oben? Innerhalb von diesen drei Aktionstagen sollten 72 plus X Vogelhäuser und Insektenhotels gebaut werden, so lautete ihre Aufgabe. Unter der Leitung und Unterstützung vieler Erwachsener informierten sich die Jugendlichen im Alter von zwölf bis 16 Jahren, besorgten Material und bewältigten die ihnen gesetzte Aufgabe engagiert und mit viel Spaß an der Arbeit. Noch vor Ende der Aktion begannen sie schon mit dem zusätzlichen Bau von Fledermauskästen. Thomas Leberig, der gemeinsam mit Maria Gries die Betreuung übernommen hatte, zeigte sich begeistert von dem Enthusiasmus der Kinder: „Es macht große Freude zu sehen, was die Kinder begeistert schaffen, wenn sie gefordert werden!“ Zwischendurch gab es Entspannung und Spiel. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Gastronomen und Unternehmer aus Löf-Kattenes und Alken spendeten, damit die Mägen nicht knurrten. Zwei Baumärkte aus der Region unterstützen beim Einkauf von Material. Die kleinen und großen „Kunstwerke“ wurden in einer Messe gesegnet und werden demnächst unter Aufsicht aufgehangen oder an Paten weitergegeben. Bei Kaffee und Kuchen konnte sich die Bevölkerung von der geleisteten Arbeit überzeugen.
Wolken
Auch in Wolken nahmen Jugendliche an der 72-Stunden-Aktion teil. Das Leitungsteam, bestehend aus vier jungen Frauen Lena Fein, Eva Veit, Teresa Lay und Kathrin Bast, hatten eine eigene Vorstellung von ihrer Aktion. Und so überraschten sie die Gruppe der Teilnehmer mit der Aufgabe: „Wir bauen einen Spielplatz vom Feinsten für die Kleinsten!“ Im Wiesengrund, auf einem Grundstück der Gemeinde, entstand in nur drei Tagen ein Abenteuerspielplatz, auch hier mit Spenden aus der Bevölkerung und der tatkräftigen Unterstützung der Gemeinde. Seitdem können sich die Wolkener Kinder mit einem Schiff, Glockenspiel, Sandkasten und mehr amüsieren. Eine kleine Hütte, Sitzgelegenheiten und eine Hängematte laden nach dem Toben zum Ausruhen ein. Zum Ende der Aktion und nach Abnahme des Abenteuerspielplatzes durch den ersten Beigeordneten der Gemeinde, Walter Hein, feierten alle das gute Gelingen. Die Schirmherrschaft über die 72-Stunden-Aktion hatte die Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, übernommen. Aber die größte Unterstützung bekamen die jungen Menschen vor Ort, durch das ehrenamtliche Engagement vieler Helferinnen und Helfer, und das machte die 72-Stunden-Aktion für sie zu einem eindrucksvollen Erlebnis, von dem sie eine große Portion positive Erfahrung mit nach Hause nehmen konnten.
Die Wolkener bauten einen Spielplatz für Kinder.
