Seniorenfußball im FSV Dieblich
Ein schmerzliches Pokalaus
Der FSV I unterliegt im Derby gegen die klassenhöhere SG Niederfell/Oberfell mit 1:2
Dieblich. Mehr als 100 Fans hatten den Weg zum Pokalderby zwischen dem FSV und der SG Niederfell/Oberfell auf den Dieblicher Sportplatz gefunden, und sie mussten ihr Kommen nicht bereuen. Sie sahen ein mitreißendes Spiel, das weder spielerisch noch kämpferisch Mängel zu vermelden hatte.
In den ersten Minuten waren die Gäste überlegen, und Dieblich musste sich auf seine Defensivstärke verlassen. Aber nach und nach befreite sich die Mannschaft aus der Umklammerung und kam selbst zu vielversprechenden Chancen. Dann die 18. Minute, ein Freistoß aus knapp 20 Metern von Michael Perscheid getreten, und ein genial angeschnittener Ball flatterte unhaltbar für den Niederfeller Keeper ins kurze Eck. Kurz vor der Pause wurde noch ein einwandfreies Kopfballtor von Thomas Andernach abgepfiffen, beide Teams versuchten noch, das Resultat zu ihrem Vorteil zu verändern, aber es blieb bei der knappen Führung für die Platzherren.
Auch in der zweiten Halbzeit gab es keine Ruhepausen. Weder für die Mannschaften, noch für die Zuschauer, die einen ähnlich packenden Verlauf wie in den ersten 45 Minuten erlebten.
Der FSV vergab die besten Möglichkeiten, seinen Vorsprung weiter auszubauen, und es kam, wie es in solchen Fällen immer kommen muss. In der 65. Minute setzte sich ein Niederfeller Stürmer großartig durch und ließ aus 18 Metern einen derartigen Hammer vom Stapel, dass der Ball erst wieder zu sehen war, als er im Tornetz zappelte.
Zu diesem Zeitpunkt ein nicht unverdienter Ausgleich, denn Dieblich tat sich schwer damit, seine zahlreichen Möglichkeiten in ähnlicher Form zu nutzen. Und auch das passiert in Pokalspielen mit schöner Regelmäßigkeit: Als alle bereits eine Verlängerung ins Kalkül gezogen hatten, fand sich ein Gästespieler, der keine weiteren 30 Minuten mehr auf eine Entscheidung warten wollte. Aus diesem Grund schob er in der 86. Minute den Ball zum 1:2-Endergebnis ins Dieblicher Gehäuse, und nach dem Schlusspfiff hatte eine starke Niederfeller Mannschaft allen Grund zur Freude. Aber nicht zu vergessen: Der FSV Dieblich hatte gegen einen Konkurrenten, der immerhin eine Klasse höher spielt, ein absolut ausgeglichenes Derby geliefert. Sollte die Mannschaft in der Lage sein, in Zukunft ähnliche Leistungen zu bringen, vielleicht mit etwas mehr Geschick im Abschluss, dann wird sie in der C-Liga eine gute Rolle spielen.
FSV Dieblich: Stephan Häs, Daniel Schäfer, Jochen Kries, Thomas Schäfer, Christian Schäfer, Thomas Andernach, Niklas Pistono, Jinka Morales, Philipp Volk, Michael Perscheid, Pierre Luthin, Luca Dahlem, Philipp Schuster.
Nächstes Spiel: Saisonauftakt am Freitag, 16. August, um 19.30 Uhr, gegen den FC Urbar in Dieblich.
FSV Dieblich II - Spfr. Höhr-Grenzhausen II 0:3 (0:0)
Die zweite Mannschaft hat sich gegen den B-Ligisten aus dem Westerwald teuer verkauft. In der ersten Halbzeit konnte sie im Pokalspiel ein 0:0 über die Zeit retten, vor allem dank der phantastischen Paraden des Keepers Philipp Dickhardt, der seine Premiere als Torhüter feierte.
In den zweiten 45 Minuten stand aber auch er auf verlorenem Posten und musste drei Gegentore kassieren. Trotzdem kein Grund zu anhaltender Trauer, denn die Platzherren hatten ein ordentliches Spiel gemacht.
FSV Dieblich II: Philipp Dickhardt, Manuel Dickhardt, Tobias Weber, Marko Nisius, Jan Bellinghausen, Stefan Holzke, Michael Cadenbach, Kevin Müller, Dominik Graeff, Felix Jung, Moritz Reif, Sascha Schäfer, Lukas Hein.
Nächstes Spiel: Saisonauftakt am Sonntag, 18. August, um 12 Uhr gegen den NK Croatia Koblenz in Dieblich.
Der Kader der 2. Mannschaft des FSV in der Saison 13/14:Manuel Dickhardt, Stefan Holzke, Tobias Weber, Sascha Schäfer, Marko Nisius, Felix Jung (hinten, v. l.), Frank Dirschus, Lukas Hein, Kevin Müller, Jan Bellinghausen, Philipp Dickhardt, Jan Pradarutti, Dominik Graeff und Platzwart Walter Johann (vorne, v. l.).
Die 1. Mannschaft des FSV vor dem Start in die neue Saison: Michael Perscheid, Daniel Schäfer, Thomas Andernach, Luca Dahlem, Philipp Volk, Jinka Morales, Thomas Schäfer, Marko Nisius, Trainer Klaus Beicht (hinten, v. l.) sowie Pierre Luthin, Niklas Pistono, Jochen Kries, Stephan Häs, Christian Schäfer und Philipp Schuster (vorne, v. l.).Fotos: privat
