Allgemeine Berichte | 30.06.2015

Fulminantes Konzert begeistert Zuhörer in Brey

Eine Reise in ferne Welten

Der Initiativkreis „Kultur im Dorf“, Brey hatte hochkarätige Musiker zum Konzert ins Bürgerhaus geladen

Vokalensemble TonArt Ebernhahn (Leitung: Frank Hilgert). privat

Brey. Kultur ist nicht nur für die großen Städte da, Kultur findet auch im dörflichen Bereich ein interessiertes Publikum. Das dachten sich auch vor fünf Jahren die Gründer des Initiativkreises „Kultur im Dorf“, und blicken heute auf 17 gelungene Veranstaltungen zurück. Vor Kurzem war das Breyer Bürgerhaus wieder einmal ausverkauft.

Die Zuhörer erlebten bei einer musikalische Serenade mit dem Titel „Ferne Welten“ Vokal- und Klaviermusik vom Feinsten. Das Vokalensemble TonArt Ebernhahn aus dem Kannenbäckerland, mit seinem musikalischen Leiter Frank Hilgert, besteht seit fast zehn Jahren und hat sich in dieser Zeit bereits in die chormusikalische Oberliga gesungen. Dieser Chor, mit seinen hervorragend disponierten Solistinnen Ursula Schaaf und Birgit Braun (beide Sopran), Heike Bell (Alt), Dieter Kuch und Harald Leyser (beide Tenor) und Olaf Riedel (Bass), begeisterte mit anspruchsvoller und engagierter Chormusik. Mit Liedern von der Romantik bis zur Gegenwart nahm Frank Hilgert mit seinem unprätentiösen Dirigat und seinem überaus stilsicheren Interpretationsvermögen die Zuhörer mit auf eine Reise in „Ferne Welten“. Dabei führte der Weg nicht nur in fremde Kulturen, sondern auch in fremde Harmonien und Kompositionen. Die Reise begann in Schweden, am Abend mit „Aftonen“ von Hugo Alfvén. Regen gab es bei „The Shower“ von Edward Elgar und „Water Night“ von Eric Whitacre. Mit dem Lied „Dirait-on“ von Morten Lauridsen sang man von einer Rose, traf bei Mendelssohn Bartholdy „Die Nachtigall“, feierte mit Fredo Jung eine zuweilen stürmische „Vogelhochzeit“ und nach den „Northern Lights“ von Ola Gjeilo machten die Sänger und Sängerinnen erst einmal Pause in Lappland mit dem „Pseudo Yoik“ von Jaakko Mäntyjärvi. Nach Kompositionen von Vytautas iškinis aus Litauen und der beiden Letten Erik Ešenvalds und Juris Vaivods, genoss man das „Zigeunerleben“ von Robert Schumann und beendete die Reise am Loch Lomond in Schottland. Diesen Chor wird man sich merken müssen.

Mit von der Partie waren zwei Damen

Die Pianistin Maria Streltsova aus Bonn, eine mit vielen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnete Konzertpianistin und Lehrbeauftragte im Fach Klavier an der Universität Koblenz. Auf dem Programm in Brey standen das „Impromptu op. 90 N° 4“ von Franz Schubert und „La Campanella“ von Franz Liszt. Insbesondere das letztere Stück stellt bekanntermaßen höchste Anforderungen an die Spieltechnik und die Einfühlsamkeit des Pianisten.

Die Interpretation von Maria Streltsova war zutiefst beeindruckend und die Zuhörer dankten es ihr mit lang anhaltendem Applaus. Die Sopranistin Eva-Maria Leonardy aus Wörrstadt in Rheinhessen ist als gefragte Sängerin bei vielen internationalen Festivals in Europa unterwegs. Dabei interpretiert sie Ensemblemusik, Sologesang, Lieder und Oratorien - von Alter Musik Hildegards von Bingen bis hin zu Auftritten mit Big Band. In Brey begeisterte sie ihr Auditorium mit romantischen Liedern von Schumann, Brahms und Bizet, aber auch von Benjamin Britten und Leonard Bernstein. Ganz besonders beeindruckte sie mit der bekannten Vocalise des Polen Wojciech Kilar aus dem Film: „The Ninth Gate“ von Roman Polanski.

Diesen Abend darf der Initiativkreis sicher zu den besonderen in seiner fünfjährigen Geschichte zählen.

Vokalensemble TonArt Ebernhahn (Leitung: Frank Hilgert). Foto: privat

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