Energieprobleme vor Ort und mit den Menschen lösen
Energie in Bürgerhand
Region. "Das Klima hat sich bereits verändert. Die Temperaturen steigen; Hitzeperioden, Starkregen, Hochwasser und Wirbelstürme nehmen zu. Die Gletscher der Gebirge und das Polareis schmelzen besorgniserregend ab, die Permafrostböden Kanadas, Alaskas und Sibiriens tauen auf. Die Jahresdurchschnittstemperaturen an den Polen steigen schneller an als der globale Mittelwert. Wissenschaftler befürchten, dass sich dieser Prozess zu einem Dominoeffekt entwickelt und dann nicht mehr aufzuhalten ist. Der Meeresspiegel könnte um bis zu sieben Meter ansteigen. Die Folgen für die Menschheit wären katastrophal. Deutschland ist einer der größten Treibhausgasemittenten der Welt und der größte Europas. Wir sind einer der Hauptverursacher des Klimawandels und tragen daher eine große Verantwortung. Die von der Bundesregierung beschlossen CO²-Minderungsziele sind nicht ehrgeizig genug. Die Vorgaben der Politik für die Stromwirtschaft sind unklar, Planungssicherheit ist nicht gegeben“
erklärt Raimund Ball, Spitzenkandidat für den Verbandsgemeinderat Rhein-Mosel. „Werden jetzt noch neue Kohlekraftwerke gebaut, wie vom RWE geplant, sind die Weichen für die nächsten 50 Jahre gestellt. Ich halte das für eine grobe Missachtung unserer Verantwortung gegenüber künftigen Generationen sowie den Menschen in äquatorialen Gegenden, die der Klimawandel schon heute am härtesten trifft. Weiterzumachen wie bisher, ist grob fahrlässig. Das ist einer technologisch hoch entwickelten Nation, die Humanität verkörpern möchte, unwürdig. Wir sollten in Sachen Klimaschutz eine Vorreiterrolle übernehmen“, ergänzt Benedikt Ball aus Niederfell, ebenfalls Kandidat auf Platz drei der Liste für den Verbandsgemeinderat Rhein- Mosel. „Wir GRÜNE stehen für eine dezentrale Energieversorgung in den Kommunen zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen. Die technischen Möglichkeiten stehen bereits heute zur Verfügung. So steht der VG Rhein-Mosel Potenzial an Brachflächen und Randstreifen der Autobahnen A61 und A48 für mehr als 40.000 MWh Fotovoltaikstrom zur Verfügung. Wird dies ergänzt mit einer energetischen und biologischen Sanierung der beiden Kläranlagen und einem Ausbau der Windkraftpotenziale an der Nahtstelle der neuen Verbandsgemeinde Rhein-Mosel, so würde sich der Gesamt-Strombedarf der VG alleine daraus bereits zu mehr als 50 Prozent decken lassen. Das Konzept hierzu wurde der Verbandsgemeinde Untermosel bereits Anfang 2014 präsentiert. Der aufwendige Stromtransport über Fernleitungen verbunden mit Leitungsverlusten und starken Eingriffen in die Landschaft wird hierdurch unnötig, die Energieeffizienz gleichzeitig erhöht“, erklärt Jutta Wein, Dipl. Ing. aus Lehmen und Spitzenkandidatin für den Verbandsgemeinderat, die 2013 auch ihr eigenes Haus zum Plus-Energie Haus umgebaut hat. „Bereits 2016 laufen in Teilen der künftigen Verbandsgemeinde die Konzessionsverträge mit den Netzbetreibern aus. Zwei Jahre vorher, also am 30. September diesen Jahres muss dazu ein Ausschreibungsverfahren gestartet werden. Hier stehen sehr wichtige Entscheidungen über den Netzbetrieb und die künftige Energieversorgung an. Für die Kommunen und die Allgemeinheit ergeben sich viele Chancen, aber auch wirtschaftliche Risiken. Letztendlich geht es um die Gestaltung der Energiewende vor
Ort. Derzeit gibt es bereits mehr als einhundertdreißig Landkreise, Städte, Gemeinden und Regionalverbände in Deutschland, die ihre Energieversorgung auf 100 Prozent erneuerbar umstellen wollen. Einen weiteren wichtigen Beitrag leisten Bürger-Energiegenossenschaften durch „Energie in Bürgerhand“. Das ist der richtige Weg. Da müssen auch wir in unserer Verbandsgemeinde hin. Dafür werden sich die GRÜNEN- Kandidaten im Verbandsgemeinderat engagieren, und auch ihr Fachwissen einbringen.“ erläutert Raimund Ball. Weitere Informationen finden Interessenten auch unter www.gruene-myk.de oder schreiben per eMail: ov-untermosel@gruene-rlp.de bzw. maifeld@gruene-myk.de.
Pressemitteilung
Bündnis 90/DIE GRÜNEN
OV Maifeld-Rhein-Mosel
