Lokalsport | 16.09.2014

SG Löf/Lehmen/Oberfell/Hatzenport

Entscheidung im Elfmeterkrimi

SG Löf/Lehmen/Oberfell/Hatzenport - SG Westum 12:11 (2:2 n.V.)

Mannschaftsfoto der SG Löf/Lehmen/Oberfell/Hatzenport privat

Maifeld/Untermosel. Das Spiel der Mosel-SG gegen den A-Ligisten hatte alles, was einen klassischen Pokalfight auszeichnet. Zwei Mannschaften auf Augenhöhe, die sich rassige, aber immer faire Zweikämpfe lieferten, Tore in der Nachspielzeit und nicht zuletzt ein an Spannung kaum zu überbietendes Elfmeterschießen. Die Elf von Trainer Udo Seifert begann auch gegen den klassenhöheren Gegner wie gewohnt offensiv und hatte bereits in der 3. Spielminute durch Tobias Wilkening die erste gute Einschussmöglichkeit.

Insbesondere in den ersten 25 Spielminuten hatte die Mosel-SG mehrere gute Chancen, die entweder nicht genutzt werden konnten oder der entscheidende Pass in die Spitze kam zu unpräzise. Auch die Gäste versteckten sich keinesfalls und suchten ihrerseits jede sich bietende Chance, um nach vorne zu spielen. Wirklich gefährlich für das von Johannes Schmitt gehütete Tor wurde es jedoch vor allen Dingen bei Standardsituationen. In der 30. Spielminute wäre so auch fast die Führung für die Gäste gefallen, als nach einem zu kurz abgewehrten Eckball der Nachschuss haarscharf am Tor vorbeiging. Pech für die Elf von Trainer Seifert dann in der 34. Spielminute: Torjäger Tobias Wilkening kam von der Strafraumgrenze zu Schuss, der Torhüter der Gäste konnte jedoch mit einer tollen Parade den verdeckten Schuss gerade noch an den Pfosten lenken. Als dann alle schon mit dem Pausenpfiff des souverän leitenden Schiedsrichters Ronny Jäckel rechneten, schlugen die Gäste zu. Wieder war es eine Standardsituation; ein lang gezogener Einwurf wurde per Kopf verlängert und aus kürzester Distanz war ein Akteur der Gäste zur Stelle und erzielte die etwas schmeichelhafte Halbzeitführung. Zu Beginn der zweiten Hälfte versuchte man, die Gäste noch früher unter Druck zu setzen und so zu Fehlern in der Defensive zu provozieren.

Einige Male gelang dies auch sehr gut, allerdings wurden die Chancen mehrmals überhastet vertändelt oder aber zu früh der Abschluss gesucht. Ab der 65. Spielminute schienen die Gäste langsam Überhand zu gewinnen und konnten das Spiel im Mittelfeld weitgehend kontrollieren. Glück hatte die Mosel-SG in zwei Kontersituationen in der 66. und 67. Spielminute, als die Gäste zwei sehr gute Konterchancen nicht nutzen konnten. In der Schlussviertelstunde setzte die Heimelf dann alles auf eine Karte und die Gäste in der eigenen Hälfte konsequent unter Druck. Pech hatte man in der 77. Spielminute, als ein Gästeakteur für seinen geschlagenen Torhüter mit höchster Mühe auf der Torlinie klären konnte. Es dauerte dann bis zur Nachspielzeit, als der in den letzten Wochen überragende Defensivspezialist David Port nach einem Freistoß von Jan Möntenich den viel umjubelten und verdienten Ausgleich erzielte. In der Verlängerung war abermals die Mosel-SG die tonangebende Mannschaft, die Führung erzielten aber wieder die Gäste nach einem schulbuchmäßig vorgetragenen Angriff über die linke Seite in der 103. Spielminute. Bereits vier Minuten später war wieder David Port zur Stelle, der nach schöner Vorarbeit von Tobias Wilkening aus kurzer Distanz den 2:2-Ausgleich erzielte, der gleichzeitig auch der Endstand nach 120 Minuten war. Das anschließende Elfmeterschießen war dann an Spannung kaum zu überbieten. Nachdem sämtliche Feldspieler sowie die Torhüter geschossen hatten, war immer noch keine Entscheidung gefallen. Nachdem Torhütern Johannes Schmitt den 13. Strafstoß der Gäste parierte, verwandelte Tobias Wilkening anschließend zum viel umjubelten 12:11-Endstand. Dieses Spiel war eine Werbung für Fußball auf Kreisebene und hatte eigentlich zwei Sieger verdient. Erfreulichster Aspekt der Partie neben dem Erreichen der nächsten Runde war wieder einmal die Erkenntnis, zu sehen, welches enorme Potenzial in der jungen Truppe steckt. Wie bereits im Rheinlandpokal gegen Mörschbach stellte sie wieder unter Beweis, dass man taktisch, läuferisch und spieltechnisch durchaus in der Lage ist, mit klassenhöheren Mannschaften mitzuhalten. Trainer Udo Seifert nach dem Spiel:“. Heute haben wir gezeigt, zu welcher Energieleistung wir fähig sind. Taktisch und spielerisch haben wir überzeugt. Nun gilt es daran zu arbeiten, diese Leistung auch wöchentlich abzurufen. Der Gast aus Westum hat ebenfalls eine gute Leistung gezeigt und hätte es auch verdient eine Runde weiterzukommen“ Tore: David Port (2), im Elfmeterschießen: Simon Seifert (2), Tobias Wilkening (2), Jan Ackermann, David Port, Julius Kaufmann, Julian Horbert, Jan Möntenich, Johannes Schmitt.

Mannschaftsfoto der SG Löf/Lehmen/Oberfell/Hatzenport Foto: privat

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