Ein Erlebnistag im Schrumpftal Hatzenport/Münstermaifeld
„Happy Schromb“ und fünf Kilometer, die es in sich hatten
Münstermaifeld / Hatzenport. Schon früh am Morgen herrschte dichtes Gedränge im idyllischen Schrumpftal, am Ende des Tages hatten sich mehr als 10.000 Besucher aufgemacht zur Veranstaltung „Happy Schrumpftal - Schromb macht Spaß“. Denn an diesem Tag verwandelte sich das sonst ruhige und beschauliche Tal in einen Erlebnispark. Die fünf Kilometer lange Kreisstraße zwischen Münstermaifeld-Metternich und Hatzenport war für den Autoverkehr gesperrt, selbst Radfahrer mussten schieben oder umkehren. An den meisten historischen, ehemaligen Mühlen gab es Attraktionen für Jung und Alt. Die Wanderroute auf der sich windenden, uralten Straße entlang des Baches, dicht an bewaldeten Hängen vorbei, war für sich schon ein beeindruckendes Erlebnis. Dazu kam noch ein vielseitiges Angebot an Speis und Trank, Spiel und Spaß, von dem nur auszugsweise berichtet werden kann. In der „Obersten Mühle“, am Metternicher Eingang zum Schrumpftal, fand ein Gottesdienst statt, den so viele Menschen besuchten, dass Pfarrer Guido Lacher nicht genügend Hostien für die Kommunion hatte. Dort war ein Zeltlager der DPSG aufgebaut und beim Ponyreiten herrschte großer Andrang. Dachdecker und Schmied zeigten ihre Handwerkskunst, Nützliches und Schönes wurde zum Verkauf angeboten. Die Stadtkapelle Münstermaifeld sorgte für musikalische Unterhaltung. An der „Lochsmühle“ informierte unter anderem ein Stand über die Renaturierung von Bachläufen und einer über die Ferienregion Münstermaifeld-Hatzenport. Allerlei Interessantes und Kreatives wurde an der „Steinsmühle“ angeboten. So konnte man sich über die Gartenplanung und Natursteinarbeiten informieren, Ausstellungen von Motoren und Modelleisenbahnen bewundern und vieles mehr. Falkner zeigten ihr Wissen und Können an der „Weymühle“, an der auch Schmuck aus Süßwasserperlen, Glas, Lavasteinen und Holzobjekte zum Kauf einluden. „Wir in Münstermaifeld“ hieß der Infostand an der „Justenmühle“. Dort wurde auch die älteste deutsche Schafsrasse „Skudden“ und das Spinnen deren Wolle vorgestellt. Eine weitere Attraktion war das Heuwenden mit Pferden wie in alter Zeit. Kletterfelsen und Barfußpfad animierten zu sportlicher Betätigung. Gleich nebenan in der „Bauersmühle“ heizte die Trommelgruppe „Bassatimbadaba“ ein. Apfelwein und Apfelsaft zum Probieren gab es in der „Nachtsheimsmühle“, dazu Reibekuchen und Wildgulasch. Der Förderverein Burg Bischofstein hatte einen Infostand errichtet, ein Holzschnitzer werkelte mit der Kettensäge und Steinmetzarbeiten waren zu bewundern. Schöne Dinge für Haus und Garten, eine Traktor -Oldtimerausstellung, Jecke Hühner und verrückte Tiere aus Keramik zogen die Besucher in die „Lochsmühle“.
An der „Probstmühle“ ging es rund um Edelstein, Mineralien und Fossilien. Bratwurst, Eis, Waffeln, Kaffee und Kuchen nutzten hier viele Wanderer zum Pausieren. Gestärkt führte der Weg weiter zur „Aldorfsmühle“, die mit „Modeschmuck und mehr“ lockte. Zum Schluss an der „Gemeindsmühle“ angekommen, wurden Holzspielzeug, Kunsthandwerk aus Asien, Unikate aus Stoff, Hüte, Taschen, Filzwaren, Kuscheltiere, Deko- und Türschmuck aus Naturmaterialien zum Objekt der Begierde. Auch saisonales, regionales Obst und Gemüse, wie Erdbeeren und Spargel konnte gekauft werden. Ideen für den heimischen Garten brachten Rollrasen und „Rontondo“-Liegebänke.
Das Benefizkonzert für behinderte Kinder von Django Reinhardt (in Zusammenarbeit mit der Lotto Stiftung Rheinland-Pfalz) war Höhepunkt und Abschluss des Erlebnistages, der vom Fremdenverkehrsverein Hatzenport, dem Verkehrsverein Münstermaifeld und der Interessengemeinschaft der Mühlenbesitzer organisiert und getragen wird. „Alles auf Anfang“ hieß es dann für die in Hatzenport angekommenen Besucher. Mit dem Pendelbus ging es zurück zum Ausgangspunkt.
Für passionierte Wanderer bot sich die Gelegenheit zu einer geführten Rundwanderung, ausgeführt vom Eifelverein Untermosel. Es war ein gelungener, erlebnisreicher Tag mit vielen Attraktionen, Gutes für Leib und Seele und viel frischer Luft.
Schönes für Haus und Garten lockte zum Kauf.
Auch die „Nachtsheimsmühle“ lockte mit vielen Attraktionen.
Besonders eindrucksvoll war das Heuwenden mit Pferd wie in alter Zeit.
Kaffee und Kuchen zur Stärkung, dass geht immer.
