Allgemeine Berichte | 06.07.2015

2. Mosel-Firefighter Combat Challenge in Ediger-Eller

Harte Wehrleute trotzten tropischen Temperaturen

Internationales Starterfeld bezwang anspruchsvollen Parcours

Aufmarsch der deutsch-amerikanischen Feuerwehrehrengarde zu den Klängen der Moselkrampen Lowland-Piper.

Ediger-Eller. Es war einmal mehr eine sportlich geprägte Vorzeigeveranstaltung mit dem erwarteten Anspruch und internationalem Charakter. Die Rede ist von der „2. Mosel-Firefighter Combat Challenge“, die am vergangenen Wochenende nach 2014 ihre viel beachtete Neuauflage erfuhr. Auch in 2015 gingen wieder mehrere Hundert Wehrleute aus Deutschland, Europa und den USA an den Start, um hier den schwierigen Übungs- und Einsatzparcours für Brandbekämpfer binnen kürzester Zeit zu meistern. Die Organisation des Top-Events lag auch in diesem Jahr wieder in den bewährten Händen von Familie Follmann vom Restaurant Kaffeeklatsch aus Ediger-Eller, die sich am Ende eine hervorragend geplante und ebenso umgesetzte Veranstaltung auf die Fahne schreiben konnten. Von vorneherein galt auch bei der Neuauflage des Events der olympische Gedanke: „Dabei sein ist alles!“ Den beherzigte bei den Einsatzläufen über die Wettkampfstrecke ohne Ausnahme jeder Teilnehmer, ob er nun im Team im Duo oder als Einzelkämpfer antrat. Auch bei tropischen Temperaturen um die 40 Grad Celsius gaben alle Starter ihr Bestes, wenngleich sich die Profis schnell und deutlich bezüglich der Durchlaufzeit absetzen konnten. Da galt es vom Start weg im Laufschritt und in voller Ausrüstung den hohen Einsatzturm zu erklimmen, um an dessen Spitze ein zusätzliches Einsatzpaket mit reiner Muskelkraft nach oben zu ziehen. Danach ging es den gleichen Weg zurück, um am Fuße jenes Turms den schweren Metallschlitten mit Hammerschlägen in die vorgegebene Endstellung zu bringen. Hatte jener besagte Position erreicht, war der Hindernislauf bis zum ersten Wendepunkt angesagt, wo der jeweilige Akteur den unter Wasserdruck stehenden C-Schlauch nebst Spritze zum angezeigten Brandherd zu schleppen und hier das Feuer zu löschen hatte. Hatte er diese Aufgabe erfolgreich bewältigt, war abschließend der lebensechte Rettungs-Dummy am Einsatzort zu bergen und nach dessen Abtransport der medizinischen Erstmaßnahme am Ziel zu übergeben. Mehrere hundert Zuschauer verfolgten das Wettkampfgeschehen an allen Tagen und zeigten sich hinsichtlich der Leistung der Teilnehmer äußerst beeindruckt. Letztere erhielten abschließend alle eine Medaille, die sie sich, egal welche Platzierung am Ende unter dem Strich stand, redlich verdient hatten. Gewogener Ehrengast am Rand des Geschehens, Berthold Berenz (Cochem), seines Zeichens Kreisfeuerwehrinspekteur für Cochem-Zell. Tenor bei allen Wettkampfakteuren: „Die Veranstaltung bietet nicht nur eine willkommene sportliche Herausforderung für die eigene Fitness, sondern fördert auch den Grundgedanken der Gemeinsamkeit im Feuerwehrwesen und spornt zusätzlich den Nachwuchs an. Des Weiteren bietet sie mit den gestellten Einsatzmitteln und dem Wettkampfparcours ein annähernd authentisches Szenario, das die Wehrleute in ihren tatsächlichen Notfalleinsätzen unter Umständen jederzeit antreffen können!“ Gleiches war von den anwesenden Kräften des DRK zu vernehmen, die trotz sengender Hitze Gott sei Dank nur einen Einsatz wegen akuter Dehydrierung zu verzeichnen hatten. Zusätzlicher Hingucker bei der Veranstaltung war für alle Aktiven und Schaulustigen am Sonntagnachmittag der große Aufmarsch der Feuerwehrehrengarde mit den Offiziellen und Standartenträgern aus den USA und Deutschland. Wie im Jahr zuvor beeindruckte dazu passend die Musik der Dudelsäcke von den „Moselkrampen Lowland Pipers“. Erfolgreiche Teams aus dem Landkreis stellten die Feuerwehren aus Kaifenheim, Kaisersesch und Ediger-Eller. Bleibt zu hoffen, dass sich im nächsten Jahr weitere Interessenten dazu gesellen. TE

Aufmarsch der deutsch-amerikanischen Feuerwehrehrengarde zu den Klängen der Moselkrampen Lowland-Piper.
Mit kräftigen Hammerschlägen versuchten die Firefighter den schweren Rettungsschlitten in seine Endposition zu bringen.

Mit kräftigen Hammerschlägen versuchten die Firefighter den schweren Rettungsschlitten in seine Endposition zu bringen.

Nach einem Hindernislauf war der schnelle Brandangriff mittels C-Schlauchund Spritze durchzuführen.

Nach einem Hindernislauf war der schnelle Brandangriff mittels C-Schlauch und Spritze durchzuführen.

Der zu bergende Rettungs-Dummy hatte das Gewicht eines erwachsenen Mannes (80 Kg) und musste über die Gesamtlänge des Parcours geborgen werden.

Der zu bergende Rettungs-Dummy hatte das Gewicht eines erwachsenen Mannes (80 Kg) und musste über die Gesamtlänge des Parcours geborgen werden.

Aufmarsch der deutsch-amerikanischen Feuerwehrehrengarde zu den Klängen der Moselkrampen Lowland-Piper.

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