Keramikwochenende der besonderen Art
Die Tage der offenen Töpferei finden am 9. und 10. März deutschlandweit von 10 bis 18 Uhr statt
Region. Keramik einmal da erleben, wo sie entsteht, dazu besteht am 9. und 10. März, 10 bis 18 Uhr deutschlandweit die Möglichkeit. 21 Werkstätten in RLP, über 500 deutschlandweit laden den Besucher ein, den Keramikern einen Blick über die Schulter zu werfen, neue Arbeiten zu entdecken und vielleicht das eine oder andere Objekt und Gefäß für den eigenen Garten, das Haus oder den morgendlichen Kaffee zu erwerben. Verteilt sind sie zwischen Bad Hönnigen, Trier und Bad Kreuznach. Ihre Keramik reicht von farbenfrohen Tieren bis strenge Gefäßformen über Figuren, Objekte, Tassen, Leuchter, Vasen, mal farbfroh, mal dezent hell und zart dekoriert. Das Spektrum der gezeigten Werke ist weit gefächert, bietet für jeden etwas und zeigt die Bandbreite der gegenwärtigen Keramik.
An der Mosel und am Rhein
Beginnend in Höhr-Grenzhausen und Grenzau, lassen sich die Arbeiten von Ester Kröber in Richtung Nauort im Bahnhof Grenzau entdecken. Wenige Kilometer entfernt in Leutesdorf im Landkreis Neuwied in der Werkstatt von Pia Ockenfels lassen die farbenfrohe Gebrauchskeramik, die geselligen Tiere und die dekorativen Säulen für den Garten die Alltagsgedanken verschwinden. Ähnlich farbenfroh kommen die Wasser speienden Tiere daher, die sich in der Werkstatt von Ute Bruns in Lehmen / Mosel wohlfühlen. Nicht weit ist es von Lehmen hoch aufs Maifeld. Kurz vor der Burg Eltz in Wierschem bei „Pott und Deckel“ in der Werkstatt von Yvonne Laufenberg verzieren dann Fantasiefiguren Kannen, Dosen.
Eine zweite Tour führt an Vater Rhein entlang. Wenige Kilometer stromaufwärts am Fuße der Festung sind die zarten, hellen, kraftvollen Arbeiten von Anja Bogott, Linda Rönsberg und Cornelia Hinkel zu sehen. Im HAUS 121 und in der Kunstbackstube zeigen die Keramikerinnen passend zur Jahreszeit Keramiken und Grafiken zum Erwachen der Natur.
Weitere Werkstätten sind in Dickenschied, Königsau und Bockheim. Auch hier steht das Keramikhandwerk im Mittelpunkt. Teilweise in Familiebetrieben. Die Pallette der Werkstätten, der Techniken und der Arbeitsweisen zeigt die große Vielfalt der Keramik in Rheinland-Pfalz. Vergessen und doch ein Teil des alltäglichen Lebens, ist die Keramik. Sie steht deutschlandweit an dem zweiten Märzwochen im Mittelpunkt. Interessierte können den Keramikern über die Schultern schauen oder ihre Kreativität an dem Wochenende ausleben. Zum Beispiel beim Kindertöpfern in Schlierschied, Lehmen, Höhr-Grenzhausen, Leutesdorf und Münster-Maifeld oder bei den ersten Versuchen an der Töpferscheibe in Boppard oder vormittags in Schlierschied. Ein Besuch bei den Keramikern in RLP lohnt sich alle mal. Erst recht da, wo sie entstehen, die Tassen, Teller, Vögel, Brunnen und Figuren. Weitere Informationen unter: www.offenetoepferei-rlp.blogspot.com oder www.tag-der-offenen-toepferei.de.
