Allgemeine Berichte | 07.10.2015

Elternabend in Oberfell

Kinder bei ersten Schritten ins Leben begleiten

Oberfell. „Wie viel Bindung braucht ein Kind und wie sieht eine gute Eingewöhnung in den Kindergarten aus?“ Unter diesem Motto stand ein Elternabend in der Kita St. Nikolaus in Oberfell, zu dem die Fachstelle Frühe Hilfen im Kreis Mayen-Koblenz gemeinsam mit den Fachkräften der Kita jetzige und zukünftige Eltern der Kinder des Nestbereiches eingeladen hatte. Mit Gedanken an eigene Bindungserfahrungen und einem Gespräch über Signale der Kinder, die Bindungsverhalten ausdrücken können, stiegen Eltern und Referentinnen ins Thema ein. Anschaulich stellte Christa Fröhlich von der Fachstelle Frühe Hilfen im Kreis Mayen-Koblenz dar, wie sich Bindung aufbaut und welchen Wert eine sichere Beziehung zu den Eltern für das spätere Leben des Kindes hat. Elternbindung stellt einen nicht zu unterschätzenden stabilisierenden Faktor bei möglichen Belastungen dar, sodass Kinder ein Urvertrauen entwickeln und kreativer, flexibler und ausdauernder werden, besser lernen können und kompetenter im Umgang mit anderen Kindern sind. Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass besonders feinfühliges Elternverhalten zu einer sicheren Bindungsentwicklung beiträgt. Anhand eines Filmbeispiels tauschten sich die Eltern darüber aus, was genau unter Feinfühligkeit zu verstehen ist. So sei es z.B. ganz wichtig, sich genügend Zeit für die Beschäftigung mit dem Kind zu nehmen und aufmerksam auf seine Ideen einzugehen. So erhalten Kinder das Gefühl, selbst etwas bewirken zu können. Birgitt Loser-Hees, Mitarbeiterin der Fachstelle Frühe Hilfen im Kreis Mayen-Koblenz, betonte auch die wichtige Rolle der Eltern bei der Stressregulation des Kindes. Kinder brauchen Unterstützung beim Durchleben ihrer Gefühle, besonders bei Wut, Furcht und Trennungsangst. Gehirnforscher konnten nachweisen, dass frühkindlicher Stress das Gehirn eines Kindes nachhaltig schädigen kann. Daher sei es wichtig, Kindern in Überforderungssituationen beistehen zu können. Beim Übergang in den Kindergarten kommt es darauf an, dass die Bezugserzieherin zu einer weiteren wichtigen Bindungsperson für das Kind wird. Erst dann, wenn eine Mutter das Gefühl hat, dass ihr Kind sich auch gut von der Erzieherin trösten lässt, kann man von einer gelungenen Eingewöhnung sprechen, so Heike Unger, Erzieherin des Nestbereichs. Bevor sich die Eltern die Nestgruppenräume des Kindergartens ansehen konnten, erklärte Erzieherin Karla Löhr den Eltern das Berliner Eingewöhnungsmodell. Nach diesem Prinzip arbeitet die Kita St. Nikolaus und propagiert eine längere stufenweise Eingewöhnungszeit. Wichtig sei es, dass die Eltern sich dafür ausreichend Zeit nähmen, so die Erzieherin.

Während manchen Kindern Veränderungen leichter fallen und sich neuen Situationen bereitwillig stellen, benötigen andere mehr Unterstützung bei der Übergangsbewältigung. Wichtig sei es, dem Kind genügend Zeit zu lassen, gut im Kindergarten anzukommen.

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