Menschen mit geistiger Behinderung zeigten ihr Können
Offene Türen und kunsthandwerkliche Erzeugnisse im Herz-Jesu-Haus Kühr
Niederfell. Nach zwei Jahren Pause war es wieder soweit: das Herz-Jesu-Haus Kühr lud zum Basar und zum Tag der offenen Tür ein. Alle hatten in den vergangenen beiden Jahren fleißig gewerkelt und waren stolz darauf, ihre Arbeiten dem Publikum präsentieren zu können. Die Freude darüber war in ihrer Mimik zu lesen. Voller Spannung schauten sie in die Gesichter und warteten auf die Reaktionen der Betrachter. Es herrschte ein großer Andrang an diesem Sonntag, viele Besucher wollten sich die Verkaufsausstellung nicht entgehen lassen. Der Tag begann mit einem Gottesdienst, dem ein Konzert mit dem Frauenchor „Incantare“ folgte. So eingestimmt öffneten sich um elf Uhr die Türen. Es war eine große Verkaufsausstellung kunsthandwerklicher Erzeugnisse, hergestellt von den Wohngruppen des Herz-Jesu-Haus und der Tagesförderstätte, der Kindertagesstätte und der Förderschule Untermosel. Mitgewirkt hatten auch die Mosellandwerkstätten, der Förderverein und die Ordensschwestern. Dem Betrachter offenbarte sich sehr viel Schönes und Nützliches. Gekonnte Holzarbeiten, interessante Malereien, bunter Schmuck, ideenreiche Handarbeiten und vieles mehr stand zum Verkauf. Weihnachtliche Dekorationen, geschickt aus Tannen, Rinde, Moos und Kerzen hergestellt wechselten schnell den Besitzer. Der Verein „Freunde und Förderer des Herz-Jesu-Haus Kühr“ verkaufte Sachspenden, die zahlreich abgegeben worden waren. Mit dem Erlös dieses Basares werden die Freizeitmaßnahmen für die Bewohner und die missionarischen Aufgaben des Ordens finanziell unterstützt.
Dass für das leibliche Wohl bestens gesorgt war, zeigten die vielen Menschen, die sich in der Kantine drängten. Und wer einen Augenblick der Ruhe suchte, fand diesen in der „Märchenstunde“. Um 13.30 und 15.30 Uhr wurde in einem romantisch geschmückten, mit Kerzen beleuchteten Raum eine Weihnachtsgeschichte vorgelesen. Den Abschluss dieses Tages bildete eine Theateraufführung, die nach 17 Uhr stattfand. Im Herz-Jesu-Haus Kühr realisierte sich an diesem Sonntag wieder einmal anschaulich und beeindruckend, das „Miteinander-Füreinander“, für das das „Zentrum für Menschen mit geistiger Behinderung“ steht.
EP
Die Mitarbeiter des Herz-Jesu-Haus Kühr leisteten ihren Beitrag zu einem gelungenen Tag.
