Michael Schulte spielt trotz Konzertpause
Mit eigenen Songs das Publikum begeistert
Kobern-Gondorf. Stimmungsvolles Ambiente am Samstagabend an der Minigolf-Anlage: Der deutsche Singer-Songwriter Michael Schulte spielt vor etwa 100 Gästen. Zum dritten Mal innerhalb von drei Jahren ist er nun hier; es ist also schon fast Tradition; auch 2016 wird es ein vom Fanclub organisiertes Konzert geben. Kraftvoll-dynamisch spielt Schulte seine Stücke - zu 95 Prozent handelt es sich um eigene Lieder. Aber auch gefühlvolle Balladen dürfen nicht fehlen: Nicht nur bei „I can’t take my eyes of you“ nimmt er von Anfang an seine Fans mit. Der 25-Jährige ist noch nicht sehr lange auf öffentlichen Bühnen unterwegs. Anfangs veröffentlichte er Coverversionen verschiedener Lieder auf YouTube und wurde dadurch bekannt, dass er bei der Gesangs-Castingshow The Voice of Germany 2012 den dritten Platz erreichte. Danach veröffentlichte er dann eine eigene CD. Es ist heute das erste Konzert seit Dezember 2014; Schulte hatte sich zurückgezogen, um sich auf die weitere Arbeit zu konzentrieren. Das erklärt die weite Anreise seiner meist weiblichen Fans, die sich um die Bühne drängen. Es sind Gäste hier aus Hamburg, Kassel, Wiesbaden und Offenburg. Zwei junge Mädchen aus Papenburg sind bereits mittags angereist; die weiteste Strecke hatten zwei Fans aus Rostock zurückgelegt, die beim Klang der Musik textsicher mitgrooven. Von Beginn des Konzertes an singt das Publikum singt begeistert mit, woraufhin er sagt, „ich mache mir heute einen entspannten Abend, weil ich weiß, dass viele von Euch die Texte können“. Nicole Nink betreibt den Fanclub, der das Konzert organisiert hat, im Prinzip alleine. Eine Menge Arbeit, aber sie macht es gern. Sie betont, dass sie bei Aktionen von der ganzen Familie unterstützt wird. Ihr Vater Dieter kommentiert: „Es ist doch erstaunlich, dass dieser junge Mann nicht nur junge Menschen, sondern auch ältere Leute fasziniert.“ Auf der Bühne singt Michael Schulte als Dank das Lieblingslied von Nicoles Mutter Erika - eine sehr nette Geste. Schulte erzählt, dass er privat immer noch „auf der Suche“ ist - trotz der Angst hat, er wäre jetzt zu „obvious“: „Take me as I am“. Überhaupt textet er lieber englisch, damit das internationale Publikum ihn verstehen kann. Es folgt der Song „Take it all away“- von der Acoustic-Version sei er selbst total begeistert - in der Band-Version käme der Song viel düsterer rüber. Nach zweieinhalb Stunden geht ein schöner Abend zu Ende, und wieder wird es einige Zeit kein Konzert geben - Schulte macht sich fit für eine Urlaubstour mit sechs anderen Musikern nach Namibia. Gabriele Schammler
