Realschule plus Kobern-Gondorf
Schuleigene Gedenkstätte erinnert an Opfer des Holocaust
Kobern-Gondorf. Der Fachschaft Geschichte der Realschule plus Kobern-Gondorf war es in diesem Jahr ein großes Anliegen, Schüler und Schülerinnen an die schuleigene Gedenkstätte der Schule heranzuführen. Diese Aufgabe übernahm die Klasse 10a. Im Vorfeld hatten sie sich mit der Geschichte und der Bedeutung des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus vertraut gemacht. Schülerinnen und Schüler der Klassen 9d und 9e sollten sich in kleinen Gruppen mithilfe der Betreuer aus der Klasse 10a an insgesamt sieben Stationen in einem Rundgang über das Schicksal jüdischer Mitbürger aus Kobern-Gondorf informieren. Die schuleigene Gedenkstätte selbst stand als erste Station im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler konnten feststellen, dass sie ein Ort der Erinnerung und Hoffnung ist. Die von Schülern angefertigten Gedenktafeln erinnern an die aus Kobern deportierten jüdischen Mitbürger. Symbole des Friedens, nach Schülerentwürfen angefertigt und gezeichnet, geben Hoffnung auf ein Miteinander in Frieden. Die Namen der jüdischen Mitbürger zeigten den Schülern auch, welche Familien in Kobern über Jahrzehnte gewohnt haben. Das bestätigten auch die Fotos der Grabsteine vom jüdischen Friedhof in Kobern in einer weiteren Station. Dass die Schule schon über mehrere Jahre der Opfer des Holocaust gedenkt, konnten die Schüler an den Berichten über Aktionen der vorangegangenen Jahre erkennen. Dabei wurde ihnen der Weg aufgezeigt, der zur schuleigenen Gedenkstätte geführt hat. Einen besonderen Stellenwert erhielt das Theaterstück ’Anne Frank‘, das im vergangenen Jahr von der Theater-AG in der Winzerscheune aufgeführt worden war. Beeindruckend war auch der Filmbericht über die Eröffnung der Gedenkstätte im vergangenen Jahr. „Nun weiß ich, welche Bedeutung die Gedenkstätte an unserer Schule hat.“, äußerte sich eine Schülerin. In Zukunft können sie und ihre Klassenkameraden die Mitschülerinnen und Mitschüler darüber informieren und auch interessierten Mitbürgern Auskunft geben. Im kommenden Jahr möchte die Realschule plus an der Untermosel auch wieder Gästen und interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Begegnung mit der Gedenkstätte ermöglichen.
Nun machten sich Schülerinnen und Schüler der Klassen 9d und 9e mithilfe ihrer Betreuer aus der Klasse 10a mit der Bedeutung der Gedenkstätte vertraut und informierten sich über das Schicksal jüdischer Mitbürger aus Kobern-Gondorf.
Die schuleigene Gedenkstätte der Realschule plus Kobern-Gondorf wurde im vergangenen Jahr eröffnet. Fotos: privat
