Segen bringen - Segen sein
In der Verbandsgemeinde Untermosel waren Sternsinger für einen guten Zweck unterwegs
VG Untermosel. Turbulent ging es beim ersten Treffen der Sternsinger im Nörtershausener Pfarrheim zu. Es waren viele Kinder und Jugendliche gekommen, um für die Aktion Sternsinger die Heiligen drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar zu repräsentieren. Vier Gruppen mussten eingeteilt werden. Zwei Mütter hatten die Organisation übernommen und gaben sich alle Mühe, Ordnung in diese fröhliche, etwas chaotische Gesellschaft zu bringen, denn es war wichtig, eine harmonische Einteilung zu treffen. Da wurde diskutiert, wer mit wem durch die Straßen des Ortes ziehen und die Friedensbotschaft verbreiten wollte. Als das geschafft war, wurden die Gewänder und Utensilien verteilt. In diesem Jahr hatten die Sternsinger vier neue Sterne bekommen, gestiftet von Markus Wermann. Hedi Zavelberg stiftete Stoff, aus dem Gerda Knechtges drei neue Gewänder nähte. So ausgestattet warteten die Sternsinger auf den großen Tag.
Am Samstagmorgen war es dann soweit, und sie zogen von Haus zu Haus und überbrachten ihre Botschaft: „Sternsinger kommen und Sternsinger singen, wollen Euch Licht und den Segen bringen. Könige kommen und Könige schreiben Zeichen des Segens, die bei euch bleiben. Wir zieh‘n nun weiter auf Straßen und Wegen, Ihr seid behütet durch Gottes Segen.“ Und sie segneten die Häuser und ihre Bewohner, indem sie mit ihrer geweihten Kreide die Buchstaben C+M+B sowie die Jahreszahl an die Haustüren schrieben. Diese Segensbitte soll die Bewohner vor Unglück schützen und ist die Abkürzung der lateinischen Worte „Christus mansionem benedicat - Christus segne dieses Haus“. Das Sternsingen ist ein traditioneller katholischer Brauch, der sich in diesem Jahr zum fünfundfünfzigsten Mal jährt. Die „Aktion Dreikönigssingen“ ist weltweit die größte Hilfsaktion von Kindern für Kinder, bei der jedes Jahr mehrere Millionen Euro für Kinderhilfsprojekte in aller Welt gesammelt werden. Deutschlandweit sammelten die Sternsinger in diesem Jahr für „Tansania“. Die Nörtershausener Kinder und Jugendlichen aber spendeten auch diesmal wieder für Schwester Margarita Rosenbach in Chile. Die Steyler Missionsschwester ist 1921 Pfaffenheck in geboren und lebt und wirkt seit über 60 Jahren für ihren Orden in Chile. Im vergangenen Jahr sammelten die Orte Nörtershausen und Udenhausen 6200 Euro zur Unterstützung für ihre Arbeit. Bei den Sternsingern kam die Summe von 1150 Euro zusammen und natürlich eine Menge Süßigkeiten, die unter den Mitwirkenden verteilt wurden. Um die Mittagszeit, nachdem sie ihr Werk vollbracht hatten, fand sich die Gemeinschaft der Sternsinger im Pfarrheim ein, wo der Mittagstisch schon gedeckt war. Den Abschluss des Dreikönigssingens bildete der Rückkehrergottesdienst, in dem eindringlich auf das Leitwort der Sternsinger Aktion 2013 „Für Gesundheit in Tansania und weltweit“ eingegangen wurde. Dazu führten die Kinder in der Kirche ein Theaterstück auf. Sie erzählten und spielten die Geschichte des Mädchens Sharifa, das verunglückte, und verdeutlichten das Problem der ärztlichen Versorgung in Tansania.
Auch in anderen Ortsgemeinden der Untermosel waren die Sternsinger aktiv. Die Brodenbacher Sternsinger machten sich auf den Weg, um Segen zu bringen und Spenden zu sammeln. Ihre Aktion brachte 1200 Euro, die für die „Gesundheitsversorgung in Tansania und weltweit“ bestimmt waren. Am Ende des Tages gab es im Feuerwehrhaus für alle Beteiligten ein Pizzaessen.
In Dieblich organisierten wie jedes Jahr die Pfadfinder die Aktion Sternsinger. Rund 40 Kinder und Jugendliche zogen durch den Ort, segneten Häuser und Bewohner und sammelten fast 3.300 Euro für Tansania.
EP
1200 Euro sammelten die Brodenbacher Sternsinger.
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