Allgemeine Berichte | 21.08.2015, 11:20 Uhr

Gut gelaunte Gäste und fröhliche Stimmung beim Wein- und Heimatfest im historischen Alken

Und eine Familientradition findet ihre Fortsetzung

Ein dreitägiges Festprogramm mit Krönung der Weinkönigin am Fuß der Burg Thurant

Alken. Viele fröhliche und gut gelaunte Gäste hatten sich im Weingut Löhr eingefunden, um die Krönung der neuen Weinkönigin Leah I. mit zu erleben. Musikklänge, die aus den Gassen Alkens zu hören waren, kündigten ihr Erscheinen an. Ein Festzug, angeführt vom Musikverein Brodenbach, begleitete die Weinmajestät von ihrem Elternhaus bis zur Stätte der Krönung. Außer vielen Ehrengästen, geleiteten auch die traditionell gekleideten und mit Blumenschmuck ausgestatteten Winzerkinder Leah Konrad ins Weingut Löhr. Die Neunzehnjährige hat in den vergangenen zwei Jahren Erfahrungen gesammelt für das Amt der Weinkönigin, da sie die scheidende Weinkönigin Franziska II. als Prinzessin unterstützt hatte. Auch in ihrer Familie ist man mit diesem Amt vertraut. Ihre Oma Maria Etzkorn weiß stolz zu erzählen: „Meine Schwester Brunhilde war 1960 die erste Alkener Weinkönigin und Leahs Mutter Heike wurde 1980 gekrönt.“ So setzt Leah Konrad eine Familientradition fort und repräsentiert ihren Heimatort in den nächsten zwei Jahren. Ihr zur Seite stehen die Prinzessinnen Alina und Silvana. Mit dem Lied „O Mosella“ gab der Musikverein den Auftakt zur Krönung. In ihren trachtenähnlichen Kleidern betraten die drei jungen Damen die Bühne und der Traum eines jeden Mädchens – einmal Prinzessin oder Königin zu sein – wurde wahr. Zunächst begrüßte Ortsbürgermeister Walter Escher die Gäste, die auch von weit her gekommen waren: aus den Partnerstädten in Belgien und den Niederlanden. Auch Kölner ließen es sich gut gehen, genossen mit rheinländischem Humor die moselländische Stimmung. Den Alkener Winzern wünschte der Bürgermeister: „Viel Erfolg und trinkfreudige Gäste!“ Bevor die scheidende Weinkönigin die Krone an die „Neue“ weitergab, erzählte sie humorvoll und in Reimen von den Erlebnissen der letzten beiden Jahre und endete mit: „Der Abschied fällt mir schwer, gern gebe ich die Krone nicht her!“

Leah I. ist die einundvierzigste Alkener Weinkönigin

Unter dem Beifall der Gäste krönte sie Leah I. zur einundvierzigsten Alkener Weinkönigin. Diese richtete ihre Dankesworte an „die Freunde des Weines“, wobei sie die Gäste aus Belgien und den Niederlanden in flämisch ansprach. Auch sie blickte voll Humor zurück auf ihre Zeit als Prinzessin: „Wir waren und sind Freundinnen, die sich in der Pfalz, an Mosel, Saar und Ruwer besser auskennen als im Hunsrück. Dort suchten wir einmal vergeblich die Autobahnausfahrt, um nach Alken zu kommen.“ Damit hatte sie die Lacher auf ihrer Seite. Ihr besonderer Dank galt dem Musikverein Brodenbach, dem sie selbst seit vielen Jahren angehört. Stolz ist sie darauf, ihren Heimatort repräsentieren zu dürfen:

„Ich hatte eine tolle Kindheit in Alken“

„Ich hatte eine tolle Kindheit in Alken. Manchmal sind wir über die Mosel geschwommen, um was Schönes zu sehen: nämlich den Blick auf Alken!“ Das brachte der Neunzehnjährigen den begeisterten Applaus des Publikums. Sie beendete ihre Rede mit dem Spruch: „Der größte Feind des Menschen wohl, ist der Alkohol. Doch in der Bibel steht geschrieben, du sollst auch deine Feinde lieben!“ Zu den Gratulanten gehörte auch der Bürgermeister von Alken in Belgien, der viele Geschenke mitgebracht hatte. Für die Verbandsgemeinde Rhein-Mosel gratulierte der Beigeordnete Werner Merkenich: „Wein ist ein wichtiger Bestandteil unserer Verbandsgemeinde, besonders hier an der Mosel. Die Weinmajestäten repräsentieren die Weinkultur der Verbandsgemeinde nach außen.“ Mit Blumen und Einkaufsgutscheinen bedankte sich die Gemeinde Alken bei den scheidenden Weinmajestäten. Dann wurde kräftig gefeiert. Fünf Winzer hatten Keller und Höfe geöffnet. Bei Leckerem und Hausgemachtem aus der Winzerküche und gutem Wein aus dem Weinkeller, dazu noch Livemusik, herrschte in den malerischen Gassen eine ausgelassene, moselländische Stimmung. Die Weingüter, die ihre Höfe für die Gäste öffneten, waren: Anton Hammes, Matthias Schunk, Löhr, Thönnes und Wegrzynowski. Für die Kinder wurde eine Dorfrallye veranstaltet, die mit einer Siegerehrung im Weingut Thönnes endete. Zu den ersten Aufgaben der neuen Weinmajestäten gehörte der Besuch der Winzerhöfe, eine Aufgabe, die sie leichten Herzens und gerne erfüllten. Sonntags trafen sie sich im Weingut Schunk auch mit anderen Weinmajestäten der Untermosel und ließen gemeinsam mit den Gästen das Fest bei Wein, Musik und Tanz ausklingen. Zu später Stunde hieß es dann „Alken im Feuerzauber“. Ein Riesenfeuerwerk erhellte den Nachthimmel, beleuchtete die Burg Thurant und begeisterte die Zuschauer und Zuschauerinnen. Es war der Abschluss des Wein- und Winzerhoffestes in Alken und der Start für drei junge Damen in eine erlebnisreiche, aufregende Zeit.

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