Die Mitglieder des FSV Dieblich nehmen Stellung zur Standortfrage
Verein spricht sich für die Ortslage aus
Dieblich. Der FSV Dieblich hat sich in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zum Standort eines neuen Sportgeländes positioniert. Aufgrund der weiteren Erschließung des Bauabschnitts Dieblich-Ost und des damit verbundenen Wegfalls der jetzigen Anlage standen ein Obstanbaugebiet zwischen Dieblich und der Moseltalbrücke („Am 3. Anwendsweg“) sowie ein landwirtschaftliches Areal unmittelbar hinter dem Ortsausgang von Dieblich-Berg („An den 2 Kreuzchen“) zur Entscheidung. Vor der Stimmabgabe wurden die Mitglieder ausführlich über die Vor- und Nachteile der Standorte informiert. Dabei spielten mehrere Faktoren eine Rolle, unter anderem die Kostenfrage, die zeitliche Umsetzung, die mögliche Verkehrsanbindung und die soziale Verträglichkeit des jeweiligen Terrains. Unbefriedigend für viele Mitglieder war, dass zur zeitlichen Umsetzung weder für den einen noch für den anderen Standort eine klare Aussage zu erhalten war.
Das Resultat der Auszählung
Trotz einiger nicht zu beantwortender Fragen wurde im Anschluss in geheimer Wahl über das künftige Projekt entschieden. Das Resultat der Auszählung ergab ein eindeutiges Votum (65,5 Prozent der anwesenden Mitglieder) für das Gebiet „Am 3. Anwendsweg“. 19 Prozent gaben ihre Stimme für den Standort Dieblich-Berg ab. Ausschlaggebend für den Standort „Dorf“ waren in erster Linie die bessere Erreichbarkeit für Sportler und Zuschauer (derzeit sechs Tennis- und Fußballseniorenmannschaften und insgesamt zwölf Jugendmannschaften), die geschützte Lage und der verbreitete Wunsch, ein neues Sportgelände in der Nähe des alten und nicht an anderer Stelle zu errichten. Außerdem werden viele künftige Nutzer der Sportanlage in den Baugebieten Dieblich-Ost wohnen, insofern ist ein Entfernungsvergleich vom Ausgangspunkt Weinbrunnen zu den künftigen Spielstätten irreführend. Dazu sollten die zu überwindenden Höhenmeter zum Standort Dieblich-Berg berücksichtigt werden. Der FSV Dieblich favorisiert die Alternative „Dorf“ auch im Hinblick auf seine Mitgliederentwicklung, allerdings fühlten sich 15,5 Prozent der Versammlungsteilnehmer, in erster Linie wegen der Realisierbarkeit nicht hinreichend informiert, um ihre Stimme für eine der beiden Möglichkeiten abzugeben.
Bürger müssen noch befragt werden
Die Frage, ob es letztlich zum Standort „Am 3. Anwendsweg“ kommen wird, bleibt unbeantwortet. Hier muss erst einmal die Bürgerbefragung und der Einfluss, den deren Ergebnis auf eine Entscheidung des Gemeinderates haben kann, abgewartet werden. Womit jedoch nicht mehr zu rechnen ist, wird eine Verbesserung des Zustandes des aktuellen Sportgeländes sein. Investitionen irgendwelcher Art sind nach dem momentanen Stand der Dinge dort auszuschließen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Zeitrahmen für die Errichtung einer neuen Anlage vollkommen ungewiss ist und es im schlimmsten Fall noch mehrere Jahre dauert, bis der Verein in den Genuss einer solchen kommt.
Für den FSV Dieblich, der sich in den vergangenen Jahren zumindest sportlich im Aufwind befindet und eine erfreuliche Bilanz aus den Erfolgen seiner Mannschaften vorweisen kann, ist deshalb nach dem aktuellen Informationsstand ein sorgenfreier Blick in die Zukunft eher unbegründet.
