19. Kreisjugendfeuerwehrzeltlager in Andernach
Volles Programm bei hochsommerlichen Temperaturen
18 Jugendfeuerwehren mit insgesamt 260 Jugendlichen und Betreuern
Andernach. Obwohl die Anreise der Gruppen erst für den Samstagvormittag geplant war, wurden beim 19. Kreisjugendfeuerwehrzeltlager in Andernach bereits am Freitag - so groß war die Vorfreude - bereits 30 von insgesamt 36 Unterkunftszelten aufgebaut. Die restlichen Gruppen kamen im Verlauf des Samstag dazu.
Die feierliche Eröffnung stellte den Höhepunkt des ersten Tages dar. Sonntags folgte der erste Wettweberb: das Zielschlauchwerfen um den Friedbert-Auer-Gedächtnispokal mit der Siegermannschaft Jugendfeuerwehr Mertloch. Eine große Zahl an Eltern besuchte im Verlauf des Tages ihre Töchter und Söhne im Zeltlager. Das Rahmenprogramm bildeten die Mantrailer - eine Hundestaffel die das Auffinden vermisster Personen beherrscht. Die Hitze machte den Tieren ganz schön zu schaffen. Pfarrer Christian Schult zelebrierte am Abend zusammen mit Willi Monn, Wehrleiter a.D., einen wunderbaren Gottesdienst zu Zeltlagerbeginn. Die Fürsprache muss ihren Teil am fantastischen Wetter über die Woche beigetragen haben. Für die Zeltlagerwoche wurden Kooperationen eingegangen. Alleine mit dem Kanditurm wurden verschiedene - meist teambildende - Veranstaltungen durchgeführt. Auch die Werkfeuerwehr der Firma Rasselstein war mit im Boot. Gemeinsam mit dem Kanditurm-Team wurde am 44 Meter hohen Teleskopmast der Firma Rasselstein ein Strickleiterklettern durchgeführt; ein wirklich tolles Erlebnis für viele Mädchen und Jungen. Neben der Abnahme der Jugendflamme der Stufe I mit insgesamt 28 Jugendlichen krönte eine Nachtwanderung zum Weißenthurmer Wasserfall an der Nette den Montag. Toll: Die Küche bat in der Nacht zu einem Grillimbiss auf der Strecke.
Tags darauf fand die obligatorische Zeltlagerolympiade statt. Die Spiele wurden von den Teilnehmern insbesondere dann angenommen wenn Wasser eine Rolle spielte - es war ja auch ganz schön heiß an dem Tag. Sieger des Wettbewerbs: die Jugendfeuerwehr Nörtershausen.
Klasse auch am Mittwoch die Fahrt mit der Brohltalbahn. Alleine schon der Weg vom Lagerplatz zum Bahnhof bot einige „Nettigkeiten“. Die Bevölkerung war angetan angesichts der diszipliniert auftretenden Gruppen. Man grüßte sich und tauschte sich im Gespräch aus. In Brohl angekommen sorgte der Opa von Lukas Schäfer aus Kettig für eine Überraschung: Der Großvater, ein Ur-Brohltaler, filmte den gesamten Ablauf des Tages. Auch der Bürgermeister der VG Brohltal Bell richtete am Bahnhof Oberzissen ein Grußwort an die Jugendfeuerwehren aus dem Nachbarlandkreis.
Am Donnerstag trainierten die Gruppen, die am Freitag die Leistungsspange ablegen wollten. Darüber hinaus wurde die Jugendflamme der Stufe II von 26 Jugendlichen absolviert.
Freitags dann der Höhepunkt: Insgesamt 25 Jugendliche legte den höchsten Leistungsnachweis der Jugendfeuerwehr - die Leistungsspange - mit guten Ergebnissen ab. Obwohl „ons Schwemmbad“ unmittelbar neben dem Zeltplatz lag, bauten die Jugendfeuerwehren - wen wundert es - Pools vor ihren Zelten auf. Somit war die Abkühlung zu jeder Zeit sicher gestellt.
Der DRK Ortsverband registrierte etwa 180 (leichte) Verletzungen von Jugendlichen. Die heftigste: eine Platzwunde am Kopf. Die Feldküche Miesenheim unter der Leitung von Manuela Koll und Thomas Blum zauberte die Woche über und bekam dafür Komplimente von den Teilnehmern. Eis für alle Zeltlagerteilnehmer spendierte Landrat Dr. Alexander Saftig im Verlauf der Woche bei einem persönlichen Besuch. MdL Marc Ruland war bei seinem Besuch sehr angetan vom ehrenamtlichen Engagement und lud die Jugendfeuerwehr zu einem Besuch im Landtag ein.
Ein Feuerwerk, schöner noch als bei Rhein in Flammen - organisiert vom Andernacher Jugendwart Michael Groß - bildete einen grandiosen Zeltlagerabschluss.
Hinauf in schwindelerregende Höhen ging es beim Strickleiterklettern am 44 Meter hohen Teleskopmast der Firma Rasselstein.
Bei den hochsommerlichen Temperaturen boten die selbst aufgebauten Pools eine willkommene Abkühlung.
Diverse Geschicklichkeitsspiele fanden bei den Jugendlichen immer wieder großen Anklang. Fotos: privat
