Föderationstreffen der Herz-Jesu-Schwestern
Zukunftsorientierte Ausrichtung der Ordensgemeinschaften
Niederfell. Über 60 Herz-Jesu-Schwestern aus aller Welt trafen sich zum Föderationstreffen im Herz-Jesu-Haus Kühr in Niederfell. Die Schwestern, die aus 15 verschiedenen Ländern, neben Deutschland, Österreich, Frankreich und England auch aus beispielsweise Polen, der Tschechei und sogar Afrika oder von den Philippinen zusammenkamen, haben intensiv zusammengearbeitet. Thema war neben der Besinnung auf den Ordensstifter Viktor Braun vor allem die zukunftsorientierte Ausrichtung der Ordensgemeinschaften und ihrer Aufgaben. Die Föderation wurde vor zehn Jahren gegründet und verbindet die drei Generalate in Frankreich, England und Wien. Gemeinsam ist allen Dreien der Stifter Viktor Braun, der die Herz-Jesu-Schwestern 1866 in Paris begründete. 1871 wurde der Orden im deutsch- französischen Krieg getrennt. Um die Verbundenheit der Ordensgemeinschaften auszudrücken und weiter zu stärken, wurde 2003 die Föderation gegründet. Die deutschsprachige Generaloberin Sr. M. Adeline Grandits erläutert den Hintergrund: „Uns war es wichtig, wieder zusammenzukommen und unseren Weg weltweit gemeinsam zu gehen. Uns alle eint der Auftrag Viktor Brauns, in Liebe zu dienen.“ Weltweit stellen die Ordensgemeinschaften deswegen den Dienst am Menschen in den Mittelpunkt ihres Schaffens. Begleitet von zwei Moderatoren und unterstützt von Übersetzern gestalteten die Ordensfrauen eine Woche mit geistlichem Diskurs und spirituellen Impulsen. Dazu gehörten auch ein Gottesdienstbesuch im Trierer Dom, zelebriert von Prälat Dr. Georg Holkenbrink und ein Besuch in Maria Laach, wo Abt Benedikt Müntnich die Messe feierte. Emotionaler Höhepunkt jedoch war der von Bewohnern und Mitarbeitern gestaltete Gottesdienst im Herz-Jesu-Haus, der die Besucher tief berührte mit der Offenheit der Menschen und der herzlichen Atmosphäre. Die gastgebende Oberin des Herz-Jesu-Hauses, Sr. M. Radegundis Ulberth freute sich über das gute Mit- und Füreinander, das die Schwestern aus den verschiedenen Gemeinschaften beim Föderationstreffen lebten. „Durch den gemeinsamen Gründer sind wir eine große Familie. Das Erleben der Gemeinschaft bestärkt uns in der Erfüllung des Stifter-Auftrags und erfüllt uns mit Dankbarkeit.“
