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Handwerksausbildung/Berufsausbildung in Togo - eine Erfolgsgeschichte setzt sich fort -

Engagement der Togo-Hilfe e.V. Rheinbach zahlt sich aus

Spender für dringend notwendige Wasserbohrung und Bau von Toilettenanlagen gesucht

21.01.2016 - 08:53

Rheinbach . Bei der diesjährigen Projekt-Reise des Rheinbacher Vereins Togo-Hilfe e.V. nach Togo gab es ein absolutes Novum: In den AGERTO Berufsausbildungszentren Akpakpakpe (Region Notse) und Kemeni (Region Sokodé) haben zum ersten Mal Auszubildende eine Lehre abgeschlossen und eine Urkunde zum Berufsabschluss überreicht bekommen. (AGERTO = Association Germano Togolaise).

Für die Regionen, in denen es bis dahin keinerlei ausgeübte Handwerksberufe und somit keinerlei Ausbildungsbetriebe gab, ist dies ein enormer Fortschritt. Denn die neuen Absolventen werden in der jeweiligen Region bleiben, einen eigenen Betrieb eröffnen, ihr Handwerk ausüben und ebenfalls ausbilden. Bisher konnten Jugendliche aus diesen Regionen nur zur Armee oder auf die Felder gehen. Für eine handwerkliche Ausbildung mussten sie bis jetzt die Region verlassen. Diese Situation findet man in der Busch-Region oder in der Savanne in Togo häufig und sie hatte bisher eine enorme Landflucht zur Folge.

Die strukturelle Weiterentwicklung in den ländlichen Regionen durch die Berufsausbildungsprojekte verhindert nicht nur eine weitere Steigerung der Landflucht, sondern auch die Notwendigkeit der Flucht in andere Wirtschaftsräume, wie z.B. nach Europa. Die Verleihung der Abschluss-Diplome der AGERTO Lehrlinge in der Region Kpalimé stand in diesem Jahr unter einem besonderen Stern. Sie wurde begleitet von den offiziellen Vertretern der deutschen und der togoischen Regierung. Die Bundesrepublik Deutschland wurde vom Botschafter Christoph Sander und seitens der GIZ von der Landesdirektorin Annette Rathjen vertreten. Für Togo hat der Präfekt (Ministerpräsident) der Provinz Kloto, Dr. Awou Ottéko Apédo, teilgenommen. Teile der Veranstaltung wurden in diesem Jahr sogar im togoischen Radio und Fernsehen übertragen. Der Vorsitzende der Rheinbacher Togo-Hilfe e.V., Michael F. Firmenich, konnte bei dieser Gelegenheit wesentliche Gespräche für die Weiterentwicklung des Berufsausbildungszentrums AGERTO mit den offiziellen Stellen führen. AGERTO hat bei den Behörden einen Antrag für eine Lizenz zum Ankauf von Holzbrettern für die Schreiner-Ausbildung gestellt. Der An- und Verkauf von Holz unterliegt in Togo strengen staatlichen Regelungen. In Kpalimé werden bei AGERTO momentan Weber, Schreiner, Schweißer und Schneider ausgebildet. Außerdem gibt es Ausbildungsplätze für Friseure und Schnitzer.

AGERTO zeichnet sich dadurch aus, dass nur ausschließlich bedürftige Jugendliche, Straßenkinder, Waisen oder verstoßene Frauen zur Ausbildung aufgenommen werden. Die Ausbildung ist für bedürftige Jugendliche kostenfrei.

AGERTO wurde von einem Togoer mit deutscher Staatsbürgerschaft, Messan Amegniho, gegründet, der von Deutschland nach Togo zurückgekehrt ist und einen Großteil seiner Rente für die Unterstützung von Bedürftigen und Waisenkindern aufwendet.

In Akpakpakpe werden bei AGERTO Schneider und Schlosser/Eisenbieger ausgebildet. Das Zentrum bildet derzeit 20 Lehrlinge aus. Im vergangenen Jahr wurden mit Hilfe von Spendengeldern aus Deutschland gemauerte Ausbildungs-Gebäude gebaut.


20 Lehrlinge in Ausbildung


Im Ausbildungszentrum in Kemeni werden momentan ebenfalls 20 Lehrlinge ausgebildet. Es handelt sich um Schneider, Schlosser/Eisenbieger und Schreiner. Das Ausbildungszentrum ist derzeit in einem baufälligen ehemaligen Schulgebäude mit notdürftig geflicktem Dach untergebracht. Die Gemeinde Kemeni hat bei der Weltbank einen Antrag für den Bau von festen gemauerten Gebäuden für das Ausbildungszentrum gestellt. Dieser Antrag wurde im vergangenen Jahr freigegeben und Togo-Hilfe e.V. konnte die in Bau befindlichen Gebäude besichtigen, die bald fertig gestellt werden.

In den Ausbildungszentren von Akpakpakpe und Kemeni gibt es weder Strom noch fließend Wasser. Es können daher nur Maschinen ohne elektrischen Strom zur Berufsausbildung verwendet werden. Toiletten sind derzeit überhaupt nicht vorhanden. Die nächsten Projekte der Togo-Hilfe e.V. aus Rheinbach werden die Wasserbohrung und der Bau von Toilettenanlagen in diesen Regionen sein.

Die Togo-Hilfe e.V. sucht daher aktuell dringend Spender, um diese Maßnahmen umzusetzen. Für den Bau der Toilettenanlage im AGERTO Ausbildungszentrum Akpakpakpe hat die Grafschafter Krautfabrik ganz aktuell 2.000,- Euro gespendet.

Einige Patenkinder aus dem Programm der Sozialpatenschaften konnten inzwischen ihren Schulabschluss machen. Mehrere Pateneltern in Deutschland konnten für die Finanzierung der Berufsausbildung gewonnen werden. Insbesondere weiterführende Berufsbildende Schulen sind sehr teuer in Togo. Eine zwei- oder dreijährige Berufsausbildung im Bereich Hotelfach oder Informatik kostet zwischen 1.500,- und 2.000,- Euro. Aber auch für eine handwerkliche Berufsausbildung wie Schreiner oder Schneider muss ein Lehrvertrag mit ein paar hunderten Euros teuer bezahlt werden. Fast alle Schulkinder der Sozialpatenschaften wurden eine Schulklasse höher versetzt. Seit die Togo-Hilfe e.V. darauf besteht, dass die Erziehungsberechtigten aller Schulkinder der Sozialpatenschaften vom Patengeld Schulbücher anschaffen müssen und jedes Kind bei den Kontrollbesuchen eine Vorlese-Probe durchführen muss, sind die schulischen Leistungen der Kinder merklich besser geworden. Denn, dass ein Kind Schulbücher für den Unterricht hat, ist in Togo nicht selbstverständlich. Bei Klassengrößen von über 80 Schülern sind jedoch Schulbücher wichtig und steigern die Qualität des Unterrichts für die Schüler enorm. Nur wenige Schulen in Togo verfügen über die Möglichkeit, Bücher für den Unterricht oder zum Lernen bereitzustellen bzw. zu verleihen. Ein Lesebuch der afrikanischen Literatur stellt Togo-Hilfe seit vielen Jahren jedem Schulkind des Sozial-Patenschaftsprogramms entsprechend seiner Klassenstufe zur Verfügung.


Spenden sind dringend notwendig


Wer die dringend notwendigen Projekte der Togo-Hilfe e.V. unterstützen möchte, kann dies gerne tun, auf das Spendenkonto der

Raiffeisenbank Rheinbach. IBAN: DE41 3706 9627 0022 2220 23 BIC: GENODED1RBC.

Weitere Infos auch unter:

www.togohilfe.com

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Daxi90:
Die mangelnde Bewegung ist auch für mich der entscheidende Punkt gewesen. Ich habe viel Aufwand betrieben um endlich schmerzfrei zu werden. Heute kann ich endlich sagen , dass ich dauerhaft schmerzfrei bin. Aktuell schreibe ich auch auf meinem Blog über meine Erfahrungen: https://rueckenschmerz-frei.com/

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Dario Tobler:
So sehr ich positive BErichterstatung auch mag, ist es der Sache gar nicht dienlich, wenn im Vorfeld nur halberzig recherchiert worden ist. Cannabidiol wird nicht aus den Samen gewonnen. Das öl aus den Samen ist Salatöl. CBD öl ist ein extrakt welcher mehrheitlich durch CO2 fraktion, Alkoholextraktion oder Butangas extraktion gewonnen wird. Weiter ist CBD öl nicht in jedem Fall rein biologisch. es ist zu 100% organisch aber in den meistenfällen konventionell hergestellt! Dann noch zur Substanz selbst: CBD kann in Artzneimitteln zum Einsatz kommen (Sativex), es kann zu kosmetischen Zwecken verarbeitet werden, ist nach juristischer Auffassung aber in erster Linie ein Lebensmittel. Deshalb bedingen die Produkte auch eine Novellfood registrierung damit sie als Lebensmittel und Lebensmittelzusatz legal verkehrsfähig sind. Grüsse von dem wahrhaften CBD BIOnier der Schweiz www.zitronic.ch
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