Stimmungsvolle Proklamationssitzung im prall gefüllten Turnhallen-Gürzenich
„Sie trafen ins Herz der Jecken“
Zum 28. Mal in ununterbrochener Reihe gibt es mit Karl Heinz I. und Gaby II. Tollitäten in Wormersdorf
Wormersdorf. Im „Land der Liebe“ gibt es nun seit 28 Jahren in ununterbrochener Reihenfolge erwachsene Tollitäten, und auch diesmal verspricht das Prinzenpaar eine unvergessliche Session. In einer großartigen Proklamationssitzung übernahmen Karl Heinz I. und Gaby II. (Lambertz) das Kommando über die knatschfidelen Jecken im prall gefüllten Turnhallen-Gürzenich. Das neue Prinzenpaar kommt übrigens aus den Reihen der Schützen und hat schon eine gewisse Regenten-Erfahrung, war das Ehepaar doch 2011/2012 Schützenmajestät. „Nehmt uns so, wie wir sind“, rief die Prinzessin in ihrer Antrittsrede ins Publikum und versprach, stimmungsmäßig an das tolle Prinzenpaar Prinz Dirk II. und Prinzessin Nici I. (Oswald) anzuknüpfen. Die neuen Tollitäten werden von einem guten Dutzend Adjutanten unterstützt mit den Chefadjutanten Hans-Josef Trimborn und Jürgen Nohles an der Spitze.
Karneval das ganze Jahr
Ortsvorsteher Günther Zavelberg, der zusammen mit den beiden Vizebürgermeistern Claus Wehage und Tamara Vogt die Proklamation vornahm, war wie in jedem Jahr hellauf begeistert von der Stimmung im Saal. Und Wehage hatte sogar eine Ode auf die Jecken von Wormersdorf gereimt: „In Wormersdorf herrscht Karneval das ganze Jahr“, wusste er, und: „Ich hoffe, dass er lang so bliebe, der Karneval im Land der Liebe.“
Wie es in Wormersdorf so üblich ist, wurde im Verlaufe des Abends ein jeckes Lied nach dem anderen vom Elferrat und anderen Akteuren auf der Bühne zu Ehren der neuen Tollitäten zum Besten gegeben. Und was wäre die Wormersdorfer Proklamationssitzung ohne das legendäre Fanfarenkorps der Landsknechte, das auch diesmal wieder unter Leitung von Bernd „Dille“ Klick die Tollitäten in den Saal spielte, fast bis zur totalen Erschöpfung aufs musikalische Gaspedal trat und die Jecken im Saal mit Volldampf auf Hochtouren brachte.
Einmal Prinz zu sein
Gefühlte 45 Strophen lang, so Sitzungspräsident Stefan Meier bei seinem zweiten Auftritt, erklang auch diesmal der unverwüstliche Karnevalshit „Einmal Prinz zu sein“. So lange dauerte es, bis das Prinzenpaar durch den ganzen Saal getanzt und so gut wie jeden Jecken geherzt und gebützt hatte. Die standen zum Großteil auf Tischen und Bänken und jubelten dem Prinzenpaar zu. Noch eine Strophe mehr, und die Trompeter hätten allesamt ein Sauerstoffzelt benötigt, zwischendurch mussten die Lippen ordentlich mit Bier benetzt werden, um nicht zu verkrampfen. Da tat auch der Abschied vom scheidenden Prinzenpaar Prinz Dirk II. und Prinzessin Nici I. (Oswald) nur noch halb so weh. Die Proklamationssitzung war ohnehin geprägt von einer Reihe närrischer Höhepunkte. So trat das Stadtsoldatencorps Rheinbach mit Kommandant Willi Hohn ebenso auf wie die „Heinzelmännchen“ und die „Tomburgspatzen“ der „Fidelen Burgfrauen“. Die „Magic Dancers“ aus Remagen verwandelten die Bühne in einen Wild-West-Saloon mit ihrem furiosen Auftritt, und die „Dancing Cheers“ aus Lommersum feuerten das Publikum als jecke Cheerleader an. Für ordentlich Stimmungsmusik sorgten die „Los Amigos“ und die „Unkeler Barhocker“, bevor weit nach Mitternacht nach dem Schlusslied des Elferrats zum letzten Mal für diesen Tag der Ruf durch den Saal schalte: „Dreimool von janzem Häzze: Wormerschdörp Alaaf!“
