LAF Sinzig, Dritte Volleyball-Liga Süd
2:3-Niederlage nach fünf Stunden Anreise
VfB Friedrichshafen II - LAF Sinzig 3:2 (25:19, 23:25, 23:25, 25:19, 15:10). „Ich bin eigentlich nicht unzufrieden“, meinte Mannschaftskapitän und Zuspieler Matthias Michno nach der denkbar knappen Niederlage. Denn es war das erwartet schwere und knappe Spiel gegen den Mitaufsteiger Friedrichshafen II, in dem die Sinziger am Ende mit 2:3 das Nachsehen hatten.
Gerade im ersten Satz war den Rheinländern die - einschließlich einer Autobahn-Zollkontrolle - über fünfstündige Anfahrt nach Friedrichshafen an den Bodensee anzumerken. Wie in den vergangenen Spielen gelang es den LAF Sinzig zu selten, aus einer sicheren Annahme heraus ihr schnelles Spiel aufzubauen. So ging der erste Satz durchaus deutlich an die Heimmannschaft.
Die Annahme um Libero Jan-Niklas Comes, Konstantin Skok, Merlin Hinsche und Manuel Michno stabilisierte sich, so dass Kapitän Matthias Michno seine Angreifer mit schnellen Bällen einsetzen konnte. Der zweite Satz blieb allerdings besonders im Hinblick auf die Block- und Feldabwehrstärke der Gastgeber weiterhin offen. Beim Stand von 13:14 gegen die Barbarossastädter kam der polnische Neuzugang Damian Ziolkowski für den Diagonalspieler Thomas Schäfer.
Und erstmals in dieser Saison konnte er mit erfolgreichen Angriffen und einer erfolgreichen Abwehraktion Akzente setzen. Er war es auch, der beim Stand von 21:22 mit druckvollen und risikoreichen Aufschlägen die Sinziger auf die Erfolgsspur und mit 24:22 in Führung brachte. Die LAF entschieden diesen Satz letztendlich mit 25:23 für sich. Dementsprechend blieb Trainer Gilbert Deurer bei der Aufstellung. Wie im zweiten Satz gab es im dritten Durchgang einen Kampf auf Biegen und Brechen. Dabei kam es beim Stand von 4:4 zu einem dramatischen Ereignis: Damian Ziolkowski verdrehte sich bei einem Angriff das Knie, er schien schwer verletzt. Doch nach dem anfänglichen Schock war schnell klar, dass bei ihm - nach eigenem Bekunden wie bereits häufiger - die „Kniescheibe herausgesprungen, aber sofort wieder eingehakt“ war, so dass er zwar unter Schmerzen und mit Kühlung, aber ohne bleibende Schäden die Heimreise antreten konnte. In Durchgang drei blieb es erfreulicherweise dem nunmehr für Ziolkowski zurückgewechselten Schäfer vorbehalten, die letzten Punkte zum Gewinn des Satzes mit 25:23 mit soliden eigenen Aufschlägen vorzubereiten.
Mit dem Rückenwind der 2:1-Führung und eines sicheren Punktgewinns schlich sich wieder ein gewisser Schlendrian ein. Körpersprache und -spannung ließen nach - unter Kennern kein Novum bei einem derartigen Spielstand. Nunmehr lief Sinzig kontinuierlich einem Rückstand hinterher.
Die LAF kamen zwar zurück, aber der Satz konnte nicht mehr ausgeglichen werden. So fuhr der Gastgeber erneut einen 25:19-Satzgewinn heim. So sollte also der fünfte Satz entscheiden.
Hier schien es, als ob die Sinziger wieder die Oberhand behalten würden. Sie gingen mit einem Vorsprung von 8:6 in den Seitenwechsel. Der gegnerische Block stand just in dieser Phase hervorragend und fischte drei Angriffe zum direkten Punkt ab. Dies hinterließ auch Spuren im Selbstbewusstsein und in der Körpersprache der Sinziger, die sich über den Rückstand von 9:13 in die 10:15-Satz- und damit auch Spielniederlage einfanden.
LAF Sinzig: Jan Niklas Comes, Patrick Hehmann, Merlin Hinsche, Manuel Michno, Matthias Michno, Thomas Schäfer, Artur Wotze, Damian Ziolkowski, Stephan Durchholz und Konstantin Skok.
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