Chorgemeinschaft Koisdorf
Abwechslungsreiches Repertoire vieler Musikstile
Auftritt vor vollem Haus war ein Erfolg
Sinzig. Auch beim vierten Konzert konnte die Chorgemeinschaft Koisdorf sich über ein volles Haus freuen, denn es waren über 240 Zuhörer gekommen. Nach der musikalischen Begrüßung des Chores mit dem Konzertstarter „Schön, dass Sie gekommen sind“ begrüßte der Vorsitzende Joachim Fiege die anwesenden Gäste und forderte zu einem entspannten Genießen der ausgewählten Lieder auf.
Das Programm startete mit zwei a capella gesungenen volkstümlichen Liedern, gefolgt von Nenas Hit „99 Luftballons“, aus dem das Motto des Konzertes entnommen war: Hast du etwas Zeit für mich, dann singe ich ein Lied für dich.
Mit ihrer gefühlvollen, weichen Sopranstimme konnte Andrea Ernst mit ihren Solovorträgen die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf sich ziehen.
Überzeugend waren auch die Solostücke zusammen mit dem Chor.
Einen krassen Gegensatz dazu bildeten die Schlagzeugsolos und Interpretationen von Leon Steffes-lay, die nicht nur den jüngeren Zuhörern gefielen.
Der Chor setzte die bewusst abwechslungsreiche Auswahl der Liedfolge gekonnt um: Sei es das leise, zärtliche „Wenn die Nacht kommt“ aus dem Musical „Das Phantom der Oper“ gegenüber dem schnellen Hit von Udo Jürgens „Ich war noch niemals in New York“, oder das Liebeslied „Mein Herz schlägt nur für dich“ aus „Titanic“ gegenüber dem forschen Hit „Dein ist mein ganzes Herz“ von Heinz Rudolf Kunze.
Keine Mühe hatte der Chor auch mit dem französischen Chanson „Salut les amoureux“ von Joe Dassin, wobei ein Lob an die drei Solistinnen aus dem Chor, Carmen Scheuren, Jolla Schmitz und Juliane Hanke, an dieser Stelle angebracht ist. Ein großes Lob gebührt auch Bernhard Arzdorf der mit seiner Schlagzeugbegleitung bei einigen Liedern den richtigen Background beisteuerte.
Zwei Kölsche Lieder rundeten das breit gefächerte Programm ab, wobei Thomas Bauer als Tenorsolist den Text beim Höhner-Hit „Nemm mich su wie ich ben“ überzeugend herüberbrachte. „Standing Ovations“ waren der Dank des Publikums an den Chor, der ohne eine Zugabe die Bühne nicht verlassen konnte.
Als kleinen Gag hatte Birgit Schütter schnell die „zerrissenen Jeans“ angezogen und mit dem weißen Bademantel, den Udo Jürgens bei seinen Zugaben immer trug, kam Chordirektor Sven Scheuren noch mal richtig ins Schwitzen.
Das war verständlich, hatte er doch die meiste Arbeit von allen bei der fantastischen Klavierbegleitung der Solisten und des Chores.
Der Chor sollte dieses musikalische Niveau und das bunte breite Repertoire beibehalten, was mit dem ausgezeichneten Chorleiter Chordirektor Sven Scheuren mit Sicherheit gelingen wird.
