Allgemeine Berichte | 21.11.2014

Sinziger Mundartkreis

Altes Sinziger Dotzlied wurde in Erinnerung gebracht

Der Mundartkreis Sinzig hatte wie in jedem Jahr am Martinstag zum Döppches-Koche-Essen eingeladen. privat

Sinzig. Es gehört zur Tradition des Mundartkreises, dass man sich anlässlich des Martinstages zum Döppches-Koche-Essen trifft. In diesem Jahr war es genau auf dem Namenstag, an dem Gerd Schultes, der Leiter des Mundartkreises, wieder zahlreiche Freunde dieser Martinsspeise im Haus Sankt Peter begrüßen konnte.

Brandmaterial fürs Feuer

An diesem Abend wurde auch das alte Sinziger Dotzlied gesungen, mit dem bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts ältere Kinder und Jugendliche in der Zeit vor dem Martinstag durch die Straßen und Gassen der Stadt zogen, um Brandmaterial für ihr Martinsfeuer und als Dank für die „Feuermacher“ auch Trink- und Essbares oder auch Geld zu sammeln. Vergleichbar wie in Ahrweiler, wo die Stadt in mehrere Huten eingeteilt ist und die Jugend der jeweiligen Hut ihr eigenes Feuer abbrennt, war früher auch Sinzig in drei Stadtteile eingeteilt: die Maaß, die Ausdorfer und die Mühlenbacher benannt nach der Hauptstraße in dem Stadtteil.

Drei Martinsfeuer in der Stadt

Von jedem Stadtteil wurde auch ein Martinsfeuer abgebrannt, und zwar auf dem Mühlenberg von den Mühlenbacher, dem Ziemet von den Maaßener und auf der Anhöhe an der Straße nach Koisdorf von den Ausdorfern. Nur in jeweils ihrem Bezirk zogen die Jugendlichen zum Sammeln durch die Straßen und Gassen und sangen dabei ihr Sammelbegehren: „Ahl Mann, Beusch Strü – wat der Mann entbehre kann“.

War man am Haus eines begüterten Mitbürgers angelangt und dem man eine höhere Bildung unterstellte, wurde in Hochdeutsch gesungen: "Hier wohnt ein reicher Mann, der uns vieles geben kann." Vernichtend war der Gesang vor dem Haus, dessen Bewohner keine Gaben spendete: "Jeitz, Jeitz jitt net jähn, kann me schreie wie en Bär, ho, ho, ho." (Der Geizige gibt nicht gern, kann man schreien wie ein Bär). Dann war auch die Umgebung von der „Gebefreudigkeit“ des Nachbarn informiert.

Nur noch ein Relikt

Nachdem es heute die Tradition von Stadtteilen in der Kernstadt von Sinzig nicht mehr gibt und das Martinsfeuer und das Martinsfest der Kinder jetzt von dem Förderverein der Grundschule organisiert wird, ist dieses alte Dotzlied überholt und nur noch ein Relikt vergangener Zeiten in Sinzig. Das Döppches-Koche-Essen ist geblieben, dieses Gericht schmeckt auch heute noch so gut wie einst.

Der Mundartkreis Sinzig hatte wie in jedem Jahr am Martinstag zum Döppches-Koche-Essen eingeladen. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Lena: Diversität ist wichtig: Der Wolf reguliert Überpopulationen ( z.B. Schwarzwild, Rehwild). Für schlecht geschützte Herdentiere sind die Besitzer verantwortlich.
  • Peter 1: Trotzdem ist der Wolf hier vollkommen überflüssig.
  • Walter Miller : Ein verpixeltes Bild von der durch den Wolf getöteten Ziege. Was will man damit ausdrücken ? Das ein Wolf besonders grausam ist ? Er ist ein Geschöpf der Natur - nicht mehr und nicht weniger. Im Gegensatz zu den 467.000 Jägern in Deutschland.
  • Michael Geiger, 56337 Eitelborn: Michael Geiger, Leider kann ich die Losnummern aus der Ziehung vom 28.03.26 im Globus Bubenheim nicht finden.. Warum nicht
  • Dietmar Gläsener: Leider kann ich meine Gewinnlos Nummern , Ziehung vom 28.03.26 im Clobus in KO-Bubenheim nicht abrufen im Internet. Woran liegt es? D. Gläsener, 56237 Nauort
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Dagmar Both: Guten Morgen Herr Winkelmann, herzlichen Dank für ihre Berichterstattung. Wenn sie von einer vertrauensvollen Abstimmung im Abstimmungsprozess zum Sondervermögen berichten, - dann gilt dies leider nicht für die Freien Wähler.
Dauerauftrag 2026
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2025
Fahrer gesucht (m/w/d)
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Dauerauftrag 2026
Unterstützeranzeige
Empfohlene Artikel
Gewinner Ostereierschießen
6

Sinzig. Traditionell - und im Schützenkalender der St. Sebastianus Schützen Sinzig nicht mehr wegzudenken - ist das „Eierkönigschießen an Karsamstag. Auch dieses Jahr war der Platz wieder gut besucht. Begonnen wurde vorab mit einem gemeinsamen Frühstück. Im Anschluss begann der beliebte Wettbewerb. Hier hieß es drei Schuss auf Plastik Eier, drei Schuss auf eine „Blind-Scheibe“ und fünf Schuss auf eine Luftgewehrscheibe.

Weiterlesen

Monika Mombauer und Rudi Kirwald am Fairtrade-Stand beim Sinziger Frühlingserwachen
38

Sinzig. Wie in den letzten Jahren hat sich die Fairtrade-AG im Bürgerforum wieder am Sinziger Frühlingserwachen beteiligt. „Am meisten Spaß macht der Kontakt zu den Besucherinnen und Besuchern des Marktes. Da gibt es immer gute Gespräche und viele Leute sind nicht nur an den besonderen Waren, sondern auch an den Hintergründen des Fairen Handels interessiert“, freuten sich Monika Mombauer, Winfried Bleffert und Rudi Kirwald.

Weiterlesen

v.l.n.r.: Christian Luke, Iris Gesell, Sebastián Merino, Anna Evertz, Alicja Sinen
34

Im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung kam am Mittwoch, den 25. März 2026 um 18:00 Uhr der Vorstand des Fördervereins mit interessierten Fördervereinsmitgliedern und der Schulleitung in den Räumlichkeiten der Lindenschule zusammen. Zu Beginn standen die Tagesordnungspunkte „Rückblick auf das vergangene Geschäftsjahr“ und „Bericht des Kassenwartes zur Mitgliederentwicklung und zu den Finanzen“ auf der Agenda.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2265

Immer wieder kommt es zu kritischen „Manövern“: Auch die Stadtverwaltung sieht zunehmende Belastung:

HeimatCheck: Ahrweiler: Eltern-Taxis stressen alle

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: Adobe Stock
132

Bonn. Am kommenden Samstag (04.04.2026) findet in Beuel und in der Bonner Innenstadt der „Bonner Ostermarsch 2026“ statt. Zu dieser Friedensdemonstration erwarten die Veranstalter rund 500 Teilnehmende. Die Versammlung beginnt um 13:00 Uhr auf dem Mirecourtplatz am Beueler Rheinufer. Von dort aus ist folgender Aufzugsweg vorgesehen:

Weiterlesen

Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Anzeige "Rund ums Haus"
Kleinanzeigen
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Doppelseite PR/Anzeigen
Schulze Klima -Image
Anlagenmechaniker
Osterangebot
fit für`s Alter?
First Friday Anzeige März
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige
Imageanzeige - Ostern
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in