Allgemeine Berichte | 27.11.2015, 12:34 Uhr

Der Eifelverein Sinzig erwanderte den Rheinburgenweg von Bad Breisig bis Namedy

Auf den Spuren von Kelten, Römern und Rittern

Kleine Rast hoch über dem Rhein.privat

Sinzig. Eindrucksvolle Ausblicke, historische Relikte und wunderschöne Wanderpfade bezauberten die 14 Wanderinnen und Wanderer des Sinziger Eifelvereins, die mit Wanderführer Guido Reckhaus von Bad Breisig bis Namedy auf dem Rheinburgenweg unterwegs waren. Für die Anfahrt von Sinzig nach Bad Breisig nahm man die Bahn. Nach dem Passieren der Mariensäule unweit des Bahnhofs stiegen die Eifelfreunde auf zur Burg Rheineck, die sich in Privatbesitz befindet. Hier, und auf einigen weiteren Steigungen, ging es sportlich bergauf. Nun wurde das Wandern ein wenig alpin, Felsen und Abhänge säumten den Pfad. Von der Reutersley hatte man einen paradiesischen Fernblick rheinab und rheinauf bis zur Andernacher Pforte, wo sich in dem Moment die Sonne strahlend einen Weg durch Nebelbänke bahnte. Nach einiger Zeit auf einer abwechslungsreichen Strecke erreichten die Wanderfreunde Brohl-Lützing an der Burg Brohleck. Dann folgte ein Wegstück, das der Gruppe die volle Aufmerksamkeit abverlangte, denn teilweise musste gekraxelt werden. Zahlreiche Ausblicke belohnten für die Anstrengung. Das letzte Wegstück bis zum Gipfel hoch über Brohl wird „Eselstreppe“ genannt. Streckenweise sind dort Stufen in den Fels geschlagen worden. Bequem ging es dann auf der Höhe weiter, vorbei an den Wällen einer eisenzeitlichen keltischen Fliehburg. Schließlich lag der Vulkankegel „Hohe Buche“ vor den Wanderern. Hier wurde zur Römerzeit ein Steinbruch betrieben. Schlagspuren und halb fertige Teile zeugen von der Tätigkeit in alter Zeit. Am Knopshof stießen die Tourengänger auf offene Feldflur mit Wiesen und Feldern, wo sich der Weg hindurch schlängelte. Nach einer Weile umschlossen dann bis Namedy wieder tiefe Wälder die Wandergruppe. Dort erfreute sich die kleine Schar am Anblick der stattlichen Burg Namedy und ihrer Parks.

Glückliche Heimkehrer

Vom Bahnhof des kleinen Ortes reiste man mit der Bahn wieder zurück nach Sinzig, wo sich die gut gelaunten Eifelfreunde eine Einkehr gönnten. Zwei Wanderfreundinnen hatten sich sogar zu Fuß wieder auf den Heimweg von Namedy nach Bad Breisig gemacht. Es dunkelte schon, als sich die Wandervögel nach dieser bemerkenswert schönen Tour von einander verabschiedeten. Ein Trost, dass der Eifelverein Sinzig auch in Zukunft zwei bis drei Wanderungen wöchentlich auf dem Programm hat.

Kleine Rast hoch über dem Rhein.Foto: privat

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